Man of Steel | Review 

Man of Steel ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 2013. Regie führte der Großartige Zack Snyder und der Film legt den Grundstein für das DC Extended Universe. Zu diesem Filmuniversum gehören auch Dawn of Justice, Suicide Squad & Wonder Woman. Viel Spaß mit meiner Review!


Der Film beginnt mit dem Ende. Krypton, Supermans Heimatwelt, steht kurz vor der Vernichtung. Jor-El (Russel Crow) möchte seinen Sohn Kal-El (Henry Carvill), den ersten auf natürlichem Weg geborene Kryptonier seit Jahrhunderten, und sein Volk retten.

Um dies zu bewerkstelligen stiehlt Jor-El den Kodex, ein Kommandoschlüssel sowie Genom aller Kryptonier, und schickt diesen zusammen mit seinem Sohn auf die Erde.
Auf der Erde angekommen wird Kal-El vom Ehepaar Martha & Jonathan aufgezogen. Sie geben ihm den Namen Clark. Im Laufe der Jahre bemerken die beiden Fähigkeiten an Clark, die nicht von dieser Welt sind.

Laut seinem Vater muss Clark diese Fähigkeiten unter allen Umständen geheim halten. Trotzdem der Bitte seines Vaters, nutzt er seine Fähigkeiten mehrmals, um Menschen zu retten.
Nach dem Tod seines Vaters, durch einen Hurrican, begibt sich Clark auf eine Weltreise, um mehr über seine Herkunft zu erfahren. Schließlich findet er ein kryptonisches Raumschiff und trifft den digitalen Geist seines echten Vaters. Dieser klärt Clark über seine Herkunft auf und bittet ihn die Brücke zwischen Kryptoniern & Menschen zu sein.

Mit seinen Fähigkeiten kann Clark so sehr viel gutes tun und ein leuchtendes Beispiel sein.
Durch die Aktivierung des Raumschiffs wird der Kryptonier Zod, der die Vernichtung seiner Welt durch eine Gefängnisstrafe überlebt hat, auf die Erde aufmerksam. Er fasst den Plan, mithilfe des Kodexes & eines Planetenwandlers seine Welt wieder zu erschaffen.
Clark entschließt sich zusammen mit dem US Militär seine Ziehheimat zu verteidigen und gegen die letzten seines Volkes zu kämpfen. Dies mündet in einer epischen Schlacht, an dessen Ende Stille herrscht. Clark Kent alias Kal-El alias Superman ist der letzte seiner Art und der Protektor der Erde.


Keine andere Comicverfilmung hat jemals so emotional & nachvollziehbar klar gemacht was es heißt übermenschliche Fähigkeiten zu besitzen. Der Film nimmt sich viel Zeit um das Dilemma von Clark zu beleuchtet. Seine Fähigkeiten liegen über allem, was ein Mensch jemals erlangen kann und er hat die Wahl seine neue Heimat zu verteidigen oder die Erde zu unterwerfen. Genauso muss man Superman porträtieren.
Der Film wird jedoch nicht nur von Superman getragen. Amy Adams schlüpft in die Rolle einer cleveren, schlagfertigen und sympathischen Lois Lane, die den Gerüchten um Superman nachgeht und es sogar schafft seine geheime Identität zu lüften.
Russel Crow spielt Jor-El, den Vater von Superman, der ein tragischer Charakter ist. Er muss seinen neugeborenen Sohn fortschicken, um ihn zu retten. Als digitaler Geist hilft er Clark viele Jahre später bis er endgültig verschwindet.

 

In der Rolle des Antagonisten General Zod sieht man Michael Shannon. Dieser spielt sehr glaubwürdig und ist nicht wirklich böse. Seine Heimat ist zerstört und sein Ziel ist es Krypton erneut zu erschaffen. Die Zerstörung der Erde ist für ihn ein notwendiges Übel. Ich finde, dass Zod einer der interessantesten Schurken im DCEU ist. Er ist nicht böse, sondern eher verzweifelt. Alles was er kannte ist zerstört und er möchte nur seine Heimat zurückhaben. Dabei kommt ihm Superman in die Quere, was ihn besonders erzürnt. Schließlich gibt es kaum noch Kryptonier und die wenigen sollten nicht gegeneinander kämpfen.


Man of Steel ist nicht nur sehr gut geschrieben, sondern auch äußerst bildgewaltig. Jede Szene besitzt eigene Ästhetik & Stärke. Wie bereits in 300 & Watchmen sieht auch Man of Steel aus wie ein Comic. Dies wird einerseits durch die Schnitte & Einstellungen bewerkstelligt und andererseits durch das Spiel mit Licht & Schatten. Das zweite Stilmittel wurde jedoch eher sparsam eingesetzt.
Die Actionszenen sind sehr rasant und schnell geschnitten. Positiv fällt auf, dass die Kämpfe nicht übertrieben wirken. In Kombination mit den langen, ruhigen Szenen entsteht ein äußerst angenehmes Gleichgewicht. Man schläft weder ein noch wird man von der Action erschlagen.


Ich halte Man of Steel für eine der besten Comicverfilmungen der letzten 20 Jahre. Der Ansatz ist sehr interessant und beschäftigt sich mit den Fragen was es heißt, ein übermenschliches Wesen zu sein und welche Verantwortungen damit auf einen zu kommt. Ein weiser Mann (Onkel Ben) sagte einmal „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“.
Ich kann diesen Film jedem weiterempfehlen und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

5 Kommentare
  1. Diese Rezension kann ich nur unterschreiben! Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich Man of Steel gesehen habe. 😉 Unverständlicherweise hat dieser Film schlechte Kritiken bekommen. Grüße 🙂

    Gefällt 2 Personen

  2. Ich fand den auch echt Klasse! Dawn of Justice dagegen gar nicht, bis Wonder Woman kommt und den Jungs den Kopf wäscht… Suicide Squad und Wonderwoman habe ich leider noch nicht geguckt. Die Kritiken versteht man sowieso zum Teil nicht – ich denke, auch Kritiker schreiben für die Massen und schlechte Kritiken lesen einfach mehr. Auch Nachrichten tendieren ja aus ähnlichen Gründen zur Überdramatik…

    Gefällt 1 Person

    • Dawn of Justice hat einen guten Ansatz aber diverse Schwächen hinterlassen einen üblen Nachgeschmack. Im Kern ein solider Film aber nicht perfekt.

      Da gebe ich dir vollkommen recht. Entweder herrscht Überdramatik vor oder es wird mit so viel Lob um sich geworfen das die Hälfte auch reichen würde…
      Ein gesundes Mittelmaß hilft ungemein..

      Gefällt mir

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