Evil Dead Franchise | Gedankenspiel

Evil Dead, zu deutsch Tanz der Teufel, ist ein Film-Franchise welches mich schon viele Jahre meines Lebens begleitet. Ich war noch sehr jung als ich damals den ersten Tanz der Teufel, noch auf VHS, gesehen habe. Interessanterweise mit Szenen, die ich seither nie mehr gesehen habe. Dennoch hat mich dieser Film zwar sehr verängstigt aber auch sehr fasziniert.

In diesem Beitrag werde ich in den einzelnen Absätzen meine Meinung zu den bisher vier erschienen Evil Dead Filmen mit euch teilen. Auf Spoiler nehme ich keine Rücksicht. Die TV-Serie wird nach Abschluss der zweiten Staffel in einem eigenen Beitrag besprochen.

Ich wünsche euch von viel Spaß!


Evil Dead/Tanz der Teufel (1981/85 Minuten/Sam Raimi/Bruce Campbell)

 

Den Anfang macht der Klassiker Tanz der Teufel aus dem Jahr 1981. Im Gegensatz zu vielen anderen B-Movies aus dieser Ära besitzt Tanz der Teufel eine sehr dichte Atmosphäre und eine sehr gute Machart. Stilistisch besitzt der Film sehr viele Reminiszenen, wie der umherwabernde Nebel was stark an die Gruselklassiker der 1960er Jahre erinnert und die sogenannte Shakycam. Hier haben wir es mit einer von Raimi selbst erfundenen Methode der Kamerafahrt zu tun. Eine Kamera wird auf ein Brett geschnallt und von zwei Leuten an beiden Enden durch den Wald getragen.

Dabei werden ungewöhnliche & sehr subjektive bzw. verwirrende Kamerafahrten ermöglicht. Begleitet werden diese Einstellungen durch das abspielen von unheimlich & schrägen Tönen in manipulierter Geschwindigkeit.

Die Handlung dreht sich um Ashley, kurz Ash, der mit seiner Freundin Cheryl und zwei weiteren Freunden in eine abgelegene Waldhütte (merkt euch diese Hütte) fahren, um dort Urlaub zu machen.

Im Keller finden die Freunde ein Tonbandgerät und ein Buch. Das Necronomicon Ex-Mortis oder auch das Buch der toten. Gebunden in Menschenhaut und geschrieben mit Menschenblut. In einem Anfall von Dummheit spielen unsere Protagonisten das Tonbandgerät ab und entfesseln so die Mächte des Bösen.

Im Laufe des Films erlebt man nicht nur viel Makaberes, sondern auch einige grausame & echt ekelige Szenen, in denen die Freunde immer weiter dezimiert werden und nur noch Ash übrig ist, welcher den Fluch brechen kann und so das Morgengrauen erlebt. Oder etwa doch nicht? Das führt uns zu Tanz der Teufel II: Jetzt wird noch mehr getanzt.


 

Evil Dead II – Dead by Dawn/Tanz der Teufel II: Jetzt wird noch mehr getanzt (1987/81 bzw. 82 Minuten/Sam Raimi/Bruce Campbell)

Die Fortsetzung von Evil Dead beginnt mit einer Rückblende die, die Handlung des ersten Teils erzählt. Siehe oben.


Ash wird von der dämonischen Macht attackiert und durch den Wald geschleudert. Für einen kurzen Zeitraum ist auch er nun besessen. Jedoch geht die Sonne auf und unser Held ist wieder normal. Eine Flucht aus dem Wald ist nicht möglich da die Brücke, die einzige die zur Hütte führt, zerstört ist.

In der Nacht erscheint, die im Vorgänger verstorbene und enthauptete, Linda. Ihr Kopf und ihr Körper versuchen unabhängig voneinander Ash zu töten. Mithilfe einer Kettensäge kann dieser jedoch Linda erlösen. Danach trennt Ash seine Hand ab, da diese ebenfalls besessen ist.

Im weiteren Verlauf der Handlung kommen, die Tochter des Professors aus Teil 1, Annie & ihr Freund Jake sowie der Straßenarbeiter Ed und seine Freundin Bobbie Joe zur Hütte.

Ab dann überschlagen sich die Ereignisse. Ash wird irrtümlich für den Mörder des Professors & seiner Frau gehalten und in den Keller gesperrt.

Die anderen sind so dämlich und spielen das Tonband aus Teil 1 ab. Daraufhin erwacht im Keller die tote Frau des Professors zu neuem unleben und geht auf Ash los. Dieser wird befreit und die Untote wird im Keller eingesperrt. Die Gruppe muss nun zusammenarbeiten, um die dämonische Macht zu besiegen.

Im wesentlichen entspricht der Ablauf und die Handlung bis auf einige Abweichungen der des ersten Teils. Jedoch hat dieser Film mehr schwarzen Humor als sein Vorgänger und ist phasenweise noch makaberer.

Ob es sich bei diesem Film um eine richtige Fortsetzung oder eine Neuverfilmung handelt, ist eine ewige Streitfrage unter den Fans. Ich würde Evil Dead 2 irgendwo zwischen Neuverfilmung und Remake ansiedeln da zwar viele Elemente aus Teil 1 übernommen bzw. aufgewärmt wurden, jedoch auch ein paar neue Ideen hinzukamen. Unter anderem das Ash die Kettensäge auf seinem Armstumpf trägt.

Für Fans ist der Film auf jeden Fall sehenswert. Wer darauf jedoch keine Lust hat, geht weiter zur zweiten Fortsetzung mit dem grandiosen Titel Armee der Finsternis und meinem persönlicher Liebling aus der Filmreihe.


