Resident Evil 7 oder eine neue Hoffnung?! | Review

Mit Resident Evil 7: Biohazard besinnt sich Capcom auf seine Wurzeln zurück. Ob diese Rückkehr geglückt erfahrt ihr jetzt!



Man schlüpft in die Rolle von Ethan Winters, dem ersten Protagonisten der Reihe welcher über keine militärische Ausbildung verfügt jedoch talentiert im Umgang mit Schusswaffen ist.
Ethan sucht seine Frau Mia die vor einigen Jahren spurlos verschwunden ist aber nun eine Botschaft an Ethan geschickt hat. Mit dem Wissen das seine Frau noch lebt macht sich unser Held auf die Suche nach ihr. Dabei führt ihn die Spur in die Sümpfe von Louisiana.
An seinem Zielort entdeckt er ein altes „Spukhaus“ und gerät an die Familie Baker. Diese nimmt Ethan gefangen & foltert ihn (ein bisschen). Ethan kann sich befreien und will vom Land der Bakers fliehen. Dies ist leichter gesagt als getan denn die Bakers verfügen über seltsame Fähigkeiten & scheine schier unbesiegbar.

Die Inszenierung der Geschichte ist sehr spannend und bietet ein klassisches Resident Evil-Szenario. Dabei wechselt das Setting von klassischem Grusel(wusel) zu hartem psychedelischen Splatter. Das mag zu beginn etwas befremdlich sein jedoch gewöhnt man sich relativ schnell an diese Wechsel.

 

Die Geschichte selbst erzählt sich hauptsächlich durch das lesen zwischen den Zeilen (durch Tagebücher, Berichte, etc.) da die Dialoge nicht gut geschrieben sind.


Beim Gameplay beschreitet Entwickler Capcom einen neuen Weg und macht RE 7 zu einem „Ego-Shooter“. Ich halte die Ego-Perspektive für eine sehr gute Idee da so die Immersion verstärkt wird tief in den Horror einzutauchen. In Kombination mit der Tatsache das man nie Ethans Gesicht sieht, ergibt das eine gelungene Mischung.
Den Schwierigkeitsgrad würde ich als gemäßigt bezeichnen. Es gibt gerade zu Beginn einige knifflige Stellen jedoch gibt es im Spiel genügend Ressourcen um alles zu überstehen. Natürlich unter der Voraussetzung das man gut haushalten kann & das etwas schwammige Zielsystem meistert, was aber möglich ist.
Was mir sehr gefallen hat ist die Rückbesinnung auf alte Spielmechaniken. So spielt das Finden & kombinieren von Gegenständen, ein schönes Crafting-System für Munition & Heilgegenstände, das Nutzen diverser Schlüssel & der Survival-Aspekt wieder eine größere Rolle. Was mir daran gefällt ist die Möglichkeit der Flucht, weil nicht jeder Kampf ausgetragen werden muss.
Dabei kommt einem die eher dumme K.I. der Feinde zu Hilfe. Es gibt im großen & ganzen Spiel nur 4 Arten von Feinden die jedoch alle ein eigenes Schema haben um beseitigt zu werden.

Was mich eher belustigt als stört ist die Möglichkeit gewisse Feinde in Räumen einzusperren da diese keine Türen öffnen können auch wenn sie es versuchen.


Grafisch ist RE 7 so eine Sache. Auf den ersten Blick sieht das Spiel fantastisch aus. Die Setzung von Licht & Schatten ist hervorragend gelungen & trägt zur Gruselatmosphäre bei.
Auf den zweiten Blick erkennt man einige Kleinigkeiten die nicht so schön sind. Schwammige Texturen (besonders an Türen), billig wirkende Animationen (Feuer & Insekten) & 2D Gras.
Dem gegenüber stehen schöne Charaktermodelle, ein abartiges (und kreatives) Gegnerdesign sowie schön gestaltete Innenbereiche. Hier sei besonders das Haupthaus erwähnt welches viele nette Details bietet. Bis auf die Türen.
Bei der Grafik bin ich wirklich gespalten. Auf der einen Seite mag ich sie & freue mich über nette Details, z. B. Hautuhreinheiten im Gesicht von Papa Baker, andererseits stören die matschigen Texturen.

Grafik mag nicht alles sein aber besonders bei einem Horrorspiel ist sie wichtig um das Grauen zu vermitteln. Man muss jedoch sagen das die grafische Gestaltung durchaus gelungen ist bis auf die oben genannten Ausnahmen.


War die deutsche Synchronisation im sechsten Resident Evil noch eher durchwachsen so weiß sie im siebten Teil schon mehr zu gefallen.
Es gibt zwar nur wenige Dialoge im Spiel, Ethan sagt meistens nur „Mia“, „Fuck“ & „Leck mich am Arsch“ aber diese machen Spaß zuzuhören dank guter Sprecher aber die Dialoge treiben erst gegen Ende des Spiels die Handlung wirklich voran.

Ein Lob geht an den Soundtrack. Dieser vermittelt Spannung & unterstreicht gleichzeitig die Schockmomente über die Resident Evil 7 auch verfügt. Es ist sehr wirksam eine Tür zu öffnen, ein Mitglied der Bakers zu sehen & das mit einem akustischen Effekt (z. B. mit einem Streichinstrument) zu untermalen.


Resident Evil 7 mag seine Probleme haben ist aber im Kern ein solides & äußerst unterhaltsames Horrorspiel. Der neue Weg der Reihe, gewürzt mit der Rückbesinnung auf klassische Elemente, gefällt mir sehr und ich bin gespannt wie sich die Reihe jetzt entwickeln wird.

Ich freue mich schon auf den DLC „Not a Hero“ und werde mich dazu äußern.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal.

Wertung:
Handlung:  • • • •
Gameplay: • • • • •
Grafik & Technik: • • • •
Soundtrack: • • • • •
Wertung: 18 von 20 Punkten.
Note: Empfehlenswert!
Release: 24.01.2017
Plattformen: Playstation 4, Xbox One, PC
Genre: Rollenspiel
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
USK: ab 18 Jahre
4 Kommentare

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