Halloween Special

Herzlich willkommen zu meinem Halloween Special, wenn schon Mainstream dann richtig. Zuerst wollte ich einen Exkurs über die beiden Kategorien des Horrorgenres, im Bereich der Videospiele, schreiben. Jedoch habe ich mich entschlossen ein etwas persönlicheres Thema anzusprechen und dabei die beiden großen Bereiche meines Blogs vereinen. Heute geht es um Angst. Ich stelle euch einmal mein gruseligstes Erlebnis in einem Videospiel und einmal den Film, vor welchen ich bis heute am beängstigenden finde. Viel Spaß!

Achtung Spoiler sind möglich!


 

Die Wiege – Der gruseligste Ort der Videospielwelt

Den Anfang macht das Level „Die Wiege“ aus Thief: Deadly Shadows. Über das Spiel selbst kann man sagen, dass es eines der besten Stealthspiele aller Zeiten, welches trotz Bugs über ein gutes Gameplay, eine schöne Grafik und eine äußerst düstere & gruselige Atmosphäre bietet.

Ein Level jedoch macht mich bis heute noch fertig, und auch wenn ich Deadly Shadows bereits zehn mal oder öfters durchgespielt habe, kostet es mich immer einiges an Überwindung um dieses Level zu schaffen.

Zuerst etwas Vorgeschichte zur „Wiege“ an sich. Die Wiege, im Original „The Cradle“ war früher ein Waisenhaus. Ein Kind starb dort unter mysteriösen Umständen. Dann wurde ein Teil des Hauses zu einer Irrenanstalt. Später brannte das Gebäude ab. Die Kinder wurden gerettet jedoch nicht alle Patienten des Irrenhauses. Die vermissten wurden nie gefunden.

Der Spieler sucht die Ruine des Hauses auf um Informationen über eine Hexe zu sammeln, von denen man im Spiel zwar immer wieder hört, sie jedoch nie sieht. Wenn man das Areal der Wiege betritt, überkommt einen bereits ein beklemmendes Gefühl. Die Szenerie ist abweisend und verheißt nichts Gutes. Mit Brettern vernagelte Fenster und Türen. Man kann das Gebäude nur über den Keller betreten.

Dann durchstreift man das Gebäude auf der Suche nach irgendeinem Hinweis oder Wertgegenständen, schließlich spielt man einen Dieb. Irgendwann bewegt man sich in Richtung des Dachbodens und zum ersten mal hört man etwas. Ein Rumpeln auf dem Dachboden. Wer sich nun denkt dass man das Gebäude wieder verlassen kann täuscht sich. Die Wiege lässt einen nicht mehr los.

Das Ziel der Mission ist es die Seele eines Mädchens zu befreien, welches in der Wiege gefangen ist. Jedoch wird man dabei selbst von der Wiege gefangen genommen und muss den Fluch brechen. Während der erste Teil der Mission, bevor man das Mädchen auf dem Dachboden trifft sehr beklemmend war und man nie wusste was als nächstes passiert bricht im zweiten Teil der richtige Horror aus. Die verschollenen Insassen sind leider nicht so tot, wie man es gern hätte und dabei sogar verdammt wehrhaft. Später kann/muss man sich ihnen sogar ohne Waffen stellen, was nicht sehr klug ist.

Ich muss die Entwickler wirklich loben. „Die Wiege“ ist nicht nur das gruseligste, sondern auch eines der atmosphärischsten Level, das ich jemals in einem Videospiel durchstreift habe. Hier stimmt einfach alles. Die schauerhafte Geschichte des Hauses, die Gerüchte um die Hexe, der Aufbau des Levels vom atmosphärischen Anfang bis zum Ausbruch des Grauens. Es ist einfach so unfassbar erschreckend, wenn man durch einen Gang schleicht, das Licht flackert, aus dem Schatten ertönt ein Schrei und schon bricht ein Wahnsinniger hervor. Als Dieb hält man nicht viel aus & muss flüchten oder man kämpft und riskiert ein schnelles Ende. Es ist aber auch bereits unheimlich, wenn man die Insassen nur beobachtet. Die seltsamen Bewegungen und das Gefühl, dass sie genau wissen dass man da ist, lassen einen selbst fast verrückt werden.

