Forbidden Siren | Review

Forbidden Siren. Kaum zu glauben, dass ich mich mal bei diesem Spiel gegruselt habe. In der guten alten Zeit war halt alles anders. Herzlich willkommen zu meiner ersten Retroreview, das Format, in dem ich euch Spiele aus der PS2/Xbox/Gamecube-Ära und davor vorstelle.

Bevor ich mit der Review anfange noch eine kleine Trivia am Rande. Das Spiel wurde vom Studio Project Siren entwickelt. Die Jungs & Mädels von diesem Studio haben 5 Jahre lang nur Spiele der Siren-Reihe produziert. Tja und jetzt machen sie seit 4 Jahren nur mehr Spiele aus dem Gravity Rush Franchise. Wenn man was macht, dann aber richtig.

 

Die Handlung spielt im kleinen japanischen Dorf Hanuda und dort passiert jede Menge verrücktes Zeug. Schreie hallen durch die Nacht, der Fluss hat plötzlich rotes Wasser und der Schrei einer Sirene (das Fabelwesen, nicht die Sirene aus Silent Hill) lockt die Menschen ins rote Wasser. Kurze Zeit später tauchen sie als Shibito, lebende Tote, wieder auf.

 

Nur zehn Menschen haben noch ihren Verstand und sind nicht zu mordenden Bestien geworden. Nun liegt es am Spieler, der abwechselnd in die Rolle der zehn Personen schlüpft, die mysteriösen Hintergründe & die Ursache für diese seltsamen Ereignisse aufzudecken. Zu Beginn wirkt die Handlung noch sehr wirr & zusammenhanglos. Dies löst sich aber im Laufe des Abenteuers.

Doch egal welchen Charakter man gerade spielt, das Gameplay bleibt immer gleich. Zu beginn von jeder der 78 Episoden (da können Telltale & co noch was lernen mit ihren 5 Episoden pro Staffeln) erhält man eine simple Aufgabe. Diese reichen vom Weg von Punkt A nach Punkt B bis zum finden eines bestimmten Gegenstandes. Jedoch ist dass erreichen dieses Ziels oft alles andere als leicht. Neben der unglaublichen Tank-Steuerung (da ist sogar Resident Evil flüssig) lauern auch überall Zombies, die einem das virtuelle Leben nehmen wollen. Zwei oder drei Kontakte mit den Shibito reichen meist aus, um ins Gras zu beißen.

Eine weitere Schwierigkeit kommt oft, jedoch nicht immer, in Form des Mangels an Schuss- & anderen Waffen um den Shibito zumindest einen Kampf zu liefern. Jedoch ist Forbidden Siren nicht komplett unfair, dem Spieler steht eine übernatürliche Gabe zur Verfügung. Mithilfe dieser Gabe ist es möglich, für kurze Zeit in den Kopf eines Zombies zu schlüpfen und somit die Gegend aus seiner Sicht zu erkunden. So sieht man, welche Route der Shibito nimmt und wo er sich genau befindet. Dieses Feature ist sehr praktisch und erhöht die Überlebenschancen beträchtlich, wenn man es sinnvoll nutzt. Mithilfe der R2 Taste & den vier Symboltasten des PS2 Gamepads ist es so möglich, zwischen einzelnen Zombies zu wechseln. Aufgelockert werden die einzelnen Missionen durch das eskortieren von Personen, zB einem kleinen Mädchen und dem finden von Schlüsseln (Resident Evil & Silent Hill lassen grüßen).

Die dichte Atmosphäre von Forbidden Siren entsteht aus der nebeligen & sehr körnigen Grafik. Abgerundet wird das noch die morbide Soundkulisse. Die Inspiration lag ganz klar bei Silent Hill, was aber nichts negatives ist. Leider muss man sagen, dass die Entwickler sich beim Detailgrad nicht sehr angestrengt haben, verwaschene Texturen & potthässliche Figuren sahen auch im Jahr 2004 nicht sehr gut aus. In Kombination mit der grausigen Steuerung, sehr hackelig & man hängt gern wo fest, ergibt sich hier der wahre Horror.

Abschließend lässt sich sagen das Forbidden Siren ein relativ schlecht gealtertes Spiel, welches immer noch eine dichte Atmosphäre bietet, aber leider seinen Horror vor einigen Jahren verloren hat. Außer in puncto Gameplay. Mir gefällt der kreative Aufbau des Spiels. Es ist sehr angenehm, wenn man mal einer Zombiehorde ausweichen muss, anstatt mit einer Schrotflinte drauf zuschießen.

Und auch wenn ich mich in der Review über Spiel lustig gemacht habe, kann ich es dennoch weiterempfehlen, wer jedoch keine PS2 dafür aber eine PS3 hat der kann zu Siren: Blood Curse greifen. Dieses Spiel hat auch einen eigenen Charme.

Das wars von meiner Seite. Bis demnächst.

Release: 12.3.2004
Plattformen: PS2
Genre: Survival-Horror/Stealth
Entwickler: Project Siren & SIE Japan Studio
Publisher: SCE
USK: ab 16 Jahre

 

 

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