Hardcore | Review

Hardcore ist ein russisch-amerikansicher Actionfilm aus dem Jahr 2015. Der Film ist das Regiedebüt des russischen Drehbuchautors/Musikers/Filmemachers Ilja Naischuller. Die größte Besonderheit des Films, neben seinem verdammt guten Soundtrack, ist die Kameraperspektive. Hardcore wurde komplett aus der subjektiven Sicht des Protagonisten gedreht.


Handlung

Henry ist vor Kurzem verstorben. Dennoch erwacht er eines Tages in Moskau als Cyborg, ein ganz normaler Tag also. Ihm fehlt ein Arm, ein Bein, sprechen kann er nicht und er hat keine Erinnerungen an sein früheres Leben.

Eine Frau namens Estelle, sie ist Henrys Ehefrau, bringt an Henry übermenschlich starke Prothesen an und führt ihn in einen Raum wo zwei Wissenschaftler Henrys Fähigkeit zu sprechen wieder aktivieren sollen.

Jedoch ertönt ein Alarm und schwer bewaffnete Männer stürmen den Raum. Angeführt werden sie vom bösen, weißhaarigen Telepathen Akan. Hier muss ich den Film schon mal loben. Akan ist ein toller Bösewicht. Okay weißhaarige Bösewichte sind zwar ein Klischee aber böse weißhaarige Telepathen sind dafür relativ selten.

Akan tötet einen der Forscher im Raum und Estelle nutzt die Chance, um einen Alarm auszulösen. Sie flüchtet gemeinsam mit Henry. Die Flucht endet in einem Unfall und Estelle wird von Akans Männern entführt.

Was nun folgt, ist eine lange Folge von Actionszenen in denen Herny nicht nur die Truppen von Akan scharenweise erschlägt, sondern sich auch mit der Polizei und anderen Cyborgs anlegt.

Die Handlung mag zweckmäßig sein, aber dennoch gibt es so manch spannende Wendung.


Cast

Die Leistung der Schauspieler ist solide. Jeder spielt seine Rolle recht gut, aber mein Highlight war Danila Kozlovsky als der weißhaarige Telepath Akan. Man merkt das Kozlovsky wie geschaffen für die Rolle ist.

Zum Protagonisten Herny kann ich nichts sagen außer das er eine stumme Killermaschine ist. Seine Frau Estelle, gespielt von Haley Bennett, spielt ihre Rolle auch recht gut. Besonders ihr Plotttwist am Ende war sehr gut inszeniert.

Wer jedoch auch erwähnt werden muss, ist Jimmy, der Sidekick des Films. Dieser taucht in verschiedenen Inkarnationen auf mal als Obdachloser oder als Sniper und hilft Henry immer wieder aus der Klemme. Gespielt wird Jimmy von Sharlto Copley, den man z.B. aus Elysium kennt.


 Effekte & Technik

Die Besonderheit an Hardcore ist die Kameraperspektive. Der gesamte Film wurde aus der subjektiven Sicht, sprich der Ego-Perspektive, des Protagonisten gedreht. Mir kam Hardcore die gesamte Laufzeit über wie ein Ego-Shooter vor, nur kann man halt nicht spielen, sondern nur zusehen. Also wie in einem modernen Shooter voller Skripte.

Die Effekte gehen in Ordnung. Okay der Film besteht eigentlich nur aus einer riesigen Schießerei und was sieht man da am meisten? Richtig man sieht Blut. Sehr viel Blut und jede Menge Leichen. Aber dafür sehen dafür das Blut und die Leichen sehr realistisch und teilweise echt ekelhaft aus.

Die Actionszenen wirken durch die Ego-Perspektive recht dynamisch und nicht so statisch wie in anderen Actionfilmen.

Einzig der Sound hat manchmal Aussetzer bzw. Geräusche wie eine abgefeuerte Pistole erklingen mit einigen Sekunden Verzögerung. Ob das normal ist, kann ich jedoch nicht sagen.


Synchronisation & Soundtrack

Die deutsche Synchronisation klingt sehr gut und wechselt sich mit dem russischen Originalton, zum Glück mit Untertiteln, ab. Besonders Akan, der Typ ist einfach toll, hat eine klasse Synchronstimme, die seinen Wahn nur noch weiter steigert.

Mein größtes Lob an diesen Film geht jedoch an den Soundtrack. Dieser ist sehr abwechslungsreich, von schnellen Stücken über eher langsame bis hin zu bekannten Songs ist für jede Situation etwas dabei.


Fazit

Hardcore ist ein kurzweiliger und guter Actionfilm, bei dem man super das Hirn ausschalten und sich 92 Minuten lang berieseln lassen kann. Die Handlung ist etwas mau, aber dafür reißt der Bösewicht, der Soundtrack & die ungewöhnliche Kameraperspektive einiges raus.

Ich hatte meinen Spaß mit diesem Film und kann ihn weiterempfehlen. Für einen Filmabend ist er auf jeden Fall zu gebrauchen.

Wertung
Handlung: • •
Cast: • • •
Effekte & Technik: • • • •
Soundtrack & Synchronisation: • • •
12/20 Punkten – Note: Gut

 

Filmdaten:
Orginaltitel: Hardcore Henry
Deutscher Titel: Hardcore
Produktionsland: USA, Russland
Orginalsprache: Englisch
Laufzeit: 92 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015

 

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s