Mafia 3 | Review

Mafia 3 ist ein Open-World Action-Spiel von 2K Games und Hangar 13. Ich habe viele Stunden in den Straßen von New Bordeaux verbracht. Meine Meinung zum Spiel kommt nun. Viel Spaß!

Bevor ich jedoch anfange noch ein Wort der Warnung. Ich möchte diese Review so ausführlich wie möglich schreiben und kann dabei den einen oder anderen Spoiler nicht vermeiden. Ich werde jedoch versuchen, die gröbsten Spoiler zu vermeiden. Oh und ich habe weder Mafia 1 noch Mafia 2 also kann ich keine Vergleiche zu diesen Spielen machen.

Handlung

Die Handlung von Mafia 3 dreht sich um Lincoln Clay, ein Afroamerikaner, welcher in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs und sein ganzes Leben lang nach einer Familie sucht. Doch weder das Waisenhaus noch die Kirche und auch nicht die Armee können ihm einen Ersatz bieten.

Im Jahr 1968 kehrt Lincoln aus dem Vietnamkrieg zurück in seine Heimatstadt New Bordeaux (eine Stadt die an New Orleans angelehnt ist) zurück. Nach einer Willkommensparty mit seinen Freunden, von denen einige in der „schwarzen Mafia“ (eine kriminelle Organisation der Afroamerikaner) sind, erfährt Lincoln von seinem Ziehvater Sammy, dass dieser ein Problem mit den Haitianern hat. Lincoln nimmt sich des Problems an und macht sich auf den Weg um den Anführer der Haitianer zu ermorden und so die Gang zu zerschlagen.

Damit beginnt Lincolns Weg in die Kriminalität. Nach dem Verrat eines großen Dons beginnt Lincoln sich seine eigene Organisation aufzubauen und so die Stadt New Bordeaux zu übernehmen. Dafür braucht Lincoln jedoch Verbündete welche mal aus alten Feinden und mal aus alten Freunden bestehen. So ist Vito Scaletta, der Protagonist aus Mafia 2, einer der Verbündeten unseres „Helden“.

Das besondere an der Erzählstruktur von Mafia 3 ist der rote Faden. Das Spiel besitzt eine geradlinige Haupthandlung, die jedoch viele Nebenarme bietet. Diese Nebenhandlungen erzählen kleine Geschichten innerhalb des jeweiligen Bezirkes, den man gerade erobert. Auch wenn diese Geschichten nicht ganz an die Haupthandlung herankommen, so ergänzen diese die Geschichte.

Jede Nebenhandlung fügt sich in die übergeordnete Geschichte ein, ohne diese auszubremsen oder gar zu stören. Das liegt unter anderem an den faszinierenden Hauptfiguren, den verschiedenen Organisationen, die mit Lincoln zusammenarbeiten und den fantastisch inszenierten Zwischensequenzen.

Diese laufen im Stile einer Dokumentation ab. In einigen Sequenzen erzählt uns Pater James, welcher Lincoln seit seiner Kindheit kennt, seine Sicht der Dinge und wie Lincoln seiner Meinung nach immer tiefer in das organisierte Verbrechen abgerutscht ist.

In anderen Sequenzen ist Donovan, ein Kamerad von Lincoln aus dem Vietnamkrieg, bei einer Anhörung des Senats und erzählt von seiner Mithilfe bei der Ermordung des feindlichen Dons und seiner Gefolgsleute.

Die Handlung von Mafia 3 gehört zu den größten stärken des Spiels. Neben einer dichten Atmosphäre sorgen sehr interessante Charaktere und eine äußerst gelungene Inszenierung für eine der besten Geschichten, die ich seit langem in einem Videospiel erlebt habe.

Ich habe mit dem Protagonisten Lincoln jede Sekunde mitgefiebert und es war immer ein Genuss, wenn ich dem Endziel des Spiels ein Stück nähergerückt bin.

So etwas schaffen nur wenige Spiele bei mir und noch weniger Spiele dieser Art.

