Meine Meinung zu 1-2 Switch [Autor: Felix Neumaier] | Gedankenspiel

Das Spielprinzip in 1-2 Switch ist ganz einfach. 1-2 Switch ist für die Nintendo Switch, was Wii Sports für die Wii und Nintendo Land für die Wii U war. Eine Minispielsammlung als Präsentation für die technischen Möglichkeiten der neuen Konsole. Genauer gesagt, für die Fähigkeiten der Joy-Cons. Denn die stehen bei 1-2 Switch im Mittelpunkt. Zwei, manchmal auch mehr, Spieler battlen sich damit in insgesamt 28 mehr oder weniger kuriosen Minispielen. Da wollen zum Beispiel Schatztruhen aus Ketten befreit, Safes geknackt oder Gorilla Bewegungen im Rhythmus absolviert werden. Das alles dauert jeweils meist nicht länger als zwei Minuten, wenn überhaupt. Das Menü, in dem man durch die Spiele scrollt, sieht zwar nett aus, allerdings hätte ich es mir etwas übersichtlicher gewünscht. Zu jedem Spiel gibt es ein hübsch gemachtes und ausführliches Vorstellungsvideo, das man sich jederzeit angucken kann. Doch keine Sorge, die meisten der 28 Minigames funktionieren recht einfach, sodass man schon nach dem ersten Versuch den Dreh raus hat.

Die Steuerung und die Features haben mir sehr gut gefallen. Hier möchte ich besonders die HD-Rumble Funktion hervorheben. Am Anfang dachte ich mir, dass das niemals funktionieren könnte, doch ich wurde eines Besseren belehrt worden. Dieses Feature hat mich wirklich umgehauen, weil es einfach sehr gut funktioniert. Weniger toll ist dagegen die Bewegungssteuerung bei hektischen und schnellen Spielen. Beim virtuellen Rasieren zum Beispiel reagiert der Controller nur verzögert auf meine Bewegungen und beim Baseball ist es schwierig zu schätzen, wann wir den Schläger genau schwingen müssen. Hier habe ich oft den Eindruck, Fuchteln sei effektiver als präzise Bewegungen.

 Man kann mit 1-2 Switch absolut viel Spaß haben. Jeder der das Spiel bei mir zu Hause ausprobiert hat, hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Besonders witzig wird es allerdings erst, wenn man das Minispiel Wettessen zockt. Es ist ebenso witzig wie bizarr ein virtuelles Baby, mit der Konsole in der Hand, in den Schlaf zu wiegen, oder zu versuchen, wilde Tanzbewegungen des anderen zu kopieren. Und auch auf Partys dürfte das Spiel besonders gut ankommen, vorausgesetzt, es ist keine zu laute Feier, denn bei vielen Spielen muss man auch auf einen bestimmten Ton achten, zum Beispiel auf das „Feuer!“ beim Minispiel Revolverhelden.

Mangels Spielmodi, Schwierigkeitsgraden und Highscore-Listen ist aber bereits nach wenigen Runden die Motivation dahin. Meistens einigt man sich auf eine oder zwei Runden als Revanche. Man wechselt dann allerdings direkt zum nächsten Spiel und fragt sich irgendwann, ob da noch etwas kommt. Nur kommt eben nichts mehr.

Als kleines Fazit möchte ich sagen, dass das Spiel auch kostenlos der Konsole hätte beiliegen können. Denn als Vollpreistitel, empfinde ich das was hier geliefert wurde, als kleines Manko.

 

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