Suicide Squad | Review [nicht mehr aktuell]

Suicide Squad von 2016 ist der dritte Film des DC Extened Universe. Die beiden Vorgängerfilme sind Man of Steel & Batman v Superman: Dawn of Justice. Suicide Squad basiert auf den Comics um das gleichnamige Team, bestehend aus Schurken & Anti-Helden, von DC und es ist das erste mal, dass wir diese Gruppe in einem Realfilm zu sehen bekommen. Deshalb hat dieser Film die schwere Aufgabe eine Vielzahl neuer Charaktere einzuführen. Am besten so das keiner zu kurz kommt. Ob es dem Film gelungen ist, erfahrt ihr nun. Viel Spaß!

Handlung

Superman’s auftauchen, wirken & Tod hat die Welt verändert. Was ist wenn das nächste Metawesen, Personen mit übermenschlicher Macht (Doomsday, Diablo, Killer Frost, Darkseid, Flash, Aquaman & co.), beschließt die Erde zu erobern oder wichtige Personen (Staatsoberhäupter o. ä.) zu töten. Wer soll diese Bedrohung aufhalten?

Nun zum einen die Justice League welche gerade im Entstehen ist (siehe Ende von Dawn of Justice + Comic Con Trailer) und Argus. Argus ist ein Geheimdienst, der von Amanda Waller, einer skrupellosen Mitarbeiterin der US-Regierung, geleitet wird und eine Task-Force (Einsatzteam) ins Leben ruft, die die Welt vor Meta-Bedrohungen schützen soll.

Dieses Team heißt Task-Force X oder auch Suicide Squad oder auch Selbstmordkommando (danke alte deutsche Übersetzung) und besteht aus Schurken, die alle eine Gefängnisstrafe absitzen (lebenslänglich).

In diesem Film haben wir folgende Aufstellung im Suicide Squad (in Klammer stehen die Namen der Schauspieler):

  • Amanda Waller (Viola Davis) – Teamleiterin in der Zentrale
  • Rick Flagg (Joel Kinnaman) – Teamleiter im Feld
  • Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje)
  • Diablo (Jay Hernandez)
  • Captain Boomerang (Jai Courtney)
  • Deadshot (Will Smith)
  • Harley Quinn (Margot Robbie)

Diese Aufzählung dient nur zum Überblick da neben diesem recht großen Team auch der Joker, Katana & Enchantress im DCEU etabliert werden und nach dieser ungewöhnlich langen Einleitung fangen wir mit der eigentlichen Handlung an.

Amanda Waller stellt im Auftrag der US-Regierung ein Team zusammen das für hochriskante & lebensgefährliche Missionen eingesetzt werden soll. Da bei einem Team Verluste vorprogrammiert, sind besteht das Team aus Verbrechern um die es nicht schade ist, wenn sie sterben. Siehe Liste oben.

Rick Flagg’s Freundin, die Archäologin Dr. June Moon, ist besessen von Enchantress, einer alten & sehr mächtigen Hexengöttin. Anfänglich ein Mitglied der Task-Force gelingt ihr die Flucht und mithilfe ihrer Magie & ihres Bruders erschafft sie eine „Maschine“ um die Welt zu erobern. Unter dem Vorwand eines Terrorangriffs wird das Suicide Squad zum Schauplatz der Handlung, Midway City, geschickt um dort aufzuräumen und eine Person zu retten.

Wir haben also 2 Handlungsstränge. Zum einen den Strang um die Hexe Enchantress die schalten & walten kann, wie sie will und den Zweiten um die Mission des Suicide Squads. Beide Stränge verknüpfen sich zwar, im laufe des Films, aber es will dennoch nicht recht zusammenpassen.

Mir kam es während des Films vor, als ob man 2 Konzepte für die Geschichte hatte und diese aneinander geklatscht hat.

Mir gefiel die „Rettungsmission“ des Squads dennoch besser, da dort nicht nur die Helden vorgestellt wurden, sondern auch der Joker auftauchte, leider etwas zu kurz, aber dennoch den wahnsinnigen repräsentierte, den man für so einen Film braucht und der Joker hat wenigstens ein Motiv. Er will seine Freundin „retten“. Enchantress ist zwar ein faszinierender Charakter aber leider ein schrecklich farbloser Bösewicht.