Gameplay

Das Gameplay von Mafia 3 kann man als ausgeglichen bezeichnen. Das Spiel besteht aus Schießereien (welche sehr dynamisch sind, dank den Überwältigungen, mit denen man die Feinde auf sehr brachiale aber sehenswerte Weise in die nächste Welt schicken kann), optionalen Schleicheinlagen (mit lautlosen Überwältigungen welche nicht minder brutal sind), die dafür da sind, wenn man nicht schießen möchte und dem Fahren mit vielen verschiedenen Autos und auch Booten um die einzelnen Missionen zu erreichen.

Die Missionen bestehen z.B. aus dem verhören von Informanten, dem stehlen von Geld (um ein Geschäft zu schädigen), der Übernahme von wichtigen Orten oder dem zerstören feindlicher Transporter. Dies sind nur ein paar Beispiele, da Mafia 3 noch mehr verschiedene Missionsarten bietet. Diese kann man entweder leise lösen oder mit brachialer Gewalt oder mit einer Mischung aus beidem.
Egal welchen Weg man wählt, es gibt tote. Sehr viele tote.

Das Shootersystem funktioniert überraschend gut. Das suchen von Deckung, das präzise Zielen mit den verschiedenen Schießeisen klappt hervorragend und fühlt sich auch richtig an. Sprich die Schrotflinten fühlen sich sehr wuchtig an, das gleiche gilt auch für die Revolver. Die Pistolen sind schwächer haben aber eine höhere Feuerrate, was sich ideal für Gefechte gegen mehrere Gegner eignet und wenn einen die Gangster zu übermannen drohen, nutzt man einfach die verschiedenen MP’s, die es im Spiel gibt, und heizt ihnen richtig ein. Wo wir gerade bei heizen sind, Granaten & Molotowcocktails dürfen natürlich auch nicht fehlen.

 

Das Schleichen funktioniert ebenfalls sehr gut, ist jedoch für mein Empfinden etwas zu mächtig. Lincoln schleicht relativ schnell und mit etwas Geschick kann man innerhalb kürzester Zeit ein ganzes (oder fast ein ganzes) Versteck voller Feinde auslöschen.

Auch sind die Gegner etwas zu gutgläubig. Mithilfe von Pfeifen ist es möglich, Feinde in der Nähe anzulocken. Diese gehen nichts ahnend zu einem hin, selbst wenn der Gewehrlauf hinter der Deckung hervorlugt. Ich muss jedoch auch zugeben das es sich sehr gut anfühlt so übermächtig zu sein und die Gegner zu eliminieren.

Zusammengefasst finde ich das Gameplay sehr gut. Es vereint viele Elemente zu einem interessanten Mix, welcher auch einen eigenen Spielstil zulässt. Böse Zungen können natürlich behaupten das es dem Spiel an Abwechslung mangelt, doch gerade, wenn man denkt, das man alle Missionstypen kennt, kommt ein neues Element hinzu und hält das Spiel frisch.

Grafik

Auf grafischer Ebene weiß Mafia 3 ebenfalls zu gefallen auch wenn es hier und da schwächen gibt. Aber zuerst die positiven Punkte.

Die Zwischensequenzen sehen wie bereits erwähnt sehr schick aus und sind super inszeniert. Gerade das Spiel mit Licht & Schatten weiß zu gefallen. Dazu kommen die sehr detaillierten Gesichter der Figuren, die mit der realistischen Gestik eine gelungene Mischung abgeben.

Abseits der fantastischen Zwischensequenzen bietet das Spiel eine schöne & detaillierte Spielwelt, die auch sehr groß ist. Wobei der größte Teil der Karte eine Sumpflandschaft ist, die zwar etwas langweilig gestaltet ist, aber die ersten male beeindruckt.

