Final Fantasy XV oder die Rückkehr der Reihe! | Review

Ein Final Fantasy für Fans und Einsteiger.

Mit diesen Worten begrüßt Entwickler/Publisher Square Enix den Spieler zu Final Fantasy XV. Nach über zehn Jahren Entwicklungszeit ist das Spiel Ende November 2016 weltweit für PS4 & Xbox One erschienen. Eins vorweg, ich bin von diesem Spiel sehr begeistert und warum das so ist erfahrt ihr jetzt.


In Final Fantasy XV übernimmt man die Rolle von Noctis Lucis Caelum, dem Kronprinzen des Königreichs Lucis. Er ist der spielbare Charakter und wird während des gesamten Abenteuers stets von seinen Freunden Ignis Scientia, Gladiolus Amicitia & Prompto Argentum begleitet und unterstützt.

Zu Beginn der Handlung sind die vier Freunde auf dem Weg nach Altissia, der Hauptstadt des Inselreiches Accordo. Noctis soll dort das Orakel Lunafreya heiraten.

Dies ist Teil eines Friedensvertrages zwischen dem Königreich Lucis, wo Noctis Vater regiert und dem Imperium Niflheim welches bereits große Teile der Welt erobert hat.

Unterwegs hat der Wagen der Gruppe, Regalia genannt, jedoch eine Panne und die Freunde stecken mitten in der Einöde bei der Werkstatt Hammerhead fest. Da die Reparatur jedoch nicht kostenlos ist und unsere adeligen Helden kein Geld bei sich haben (sie brauchten bisher auch keines) muss das Geld anders beschafft werden. So werden dem Spieler die ersten Spielmechaniken gezeigt ohne in endlosen Tutorials festzuhängen.

Nun kann der Spiele die Gegend erkunden, erste Jagdmissionen absolvieren und einige Level aufsteigen, zum Gameplay komme ich jedoch später. Sobald das Geld beschafft wurde und das Auto wieder funktionstüchtig ist geht der Roadtrip weiter zur Küste um dort eine Überfahrt zu buchen. Jedoch hat das Imperium alle Häfen gesperrt und somit ist eine Überfahrt nicht möglich. Dabei trifft die Gruppe zum ersten mal auf den mysteriösen Ardyn der im späteren Verlauf der Handlung noch eine größere Rolle einnehmen wird.

 

Nach einer Übernachtung im örtlichen Hotel erfährt die Gruppe vom Angriff des Imperiums auf Insomnia, der Heimatstadt von Noctis und Hauptstadt des Königreichs Lucis, während der Unterzeichnung des Friedensvertrages mit dem Imperium.

 

Die weitere Handlung beschreibt den Weg von Noctis als heimatloser Prinz bis zum König der Prophezeiung der die Welt retten soll. Begleitet von seinen drei Freunden und unterstützt von diversen Verbündeten macht sich Noctis auf die lange & beschwerliche Reise. Um dem Imperium etwas entgegen setzen zu können benötigt unser Held den Segen der Götter (Titan, Ramuh, Leviathan, Shiva, Bahamut, Ifrit) und die dreizehn Königswaffen, magische Waffen die nur vom König von Lucis geführt werden können.

Die Geschichte ist sehr spannend, wartet mit einigen gut geschriebenen Wendungen auf und wird allgemein als Roadtrip beschrieben. Mit Roadtrip meine ich das man gut die erste Hälfte des Spiels auf der Straße befindet und einem die ganze Welt offen steht. Das führt mich zu den Nebenquests die wirklich umfangreich und abwechslungsreich ausgefallen sind. Von charakterbezogenen Quests über Jagdmissionen (das Erlegen von besonderen Monstern) bis hin zu Botengängen für verschiedene Personen. Für jede erledigte Mission erhält man Gil (die Währung des Spiels), Erfahrungspunkte und manchmal Gegenstände als Belohnung.


Jedoch erhält man nicht nur bestandene Quests, sondern auch für gewonnene Kämpfe Erfahrungspunkte und das führt uns zum Gameplay, angefangen mit dem Kampfsystem.

