Exists | Review


 


Exists ist ein found footage Horrorfilm aus den USA. Der Film erschien 2014 und behandelt den Mythos um die Existenz des Bigfoots (von daher auch der Titel). Da dies noch eine relativ unverbrauchte Materie ist, war ich auf den Film neugierig. Ob sich der Streifen lohnt, erfahrt ihr jetzt.


Die Handlung dreht sich um die fünf Freunde Brian (Chris Osborn) und Matt (Samuel Davis und im Film sind die ersteren Brüder), Dora (gespielt von Dora Madison Burge & die Freundin von Matt im Film) sowie Todd (Roger Edwards) und Elizabeth (Denise Williamson).

Die Gruppe ist auf dem Weg zu einer Hütte, die im Besitz von Bob dem Onkel der beiden Brüder ist, um dort zu Campen. Auf ihrem Weg zur Hütte fährt Matt irgendein Tier an. Trotz einer kurzen Untersuchung bleibt unklar was für ein Tier das war.

Da die Hütte von Onkel Bob in einem desaströsen Zustand ist, verbringen die Freunde die Nacht im Auto. Dabei scheinen sie von irgendwas beobachtet zu werden. Im Laufe der nächsten Tage häufen sich die seltsamen Ereignisse. Das Auto wird in der Nacht zerstört, eine Kreatur wird dabei beobachtet wie sie durch das Unterholz flitzt und es ist Geheul, fast wie ein Weinen, zu hören. Als die Gruppe schließlich Bigfoot bei der Hütte erblickt beschließt Matt am nächsten Morgen mit dem Fahrrad zurück in die Zivilisation zu fahren um Hilfe zu holen.

Der Rest des Films handelt vom Kampf gegen den Bigfoot welcher sich einen nach dem anderen holt und scheinbar unaufhaltsam ist. Ich mag die Handlung des Films. Sie ist recht simpel aber spannend geschrieben und hat einen gut platzierten Twist der erklärt, warum die Protagonisten angegriffen werden.


Das schwierige an found footage Filmen ist die Glaubwürdigkeit der Schauspieler. Schließlich wird einem diese Art von Film als reale Videoaufnahme verkauft. Bei diesem Streifen gelingt dieser Kniff sehr gut. Die Schauspieler reagieren authentisch und nachvollziehbar auf die verschiedenen Situationen im Film.
Zum Beispiel wenn es darum geht die Hütte zu sichern um wenigstens ein bisschen Schutz vor dem Monster zu haben oder auf der späteren Flucht immer ein mögliches Versteckt zu finden.

Natürlichen dürfen die Stereotypen des Genres nicht fehlen. In diesem Fall haben wir einen Kiffer (zumindest ein Jolly wird geraucht) und einen Afroamerikaner der leider das Schema F Schicksal erleidet. Gewürzt wird das ganze mit simplen Dialogen.


Ein großes Lob an diesem Film erhält die Kameraarbeit. Diese ist dank Go-Pros sehr dynamisch und zeigt die Szene aus mehreren Blickwinkeln. Was ebenfalls erwähnt werden muss ist das Head-Bobbing, also das Wackeln des Bildes wenn die Figuren eine Helmkamera verwenden. Dies erzeugt in Szenen wo die Protagonisten vom Bigfoot verfolgt werden ein Gefühl der Spannung. Die Kreatur ist nie ganz im Fokus aber man sieht den Schemen und dass, das Monster immer näher kommt.

Die Kameraarbeit ist ohnehin eine der größten stärken der found footage Filme. Da in diesen die Kameras oft von den Protagonisten getragen werden ist die Szenerie wesentlich dynamischer dargestellt und nicht so starr wie in anderen Filmen. Das ist auch einer der Gründe warum ich den Film JeruZalem mag, so am Rande erwähnt.

Außerdem muss ich das Kostüm des Bigfoots loben welches sehr realistisch und hochwertig aussieht. Man kann dadurch das Gefühl empfinden einen echten Riesenaffen zu sehen der extrem angefressen ist.


Exists verzichtet weitestgehend auf einen Soundtrack. Es werden zu Beginn zwar Samples von Songs eingespielt, jedoch sollen diese die heitere Stimmung am Anfang unterstreichen. Im weiteren Verlauf des Films setzt Exists auf eine natürliche Geräuschkulisse.

Das Gehäul/Geräusch des Bigfoot, die natürlichen Laute des Waldes oder die Geräusche die von den Protagonisten verursacht werden stehen im Vordergrund und tragen zur Atmosphäre bei. Hier wurde viel auf eine authentische Soundkulisse gesetzt.


Zusammengefasst ist Exists ein gelungener found footage Horrorfilm der überzeugt. Die Handlung ist gut & spannend geschrieben und auch die Schauspieler wissen zu gefallen. Meine einzigen Kritikpunkte an diesem Film sind die etwas zu kurz geratene Laufzeit (es wird nicht mal das klassische 90 Minuten Format erreicht), die Stereotypen des Genres welche ein zu vorhersehbares Schicksal erleiden sowie das Fehlen eines markanten Titelthemas wie es im Horrorgenre üblich ist.
Wer bisher noch nicht viel mit den found footage Filmen anfangen konnte, sollte sich Exists ansehen da dieser zu den besseren Vertretern des Genres gehört. Für Horrorfans lohnt sich der Film auf jeden Fall.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Wertung:

Handlung: • • •

Cast: • • • •

Effekte & Technik: • • • • •

Soundtrack & Synchronisation: • • •

Wertung: 15 von 20 Punkten

Note: Gut

Filmdaten:

Originaltitel: Exists

Deutscher Titel: Exists – Die Bigfoot-Legende lebt!

Produktionsland: USA

Originalsprache: Englisch

Laufzeit: 86 Minuten

Erscheinungsjahr: 2014

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