Ein Kritikpunkt an der Grafik muss ich dennoch anbringen. Bei all dem geschwärme kann man nicht ignorieren das Mafia 3 einige matschige Texturen besitzt und auch die Modelle der „Bewohner“ dieser Welt oftmals nicht ganz optimal ausgefallen sind.

Technisch sieht es ähnlich aus wie mit der Grafik. Das Spiel läuft sehr flüssig und auch die Bildrate ist, zumindest auf der PS4, sehr stabil. Die Spielphysik funktioniert ebenfalls sehr gut jedoch nicht immer. Leider gibt es immer wieder Bugs in der Spielwelt und die typischen Querks, die jedes Spiel mit einer Open-World hat. Sprich das einfach Quatsch passiert, welcher eigentlich nicht passieren sollte oder dürfte. Das fiel mir gleich zu beginn auf, als ich im Safehouse gegen ein Fass, lief und dieses mehrere Minuten durch den Raum flog, als ob es besessen wäre.

Auf der einen Seite sind solche Bugs recht lustig, aber auf der anderen stört es dennoch die Atmosphäre, wenn ein Auto plötzlich mehrere Meter hoch in die Luft fliegt und das ohne ersichtlichen Grund. In Verfolgungsjagden erweist sich das jedoch als sehr praktisch.

Zusammengefasst lässt sich sagen das Grafik & Technik sehr gut funktionieren aber ihre Schwächen haben. Wie fast jedes Open-World-Spiel. Die Atmosphäre leidet jedoch nicht all zu sehr darunter.

Synchroniastion & Soundtrack

In puncto Soundtrack zeigt Mafia 3, was es auf dem Kasten hat. Der Game-Score, also die für das Spiel komponierte Musik, ist sehr gelungen und man kann ihn auch außerhalb des Spiels anhören. Die eigentliche Stärke liegt jedoch in der Musik, die im spielinternen Radio läuft. Es ist einfach unglaublich atmosphärisch, wenn bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei „Paint it, Black“ oder „Bad Moon Rising“ im Radio läuft. Klar können einem nicht alle Lieder gefallen aber im großen & ganzen kann man sagen, dass der Soundtrack sehr gelungen ist.

Ebenfalls gelungen ist die Synchronisation. Ich habe sowohl in die Deutsche als auch in die englische Sprachsaugabe rein gehört und mein Fazit:

Die deutsche Synchronisation ist sehr gut, aber die englische Version ist einfach viel atmosphärischer. Das liegt unter anderem an den ganzen Akzenten der verschiedenen Figuren. Irisch kann man auf Deutsch einfach nicht umsetzen.

Fazit

Mafia 3 ist ein sehr gutes Spiel und für mich ein totaler Überraschungshit. Ich bin kein großer GTA-Fan, da mich diese Spiele oft nach ein paar Stunden langweilen. Daher war ich umso überraschter, was für ein Suchtpotenzial in diesem Spiel steckt.

Neben einer grandiosen Handlung mit sehr gut geschriebenen Figuren haben wir ein gut ausbalanciertes Gameplay, eine schöne Grafik & eine sehr gute Klanguntermalung. Die einzigen Schwächen wären in der Grafik und in der Technik anzusiedeln jedoch wird das Spiel durch diese Aussetzer nicht unspielbar.

Das war meine Review zu Mafia 3. Anhand der Länge seht ihr auch den Grund, warum ich so lange gebraucht habe. Wir lesen uns beim nächsten mal wieder wenn es entweder um ein Horrorfilm-Franchise geht oder ich einen Western vorstelle. Bis Bald!

Kommen wir nun Wertung:
Handlung:  • • • • •
Gameplay: • • • • •
Grafik & Technik: • • • •
Synchro & Soundtrack: • • • • •
Wertung: 19 von 20 Punkten.
Note: Empfehlenswert
Release: 07.10.2016
Plattformen: PC, PS4, Xbox One
Genre: Third-Person Shooter/Action Adventure/Open-World
Entwickler: Hangar 13
Publisher: 2k Games
USK: ab 18 Jahre

 

1 Kommentar

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