Gekämpft wird in Echtzeit und auf offenem Feld, sprich es gibt keine separaten Kampfarenen mehr wie in früheren Teilen. Im Kampf steuert man, wie auch im restlichen Spiel, Noctis der ein hervorragender Allround-Kämpfer ist. Die übrigen Figuren agieren selbstständig und das tun sie sehr intelligent. Sie greifen an, unterstützen den Spieler wenn es angebracht ist und heilen sich selbst wenn die Lebenspunkte auf Null sinken. An dieser Stelle muss ich eine Neuerung erwähnen, wenn die Lebenspunkte einer Figur auf Null fallen geht diese in den kritischen Bereich über. Nun hat der Spieler etwas Zeit die Lebenspunkte wiederaufzüllen damit die jeweilige Figur wieder weiterkämpfen kann.

Im Kampf kommen verschiedene Waffenarten zum Einsatz. Neben Schwertern (Einhand- und Zweihandschwertern), Dolchen und Speeren gibt es Schilde, Schusswaffen, Maschinen (zb eine Autoarmbrust), Magie (die man sich selbst erstellt aus den drei Elementen Feuer, Eis & Blitz) und die Königswaffen. Jede dieser Waffengattungen verfügt über ein paar Unterkategorien.

Im Kampf kann man jederzeit die Ausrüstung der Figuren wechseln um die verschiedenen Schwächen der Gegner effektiv ausnutzen können. Ich halte das für eine gute Idee da jeder Gegner andere Schwächen gegen verschiedene Waffenarten bzw. Elemente hat. Man kann jedoch nicht nur die Ausrüstung von Noctis, sondern auch die von den Gefährten ändern.

Jeder der drei Gefährten kann zwei Waffenarten und einen Zauber nutzen die, die jeweilige Figur auch selbstständig und sinnvoll einsetzt.

Abseits des Kampfes kann man einigen Nebenbeschäftigungen nachgehen. So kann man sich beispielsweise sehr lange mit Chocobos, gelben Reitvögeln, beschäftigen. Diese Tiere stellen eine gute Alternative zum Auto dar und eignen sich ideal für ein Rennen. Es besteht auch die Möglichkeit sich an einem Flipperautomaten zu vergnügen oder zu Angeln. Das Angeln führt uns zu den Talenten. Jeder der vier Freunde verfügt über ein Talent welches mal mehr mal weniger nützlich ist. Noctis angelt sehr gerne während Gladiolus sehr gut im fährtenlesen ist und manchmal Gegenstände findet. Ignis kann sehr gut kochen und entdeckt im Laufe des Abenteuers neue Rezepte. Prompto fotografiert sehr gerne, man kann seine Schnappschüsse speichern und so verschiedene Andenken an die Reise haben.

Nach dem ganzen Kämpfen & Quests absolvieren hat man einen großen Haufen Erfahrungspunkte angehäuft. Diese Punkte werden an den verschiedenen Rastplätzen auf die Protagonisten verteilt. Rasten kann man im Freien (Zelten und die Speisen von Ignis genießen) oder in Hotels/Wohnwägen/Schlafwägen in Zügen. Für jeden Stufenanstieg gibt es Fertigkeitspunkte (FP) die man in verschiedenen Kategorien ausgeben kann. Entweder kann man die Fähigkeiten Noctis von Verbessern oder man verbessert die Fähigkeiten der Gefährten bzw. kauft passive Fähigkeiten die einem FP & Erfahrungspunkte gewähren.


Genug davon wie sich Final Fantasy XV spielt. Kommen wir dazu wie das Spiel aussieht. Die Grafik ist der Wahnsinn. Das Spiel sieht wunderbar aus mit nur leichten Macken wobei ich hier nur die Haare der Figuren wirklich kritisieren kann. In gewissen Szenen sehen die Frisuren der Figuren nicht wirklich gut aus. Der Rest der Charaktermodelle ist jedoch sehr detailliert und sieht wunderbar aus. Gerade Kleinigkeiten wie die Narben von Gladiolus oder die Sommersprossen von Prompto lassen die Figuren sehr realistisch aussehen.

Eos, die Spielwelt, sieht fantastisch aus. Der Stil ist eine Mischung aus einer realistischen Welt (die über weite Strecken unserer ähnelt) mit typischen Elementen aus dem Final Fantasy Universum was die Flora & Fauna angeht. Überall gibt es hübsche Details und fantastische Panoramen. Besonders die Gegend Duscae mit den dichten Wäldern, den weitläufigen Sümpfen und der schier endlosen Straße hat es mir besonders angetan.

