Nerve | Review

Nerve ist ein Thriller aus dem Jahr 2016 basierend auf dem gleichnamigen Roman. Regie führten Henry Joost & Ariel Schulmann. Mir wurde dieser Film von Zara, einer guten Freundin, empfohlen. Grüße an dich! 🙂

An der Highschool von Venus „Vee“ Delmonico (Emma Roberts) gibt es einen neuen Trend. Ein Spiel genannt Nerve, bei dem ums Bewältigen von „krassen“ Aufgaben, Follower und natürlich die Möglichkeit, Geld zu verdienen, geht. Je mehr Follower, desto anspruchsvoller die Aufgaben, was auch mehr Geld bedeutet. Was anfangs noch ein unschuldiger Spaß ist, wird bald zu einer Art Droge, von der man nicht mehr loskommt. Die steigende Menge an Geld und die wachsende Anzahl an Fans lassen Vee & ihren Partner Ian (Dave Franco) nicht mehr aussteigen. Neben Vee & Ian gibt es auch andere Player, die aktiven Teilnehmer und das Gegenstück zu den Watchern, die in die Top Ten kommen wollen.

Was als unschuldiger Teenie-Film, bei dem es um Internetruhm geht, beginnt, entwickelt sich zu einem packenden Thriller. Vee muss am Ende um ihre Freunde, ihre Familie und ihr Leben spielen.

Mich erinnert dieser Film stark an das Spiel Watch_Dogs 2 von Ubisoft, bei dem es auch Spielelement ist Ruhm zu sammeln, Geld zu verdienen und Follower zu generieren.
Die Leistung der Schauspieler gefällt sehr, ist zwar an manchen Stellen etwas hölzern, aber über die meiste Zeit des Films glaubwürdig. Was mir ebenfalls gefallen hat, ist der Umstand, dass ich keinen der Schauspieler vorher kannte. Somit wurde ich komplett überrascht und brachte die Schauspieler nicht mit anderen Rollen in Verbindung.

Der Soundtrack ist mein Highlight des Films. Die synthetischen Klänge erinnern mich stark an das Spiel Hotline Miami. Vieles an diesem Film erinnert mich an diverse Videospiele, was jedoch nichts Schlechtes ist.

In keinem anderen Film wurde bisher so stark auf die Gefahren des Internetruhms hingewiesen wie hier. Im echten Leben ist es zwar nicht so drastisch, aber die Geilheit nach Ruhm & die Geldgier verändern einen. Wenn man sich die aktuellen großen Youtuber aus z.B. Deutschland ansieht, wird man wissen, was ich meine. Schön ist übrigens auch, dass der Film nicht den moralischen Zeigefinger schwingt, sondern die Gefahren sich von selbst zeigen.

Ich denke, es ist klar, dass mir dieser Film äußerst gut gefallen hat. Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte dies schleunigst nachholen. Einen so spannenden Thriller findet man selten. Ganz klar eine Empfehlung von mir.

Wir lesen uns beim nächsten Mal wieder!

5 Kommentare
      • Wenn ich mich recht erinnere, dann müssen am Ende doch die Watcher darüber abstimmen, ob jemand getötet wird oder nicht. Da wird dann mit der ganz großen „Ihr entscheidet über ein menschliches Leben“-Keule hantiert. Auch hier: Idee grundsätzlich okay, mir war das aber zu plakativ. Das ist keine Situation, in der der Zuschauer hin- und hergerissen ist oder angeregt wird, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen, sondern in der es – moralische wie juristisch – nur eine vertretbare Option gibt. Das ist für mich ein dicker, moralischer Zeigefinger.

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