Resident Evil: The final Chapter oder ein würdiger Abschluß?! Filmreview #15 von Patrick Stigler

Achja die Resident Evil Filme. Während die ersten beiden Filme noch ganz okay waren ging es ab Teil drei rasant Berg ab. Ich wollte dem letzten(?) Film aus dieser fragwürdigen Tetralogie jedoch eine Chance geben. Ob es sich gelohnt hat erfahrt ihr jetzt.


Der Film beginnt mit einer Rückblende in der die Vorgeschichte des Films kurz zusammengefasst wird.

Danach springt die Handlung nach Washington DC. Eine vermummte Figur steigt aus einem unterirdischen Bunker herauf. Es handelt sich dabei um Alice (Milla Jovovich) die Heldin der vorigen Filme. Prompt wird sie in einen Kampf gegen einige Mutanten verwickelt den sie jedoch überlebt.
Danach wird es Zeit für Exposition. Die Reste der Umbrella Corp. planen die letzten Siedlungen der Menschheit zu vernichten & unter Tage die Apokalypse auszusitzen um danach eine neue Welt zu errichten. Alice muss innerhalb von 48 h zum Hive, das Labor aus dem ersten Film, und das dort gelagerte Anti-Virus freisetzen. Nur so kann die Welt gerettet werden.
Mir ist jedoch nicht klar, warum gerade jetzt die Menschheit sterben soll wenn sich die Filme über einen Zeitraum von zehn Jahren erstrecken. Keine Zeit für lange Erklärungen. Alice muss nach Racoon City & zum Hive um die Katastrophe zu verhindern.

Dabei kommt ihr der totgeglaubte Jorah Mormont, nein es ist Dr. Isaacs (Iain Glen), in die Quere. Nach einigen Kämpfen erreicht Alice schließlich die Ruinen von Racoon City.
Dort trifft sie auf andere Überlebende, unter ihnen Claire Redfield (Ruby Rose), welche man aus den Vorgängern kennt, mit denen sie sich auf den Weg zum Hive macht. Die letzte Schlacht gegen Dr Isaacs & Mr. Cool, Albert Wesker (Shawn Roberts), beginnt.

Was jetzt als gute Geschichte durchgehen könnte steckt voller Logiklöcher, ohne wirklichen roten Faden aber mit einer langsam ansteigenden Spannungskurve. Das Tempo ist sehr hoch wird jedoch durch belanglose Dialoge ausgebremst.


Die Leistung der drei Hauptrollen, Milla Jovovich als Alice, Ruby Rose als Claire Redfield und Ian Glen als Dr. Isaacs kann man durchaus als gelungen bezeichnen, sofern man von den grauenhaften Dialogen absieht. Besonders Milla Jovovich kehrt in ihre Paraderolle als knallharte Actionheldin zurück die einfach jede Situation überlebt. Leider wirkt die Rolle nach inzwischen sechs Filmen doch schon dezent ausgelutscht.

Ian Glen tritt in einer Doppelrolle auf. Einerseits als religiöser Fanatiker (der ideal zu den X-Men passen würde), andererseits als eiskaltes Vorstandsmitglied von Umbrella.

Shawn Roberts spielt zwar einen überzeugenden Albert Wesker, cool auszusehen und böse ist zwar keine große Kunst, jedoch ist er in diesem Film nicht mehr als der Sidekick des eigentlichen Schurken.

Ruby Rose spielt mit Claire Redfield eine alte Kampfgefährtin von Alice jedoch hat sie das gleiche Problem wie Wesker. Sie ist nur eine Gehilfin, in diesem Fall die der Heldin.

Der Rest der Figuren mit Namen (oder auch ohne) ist im Grund das was das Bravo-Team aus Resident Evil 1 & 0 ist. Ein Haufen Nebencharaktere die nur da sind um den Deathcount nach oben zu treiben.


Resident Evil: The final Chapter hat ein sehr hohes Tempo und das muss für einen Actionfilm auch so sein. Die Kampfszenen sind sehr gut choreografiert und besonders die Nahkämpfe sehen echt gut aus. Hier seien alle Kämpfe zwischen Isaacs und Alice erwähnt welche ein bisschen an Matrix erinnern.

Die Zombies selbst sehen ganz okay aus ebenso wie die restlichen Mutanten. Man merkt dem Film das kleinere Budget sehr an. Das fällt auch bei den Effekten auf. Viele Stellen im Film wirken sehr verpixelt, besonders die „Flammensäule“ in der Schlacht bei Racoon City, und auch das 3D will nicht so zünden wie erhofft.

Positiv fällt die Kameraarbeit auf. Viele Schnitte sorgen für das oben erwähnte hohe Tempo und zeigen auch so manches beeindruckende Szenenbild. Leider wird das Tempo durch die zähen Dialoge immer wieder unterbrochen.


Wie schon ein paar mal erwähnt sind die Dialoge in diesem Film nicht gut geschrieben. Viele Twists und Gespräche wirken einfach belanglos, aufgesetzt und tragen kaum etwas zum Geschehen bei. Die Synchronsprecher selbst machen ihre Arbeit ganz gut aber gute Sprecher können ein schlechtes Skript nicht retten.

Positiv zu erwähnen wäre der Soundtrack welcher mal als orchestraler Klang und dann wieder als treibendes Stück daher kommt um die verschiedenen Szenen ideal zu untermalen. Besonders die brutalen Kämpfe profitieren vom Soundtrack.


Der (hoffentlich) letzte Resident Evil ist wie der Rest dieser Reihe von eher minderer Qualität und bekommt von mir keine Empfehlung. Hier haben wir es mit einer schlechten Umsetzung einer Videospielreihe zu tun die gerade ein grandioses Comeback feiert. Wäre dieser Film nicht mit dem Präfix Resident Evil erschienen hätte man ihn als trashigen Zombiefilm sehen können aber als Videospielverfilmung haben wir es hier mit einem Reinfall zu tun.

Das war’s von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal!

Wertung:

Handlung: • •

Cast: • • • •

Effekte & Technik: • • • •

Soundtrack & Synchronisation: • • •

Wertung: 13 von 20 Punkten

Note: Mittelmaß

Filmdaten:

Originaltitel: Resident Evil: The final Chapter

Deutscher Titel: Resident Evil: The final Chapter

Produktionsland: USA

Originalsprache: Englisch

Laufzeit: 107Minuten

Erscheinungsjahr: 2016


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