Das Design der Monster und Tiere ist sehr abwechslungsreich. Von eher langweiligen Wesen wie die Granulas & imperialen Soldaten bis hin zu den abgefahrenen Monstern wie der Morbol, die spinnenartigen Monster und den Untoten ist alles dabei.

Mein absolutes Highlight sind jedoch die Esper/Götter. Es gibt nur sechs dieser übermächtigen Wesen aber diese sehen unglaublich toll aus. Besonders Titan und Leviathan sind der absolute Wahnsinn. Immer wenn, diese beiden Wesen auftreten, bekomme ich eine Gänsehaut. Es kommt selten vor das mich Wesen/Monster in einem Videospiel so sehr beeindrucken wie in Final Fantasy XV. Die Kämpfe gegen Titan & Leviathan gehören zu meinen liebsten Momenten im gesamten Spiel.

Zusammengefasst kann man sagen dass, die Grafik sehr schön & detailliert ist. Hier und da gibt es zwar die üblichen Schwächen die jedes Open-World Rollenspiel hat (Bugs, seltsame Bewegungen der Figuren oder eine eigentümliche Kollision der Polygone) aber im Vergleich zur Konkurrenz ist es hier eher verschmerzbar. Besonders wenn, man bedenkt, das Final Fantasy XV das erste Open-World RPG von Square Enix ist.


Auch auf akustischer Ebene gibt es was auf die Ohren. Eine der größten Stärken von Square Enix war schon immer die Klanguntermalung von Videospielen. Jede Situation im Spiel wird Ideal unterlegt. Von ruhigen Stücken bei den Rastplätzen über traurige Musik, wenn Verluste beklagt werden müssen, bis zu den epischen Klängen in den Kämpfen ist alles dabei was dass Fan-Herz höher schlagen lässt.

Wenn man im Auto unterwegs kann man den Soundtracks der alten Final Fantasy Titeln lauschen, diese können im Spiel um je hundert Gil erworben werden, oder die Playlist von Noctis erforschen. Ich persönlich ziehe die Soundtracks der Playlist um Längen vor da ich ein großer Fan der Final Fantasy Soundtracks bin.

Die Synchronisation ist sehr gut. Ich habe das Spiel auf Deutsch, Englisch & Japanisch gespielt. Jeder der drei Synchronsprachen ist sehr gut gelungen wobei Deutsch die schwächste Fassung ist, weil es unter anderem einfach so ungewohnt ist die Figuren in einem FF-Spiel Deutsch sprechen zu hören.

Japanisch geht auch in Ordnung aber wie schon in Final Fantasy Type-0 HD ist der Funke nie ganz übergesprungen. Offenbar begeistern mich japanische Synchronisationen nur in Spielen der Tales of Reihe.

Die englische Sprachausgabe ist ganz klar die beste. Gladiolus hat eine tiefe Stimme, passend zu seiner Rolle als Krieger während der flippige Prompto eine etwas höhere Stimme hat. Noctis & Ignis, die eher die Denker der haben ruhige Stimmen zeigen aber auch Emotionen wenn es sein muss. Aber auch die Nebencharaktere wurden sehr gut & glaubwürdig vertont.


Final Fantasy XV ist meiner Meinung der beste Teil der Reihe seit Final Fantasy IX. Bis auf ein paar Kleinigkeiten liefert Square ein rundes Komplettpaket ab das sowohl Einsteiger als auch alte Fans in seinen Bann ziehen kann. Das Kampfsystem geht super von der Hand und sorgt für viel Dynamik in den Kämpfen, die Charaktere sind sehr gut geschrieben und wachsen einem im Laufe der Handlung sehr ans Herz. Grafik & Soundtrack sind wissen zu gefallen und auch auf technischer Ebene überzeugt das Spiel. Meine Fanschaft zu Final Fantasy ist wieder entbrannt und ich freue mich auf die Zukunft der Reihe.

Wertung:
Handlung:  • • • • •
Gameplay: • • • • •
Grafik & Technik: • • • • •
Soundtrack: • • • • •
Wertung: 20 von 20 Punkten.
Note: Empfehlenswert!
Release: 29.11.2016
Plattformen: Playstation 4, Xbox One
Genre: Rollenspiel
Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix
USK: ab 12 Jahre

Hier geht es zu weiteren Final Fantasy Reviews:

Spielereview #9: World of Final Fantasy

Spielereview #10: Final Fantasy Type 0 HD

1 Kommentar

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