Exkurs: Rob Zombies Horrorfilme | Gedankenspiel

Aloha! Dieser Beitrag ist eine Fortsetzung zur 31 Review, die ich vor einiger Zeit geschrieben habe. Heute bespreche ich kurz die Horrorfilme von Rob Zombie. Folgende Filme werden heute vorgestellt:


* Haus der 1000 Leichen

* Devils Reject

* Halloween 1

* Halloween 2

* The Lords of Salem

31 werde ich an dieser Stelle nur verlinken, da eine doppelte Besprechung keinen Sinn macht und nun viel Spaß mit diesem Exkurs!


 

 

Haus der 1000 Leichen – 2003/LZ: 88 Min. (NTSC), 83 Min. (PAL Cut), 85 Min. (PAL Uncut)/Indiziert


Der erste
Rob Zombie Film, den ich gesehen habe, und ich schaue ihn echt gerne. Nüchtern betrachtet ist der Film nicht wirklich gut, hat aber einen ganzen eigenen & seltsamen Charme. Für den Film sprechen der Soundtrack, die solide Leistung der Schauspieler & die teilweise echt coolen Effekte. Negativ fallen die etwas abstruse Handlung, eine Gruppe von jungen Leuten wird abgeschlachtet, sowie der allgemein präsente Trashfaktor auf.


 

The Devil’s Rejects – 2005/LZ: 109 Min./FSK 18

Das ist die direkte Fortsetzung zu Haus der 1000 Leichen. War der Vorgänger noch einigermaßen lustig, so haben wir es hier mit einem ernsten & sehr brutalen Horrorfilm zu tun. Interessant ist der Rollentausch des Films. So wird die Mörderfamilie Firefly zu den Opfern, mit zweifelhaften Methoden und aus dem Sheriff der gnadenlose Jäger. Die Leistung der Schauspieler überzeugt & allgemein wirkt dieser Film um einiges hochwertiger. Schade, dass mit dem Ende des Films ein dritter Teil unmöglich wird, sofern es kein Prequel ist.


 

Halloween 1 – 2007/LZ: 105 Min. (Uncut Kinoversion)/116 Min. (Directors Cut)/110 Min. (Blu-Ray)/FSK: Keine Jugendfreigabe bzw. Indiziert)

Jetzt wird es schwierig, da ich bei
Halloween gespalten bin. Es gibt 2 Versionen (3 mit der Kinoversion die ich nicht kenne) von diesem Film und so habe ich zwei Meinungen zu diesem Film, beide sind aber eher negativ. Zum einen gibt es die normale Uncut Version, bei der wir es mit einem blutigen Slasher zu tun haben welcher den Geist des Originals weit verfehlt.

Zum anderen gibt es den Directors Cut, den ich zutiefst verabscheue und das hat einen, für mich, guten Grund. Ich hasse Vergewaltigungen in Horrorfilmen. Ja es gibt ein eigenes Genre dafür, Rape & Revenge Film, aber da weiß ich, was mich erwartet. In einem Teenie-Slasher Film will ich so was nicht sehen.


 

Halloween 2 – 2009 – LZ: 101 Min. (Kinofassung), 112 Min. (FSK Fassung), 114 Min. (SPIO/JK Fassung), 115 Min. (uncut) FSK: Keine Jungendfreigabe bzw. Indiziert

Hierbei handelt es sich um die direkte Fortsetzung von Halloween 1. Leider wurde der Film nicht besser, sondern schlechter. Die unheimliche Atmosphäre der ersten Teile konnte nicht erreicht werden dafür gibt es noch mehr brutale Morde & stumpfe Gewalt. Das wir es hier mit einem stumpfen Slasherfilm zu tun haben ist noch verschmerzbar, aber zwei Aspekte an diesem Film stören mich gewaltig.


1. Michael Myers spricht. Das wohl größte Sakrileg des gesamten Franchise & eine sehr dumme Entscheidung, was die Atmosphäre angeht. Michael ist der schwarze Mann ohne Gesicht & Stimme. Wenn das böse spricht, verliert es einen Teil seiner Macht.

2. Ich habe es schon angemerkt. Man sieht Michael ohne Maske, was ihn nun komplett uninteressant & nicht mehr gruselig macht.

In Kombination mit einer angedeuteten Vergewaltigung bilden Halloween 1 & 2 den Bodensatz der Rob Zombie Filme.


 

The Lords of Salem – 2012/LZ: 101 Minuten/FSK 16


Nachdem ich über die letzten Filme nur gemeckert habe, wird es nun wieder positiver. Bei
Lords of Salem handelt es sich um einen Horrorfilm mit Hexen-Thematik, was schon relativ kreativ ist. Handlungsort ist die Stadt Salem in den USA, welche durch die Hexenprozesse traurige Bekanntheit erlangte und auch der Handlungsort des Videospiels Murdered Soul Suspect ist.
Der Film setzt auf ein gemächliches Tempo und lässt das Grauen sich langsam entfalten. Dabei verschwimmt die Grenze zwischen Realität & Wahnsinn für die Protagonistin immer weiter bis zum grausigen, psychedelischen Höhepunkt. Dabei wird auf die genretypischen Jump-Scares verzichtet und mehr auf Atmosphäre, die Leistung der Schauspieler und dem Spiel mit Kameraschnitten sowie Effekten gearbeitet.


Zusammengefasst ist die Filmografie der Rob Zombie Horrorfilme zwar durchwachsen aber großteils sehenswert. Bis auf Halloween 1 & 2 kann ich jeden der vorgestellten Filme empfehlen. Es sei noch angemerkt, dass Rob Zombie an weiteren Filmen mitgewirkt hat, jedoch würde es den Rahmen sprengen diese vorzustellen und schließlich ging es heute um die R.B. Horrorfilme.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal wieder!

6 Kommentare
  1. Guter Artikel….vielleicht hätt ich doch nicht als ersten Film von ihm Halloween schauen sollen weil seitdem hab ich keinen mehr von ihm geschaut 😉 (ich weiß allerdings nicht welche Version ich gesehen habe)! Aber dank dieser Rezension bin ich direkt gewillt Herrn Zombie noch eine Chance zu geben ;-)!

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