Bei meinem aller ersten Durchlauf von Thief: Deadly Shadows habe ich dieses Level nicht geschafft, weil es mir schlichtweg zu gruselig war. Heute schaffe ich es zwar aber dennoch grusle ich mich jedes mal dabei und bin heilfroh, wenn ich dieses Horrorhaus wieder verlassen kann.

Weiter geht es nun mit dem Horrorfilm, welchen ich bis heute am gruseligsten finde.


 

Der Exorzist – Atmosphäre & Grauen in Höchstform

Der Exorzist von 1973. Wo fange ich am besten an?

Zum ersten mal habe ich diesen Film im zarten Alter von 12 Jahren gesehen. Ich habe in der Nacht durch das TV-Programm gezappt und bin bei der Exorzist hängen geblieben. Der erste Overkill kam mit dem Gesicht des Dämons Pazuzu und die Szene, in der das kleine Mädchen Reagan kopfüber die Treppe runter läuft und Blut kotzt. Die Folge waren viele schlaflose Nächte und extreme Angst. Übrigens habe ich den Film damals nicht fertig gesehen.

In den letzten Jahren habe ich den Film immer wieder gesehen und inzwischen auch komplett. Das Gesicht des Dämons finde ich immer noch extrem gruselig. Interessant das mich ein Film, der über 40 Jahre auf dem Buckel hat, mehr gruselt als ein neuer Film wie Annabelle. Klar bei Annabelle habe ich mich auch gegruselt aber nur beim ersten mal.

Das ist für mich die große Stärke von der Exorzist. Wirkung. Das Grauen zeigt sich nicht nur im Gesicht des Dämons, sondern auch in der Machtlosigkeit der Figuren. Das kleine Mädchen Regan ist vom Dämon besessen und er ergreift immer mehr von ihr Besitz. Ihre Mutter und ihre Bediensteten können nichts gegen diese böse Macht ausrichten und wenden sich an die Kirche, welche einem Exorzismus erst nach einer Begutachtung zustimmt.

Ebenfalls müssen die Effekte gelobt werden. Wie bereits erwähnt ist die Maske des Dämons extrem gruselig. Die Farbsetzung. Die Augen. Die Zähne. Man sieht sie zwar nicht sehr oft im Film, aber diese Momente sind extrem Angst einflößend und gehören zu den Höhepunkten des Films. Auch die Maske der besessen Regan verdient eine Erwähnung. Vom süßen Mädchen zur besessen Kreatur. Man kann mit ihr eigentlich nur Mitleid haben.

Eine weitere Szene ist jene in der sich Regan mit dem Kreuz „selbst befriedigt“. Der Satz „Lass dich von Jesus ficken“ tut dabei sein übriges. Das meine ich mit Wirkung. Gotteslästerung hat man in Filmen Horrorfilmen aber eine Szene in der sich ein kleines Mädchen, welches besessen ist, mit einem Kreuz selbst verletzt ist etwas ganz anderes. Kein Wunder, das dieser Film damals eine Diskussion auslöste.

Der Exorzist hat eine Laufzeit knapp über 2 Stunden. Dabei setzt der Film auf einen langsamen Spannungsaufbau. Während man zu beginn zwar Böses ahnt jedoch nichts passiert häufen sich im weiteren Verlauf des Films die seltsamen Vorkommnisse. Seltsame Geräusche auf dem Dachboden, eine schwarze Messe in der örtlichen Kirche (man sieht das Ergebnis in einer Szene) und das immer auffälligere Verhalten von Regan. In Kombination mit dem stimmigen Soundtrack, der das langsame Grauen in Audioform ankündigt und der dichten Atmosphäre überzeugt der Film auch auf dieser Ebene.

Der Exorzist zog einige Nachfolger nach sich, von denen ich ein paar gesehen habe. Jedoch kommt keiner dieser Filme an das „Original“ ran. Generell kam für mich bisher kein Film mit Exorzismus-Thematik an diesen Klassiker heran.


Das war mein Halloween Special. Ich hoffe, es war für den einen oder anderen interessant. Wie immer freue ich mich über Feedback. Nun müsst ihr mich entschuldigen, ich muss mich wieder Titanfall 2 und World of Final Fantasy zuwenden. Bis bald!

 

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