Ich bin von der Besetzung des Casts äußerst positiv überrascht. Mir war klar das Will Smith als Deadshot & Jared Leto, als Joker, eine gute Performance an den Tag legen werden. Wobei ich sagen, muss, dass ich den Joker vorher in einer größeren Rolle sehen will, bevor ich ein endgültiges Fazit über ihn ablege.

Mein Highlight des Films war, neben Will Smith, die australische Schauspielerin Margot Robbie in ihrer Rolle als Harley Quinn. Sie spielt eine sowohl liebreizende als auch unglaublich gefährliche & verrückte ehemalige Psychologin. Zuerst darauf aus den Joker zu heilen, verliebte sie sich schließlich in ihn & wurde seine Königin. Ich hoffe, dass sie an der Seite von Jared Leto in einem zukünftigen Film gegen Batman, der in diesem Film ebenfalls einen kurzen Auftritt hat, antritt.

Der Rest des Casts hat mir auch sehr gut gefallen. Jai Courtney verkörpert Captain Boomerang auf so gute Art, dass ich den Charakter zum ersten mal wirklich ernst nehme. Killer Croc ist der Groot des Films, wenig Dialog & viel Kampf, was aber gut funktioniert.

Jay Hernandez verkörpert Diablo, das einzige richtige Metawesen des Teams und einen der interessantesten Charaktere. „Gesegnet“ mit unglaublichen Kräften, die aber nur schwer unter Kontrolle zu halten sind, möchte er sich am liebsten aus dem Kampf heraushalten.

Bevor ich mich weiter in Schwärmerei verzettle, kurz zusammengefasst; ich bin vom Cast äußerst positiv überrascht. Grundlegend gibt es kaum was zu Meckern bis auf die etwas langweiligen Bösewichte bzw. Bösewichte die viel zu wenig Screentime haben.

Die Effekte sind äußerst ansehnlich, wie auch bei den beiden Vorgängern. Killer Croc & Enchantress sehen fantastisch aus & auch die Waffe der Hexe sieht echt toll aus. Einzige das 3D hat nicht immer gepasst & wirkte stellenweise sehr überflüssig. Aber am meisten hat mir die wahre Gestalt von Diablo gefallen.

Der Soundtrack hat es mir passend angetan. Allein „House of Rising Sun“ entlockte mir ein Lächeln. Allerdings war der Film stellenweise extrem laut, wovon ich manchmal Kopfschmerzen bekam. Dieses Problem hatte aber auch bereits Dawn of Justice. Ich mag die Soundtracks beider Filme aber in einer angenehmen Lautstärke ohne Ohrenbluten.

Fazit

Suicide Squad ist ein Film, der vieles richtig aber auch einiges falsch macht. Falsch macht er auf jeden Fall die Handlung. 2 Konzepte die zu verschieden sind um wirklich miteinander zur harmonisieren ist nie gut für einen Film.

Was jedoch äußerst gut funktioniert ist die Etablierung von 10 Figuren im DC Filmuniversum. Es ist schwer so viele Figuren zu etablieren, aber Suicide Squad gelingt das vorbildlich. Jeder hat seine eigene kleine Vorgeschichte und wir wissen wer, wer ist und warum jeder das tut, was er oder sie eben tut.


Eine Sache die ich noch nicht angesprochen habe, ist der Humor. Meine größte Sorge war es das der Film zu viel Klamauk enthält, da DC in diesem Fall mit Marvel gleichziehen wollte und weniger, in die Man of Steel/Dawn of Justice Kerbe schlagen wollte.

Der Humor war sehr angenehm. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Manchmal etwas unpassend aber ich hatte dennoch oft ein Lächeln auf den Lippen. Auch ein paar Lacher waren dabei. Das rechne ich den Film hoch an, da DC noch nie so übermäßig lustig war.

Ein weiter Kritikpunkt am Film sind die Schurken, die wie bereits erwähnt entweder schrecklich farblos sind oder zu wenig Screentime haben, um einen wirklich bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Aber ich sehe ein das man bei so vielen Figuren, irgendwo Abstriche machen muss.

Ich bin mit gemischten Gefühlen ins Kino gegangen und hatte einige Befürchtungen, die sich zum Großteil nicht bestätigt haben. Der Film ist wie bereits auf Twitter getwittert gut. Kein Meilenstein aber durchaus sehenswert. Gewisse Dinge werden sehr gut gemacht andere Elemente des Films weisen Schwächen auf. Kann ich den Film empfehlen? Ja auf jeden Fall. Leute, die sich nicht mit den Comics auskennen werden, den Film auf jeden Fall super finden. Diejenigen die sich mit der Vorlage auskennen werden sicher einige Schwächen entdecken aber trotzdem besitzt Suicde Squad durch seine Schauspieler genug Charme um darüber (hoffentlich) hinwegsehen zu können.