 

Armee der Finsternis (1992/85:06 bzw. 96:10 Minuten/Sam Raimi/Bruce Campbell)

Teil 3 beginnt erneut mit einer Rückblende. In dieser werden im groben die Handlung von Evil Dead, mit Elementen aus Evil Dead 2, erzählt. Anschließend wird Ash durch einen Zeittunnel ins Mittelalter (ohne Witz) geschleudert.

Im Mittelalter angekommen wird unser Held erst mal gefangen genommen da er beschuldigt wird, ein Anhänger von Henry dem Roten zu sein. Dieser Zottelbart steht in einem Konflikt mit seinem Rivalen Lord Arthur.

Ash wird in eine Grube voller Dämonen geworfen. Er besiegt diese Wesen im Kampf und wird anschließend von Arthurs Männern als Held verehrt. Herny erhält die Erlaubnis zu fliehen. Der weise alte Mann, jeder gut sortierte Film im Mittelalter braucht so einen Gelehrten, erkennt in Ash den Held der Prophezeiung, welcher das Land vor den Untoten rettet. Dazu muss er das Necronomicon finden, im Gegenzug wird er in seine Zeit zurückgeschickt.

Natürlich läuft mal wieder alles schief und durch einige unglückliche Fügungen wird eine gewaltige Armee von Untoten beschworen, die es nun zu bekämpfen gilt. Außerdem sorgt ein böser Doppelgänger von Ash für viel Ärger.

Armee der Finsternis gehört für mich zu der Sorte Film die ich mir immer wieder ansehen kann, ohne mich je zu langweilen. Dies liegt unter anderem an dem recht kreativen Setting, den recht guten Spezialeffekten und den relativ guten Schauspielern.

Außerdem verfügt der Film über 2 verschiedene Enden und eine wahre Flut an Schnittfassungen. Man könnte fast meinen der Film ist von Ubisoft, die sind ja Fans von sehr vielen Versionen eines Produktes.

Dann war es lange Zeit sehr still um die Evil Dead Filme, bis im Jahr 2013 die Neuinterpretation erschien.


 

Evil Dead (2013/87 bzw. 91 Minuten/Fede Alavarez/Jane Levy)

Achja das Reboot bzw. die Neuinterpretation des Klassikers. Ich mag diesen Film. Er ist zwar weniger makaber und surreal als seine Vorgänger aber dafür um ein vielfaches grausamer, was definitiv das Merkmal von Evil Dead 2013 ist.

Achja das Reboot bzw. die Neuinterpretation des Klassikers. Ich mag diesen Film. Er ist zwar weniger makaber und surreal als seine Vorgänger aber dafür um ein vielfaches grausamer, was definitiv das Merkmal von Evil Dead 2013 ist.

Der Film beginnt mit einer Frau, die durch einen Wald läuft. Sie wird von zwei Männern verfolgt. Sie wird von den beiden gefangen. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie in einem Keller an einen Pfeiler gebunden. Im Keller sind einige Menschen. Ein Mann, der Vater der jungen Frau, übergießt sie mit Benzin. Der Grund; die junge Frau ist von einem Dämon besessen (welch Überraschung). Um seine Tochter zu erlösen, zündet der Mann sie an. Sie stirbt. Film vorbei.Nein natürlich nicht. Das war die Einleitung und nun sind wir in der Gegenwart.

Fünf junge Leute, zwei Männer und drei Frauen, treffen sich bei einer Hütte im Wald um der Protagonistin Mia bei ihrem Drogenentzug zu helfen.

Bei einer Besichtigung des Hauses, laut Mia herrscht dort Verwesungsgeruch, stoßen die beiden Jungs David & Eric im Keller nicht nur auf das Buch der toten, sondern auch auf Dutzende verwesende Katzen, die von der Decke hängen.

Wie immer in Evil Dead ist einer der Protagonisten so dämlich und liest aus dem Buch vor. In diesem Fall ist es Eric. Durch das Vorlesen aus dem Buch wird ein Dämon beschworen, der nun in den Wäldern um die Hütte sein Unwesen treibt.

Nach einer missglückten Flucht von Mia wird diese vom Dämon attackiert. Der Dämon ergreift von ihr Besitz und Mia wird zurück in die Hütte gebracht.

Ab dann beginnt der wahre Horror. Eine Symphonie aus Besessenheit, Gewalt & Tod. Evil Dead 2013 überrascht mich immer wieder mit einer ungewohnten Härte, welche ich von seinen Vorgängern bisher nicht kannte. Klar die anderen Filme waren auch brutal aber dieser Film setzt im Franchise neue Maßstäbe in puncto Gewalt.

Was mir positiv auffällt, sind die kleinen Details im Film. In der Szene in der Eric durch das Necronomicon blättert sind im Hintergrund geflüsterte Warnungen zu hören oder auch der berühmte Oldsmobile Delta 88 (ein Auto), welcher in fast allen Filmen von Sam Raimi zu sehen ist.

Ich kann auch Evil Dead von 2013 empfehlen, da dieser ein sehr guter Splatterfilm ist, der zwar nicht mehr den Humor seiner Vorgänger hat aber das mit einer großen Portion Gewalt ausgleicht.


Abschließend bleibt mir nur folgendes Fazit zum Evil Dead Franchise; der erste Teil war ein experimenteller und außergewöhnlicher B-Movie Horrorfilm, an dessen Klasse, kein anderer Teil der Serie mehr rankommt. Man muss der Serie allerdings eine gewisse Kreativität zugute halten. Immerhin hat jeder Film immer etwas neues ausprobiert oder dem Franchise als ganzes ein neues Element hinzugefügt haben.

Das war’s von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal!

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