2 Punkte die ich nicht in die Wonder Woman eingebaut habe | Gedankenspiel

Ich mag Wonder Woman inzwischen sehr gerne. Durch die Comics des DC Rebirth Reboots und des genialen Realfilms von 2017 ist bei mir ein richtiges Fandom entstanden. Immerhin ist Diana Prince aka Wonder Woman eine starke Frau & großartige Heldin.

Im heutigen Beitrag möchte ich auf zwei Punkte eingehen die ich in meiner Review zum Realfilm ausgelassen habe, da dort sonst der Rahmen gesprengt worden wäre. Viel Spaß!
1. Wonder Woman ist der bessere Captain America!

2. Endlich hat jemand wieder richtig Bock ein Held zu sein!


Wonder Woman ist der bessere Captain America!
Diese Aussage war gleichzeitig meine Prognose zum Film. Wie man an der positiven Resonanz merkt, hat sich meine Aussage bestätigt.

Wonder Woman zeigt im Vergleich zu Captain America wie grausam der Krieg tatsächlich war. All das Leid, die Trauer, die Verzweiflung und der Zorn werden wesentlich glaubhafter dargestellt.

Marvel’s Film im Zeitalter der Weltkriege wirkt dagegen fast verspielt. Ein paar zerstörte Häuser zeugen noch lange nicht vom Schrecken des Krieges.

Dazu kommt eine wesentlich spannendere Geschichte die weniger auf Patriotismus, bei Captain America logisch, sondern auf persönliche Werte setzt. Der Kampf von Gut gegen Böse steht bei beiden Filmen im Fokus. Der Unterschied liegt jedoch in den Protagonisten selbst. Captain America will für sein Land kämpfen und den Krieg beenden während Wonder Woman den Krieg beenden und die gesamte Welt retten möchte. In beiden Filmen sind die Deutschen das Feindbild jedoch ist die Darstellung anders.
In Captain America sind die Deutschen böse das Feindbild als Nazis. In Hollywood ein beliebtes Klischee.
Die deutsche Armee in Wonder Woman ist der Hauptfeind an der Westfront aber die Konfliktparteien im Weltkrieg wurden im DC Kontext durch Ares beeinflusst. Das ist insofern spannend, weil somit die Kriegsschuld abgeändert wird.
Aus diesen Gründen ist Wonder Woman für mich der bessere Captain America.


Endlich hat jemand wieder Bock ein richtiger Held zu sein!
In vielen, fast schon allen, Comicverfilmungen der letzen Jahre sind die Helden grüblerische Personen. Ihre Aktivität als Superhelden nehmen diese Personen meistens wegen Schuldgefühlen oder anderen emotionalen Gründen auf.
Diana, Prinzessin von Themyscira, hingegen glaubt an Liebe & Göttlichkeit. Ihr Traum ist es seit Kindesbeinen an die Welt zu retten und eine Heldin zu sein. Man merkt dies besonders daran als Diana an der Westfront ankommt. Am liebsten hätte die Amazonenprinzessin jeder Personen in ihrem Sichtfeld geholfen.
Aber auf was will nun ich genau hinaus? Nun, es gehört inzwischen zum „guten“ Ton im Superheldenfilm keine strahlenden Helden, sondern viel mehr zweifelnde & zynische Anti-Helden zu zeigen die selbst nie ganz zu wissen scheinen, was gut oder böse ist. Ein Beispiel aus dem Marvel Cinematic Universe ist Thor. Dieser musste sich auch vom arroganten Prinzchen zum selbstlosen Helden, künftigen Thronfolger & Beschützer der Erde entwickeln. Selbst Helden wie Superman, Iron Man oder Captain America sind nicht mehr so strahlend wie früher.
Aus dieser Masse an düsteren, grüblerischen & zynischen Helden sticht Wonder Woman als strahlendes Licht heraus. Sie glaubt an Liebe, ist optimistisch und selbstlos. Ohne zu zögern, stürmt sie ein MG-Nest um ein besetztes Dorf voller unschuldiger zu retten, selbst wenn die eigentlich Mission gefährdet wird.
Somit wirkt Wonder Woman, der langsam aber sicher einsetzenden, Übersättigung entgegen die das Genre langsam heimsucht.
Somit endet der Nachtrag zu Wonder Woman und wir lesen uns beim nächsten Mal!

2 Kommentare

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