Ich hatte meinen Spaß mit diesem Actionkracher und hoffe auf weitere Auftritte von Deadshot, Joker, Harley Quinn, Killer Croc & Amanda Waller. Vielleicht sogar in Gotham City, wo ein dunkler Ritter ein anderes Team zusammenstellt, um die Welt zu schützen.

Wie immer bin ich kein Fan von Wertungen, aber dennoch gebe ich dem Film wohlverdiente ★ ★ ★ ★ von 5 Sternen. Ein sehenswerter Superheldenfilm, der viele Figuren etabliert.

Das war’s von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal & ich hoffe dann Mal wieder ein Videospiel zu besprechen.

Euer Paxton

22 Kommentare
  1. Hi, ich habe mir jetzt deine Review ebenfalls durchgelesen und ich muss sagen, dass ich es komplett anders sehe. Da ich eigentlich nicht aus dem Kino heraus rezensiere, wird es von mir zu diesem Film erst dann was zu lesen geben, wenn ich ihn auf DVD oder BluRay habe und dann auch noch hoffentlich in der Extended Version.
    Es freut mich, dass du offensichtlich genau so viel Interesse an Filmen hast, wie ich.
    Die einzige Übereinstimmung die wir haben, ist im Bezug auf die Handlung. Ich finde sie überaus unglücklich auf die Leinwand „gezaubert“, bei allem Anderen muss ich dir widersprechen. In einen Film zehn komplett neue Figuren vorzustellen und in ein Film-Universum zu integrieren funktioniert nicht, wenn der Streifen bloß eine Laufzeit von knapp 2 Stunden hat.
    Ich würde mich schon als einen „Kenner“ bezeichnen, wenn es um DC geht und ich habe richtig, richtig viele Schwächen und Fehler gefunden. Freunde, die nicht so sehr die DC-Fans sind, fanden den Film extrem Schwach, von der Handlung, über die Darsteller, bis hin zu den Effekten. Besonders im letzten Drittel sind die Effekte meiner Meinung nach mehr als missglückt, teilweise waren sie verpixelt und das 3D hat zum ganzen Film nicht gepasst. In keiner Szene wurde es vernünftig eingesetzt. Der Soundtrack war gut, aber das waren eigentlich auch nur jewils 10 Sekunden abschnitte, die gezeigt wurden und schon kamen die Songs nicht zum tragen, sondern fühlte sich an, wie das schnelle scippen einer CD.
    Ich wünschte, ich könnte genau so zufrieden aus dem Kino gegangen sein wie du. Es freut mich sehr, dass du eine Lanze für den Film brichst, denn ich kann es leider nicht tun. Ich bin zu enttäuscht, von allem.
    Ich werde mir dennoch die nächsten DC Verfilmungen anschauen und hoffe einfach mal, dass Wonder Woman gut, Justice League besser und der Batman Solofilm überzeugend wird (und nicht zuletzt weil Ben Affleck die Regie führt!).

    Gefällt 2 Personen

    • Vielen Dank für den langen & sehr guten Kommentar!

      Mir gefällt es immer andere Meinungen zu hören, besonders wenn sie das komplette Gegenteil zu meiner Einschätzung sind.

      Ich kann nur hoffen dass DC in Zukunft seinen eigenen Weg geht & nicht mehr versucht mehr wie Marvel zu sein. Bei Man of Steel hat es damals sehr gut funktioniert, einen eigenen Weg zu gehen, & auch bei Dawn of Justice waren gute Ansätze da.

      Gefällt 1 Person

  2. Also ich muss mich da Eindeutig Zacksmovie anschließen (und das obwohl ich noch nie einen der Comics in der Hand hatte)…der Film war enttäuschend und viel zu überladen. Man merkte deutlich das zu viele Köche eindeutig den Brei verderben und sich der Film gefühlt alle 10 Minuten in eine andere Richtung bewegen will. Hab vor alle Filme des DCEU zeitnah zum Erscheinen von Justice League zu rezensieren…da kannst du dann noch ausführlicher und begründeter erfahren was mich an Suicide Squad so gestört hat ;-)! Dafür fand ich Wonder Woman ganz gut :-)!

    Gefällt 1 Person

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