Batman v Superman: Dawn of Justice | Review

Dawn of Justice ist zweite Film des DC Extended Universe. Die Regie übernahm erneut Zack Snyder. Der Film erschien im Jahr 2016 und stellt das erste filmische Aufeinandertreffen von Batman, Superman & Wonder Woman dar. An dieser Stelle eine Spoilerwarnung!


Der Film startet im Finale von Man of Steel. Clark (Henry Carvill) & Zod (Michael Shannon) kämpfen in Metropolis um das Schicksal der Erde. Dabei nimmt die Stadt schwere Schäden. Bruce Wayne, dessen Herkunftsgeschichte jedem bekannt sein müsste, wird Zeuge der Zerstörung. Dabei stürzt ein Gebäude seiner Firma ein und fordert zahlreiche Todesopfer. Bruce macht Superman für all die Zerstörung & das Leid verantwortlich. Er beschließt dem Kryptonier Einhalt zu gebieten, da niemand weiß, ob Superman eines Tages ein Feind der Menschen wird.

Angemerkt sei an dieser Stelle dass Bruce Wayne, gespielt von Ben Affleck, ein älterer und abgehärteter Batman ist, welcher seit vielen Jahren bereits gegen das Verbrechen kämpft.
Szenenwechsel nach Afrika. Lois Lane (Amy Adams) begibt sich zu einem Kriegslager, um mit dem dortigen Warlord ein Interview zu führen. Im Lager angekommen beginnen die Söldner des Warlords zu meutern und massakrieren die Bewohner. Anschließend werden die Leichen verbrannt. Durch eine falsche Zeugenaussage soll Superman als der Mörder dargestellt werden. Jener rettete Lois aus der Geiselnahme durch den Warlord.
Ein erneuter Szenenwechsel. Lex Luthor (Jessy Eisenberg) möchte einen, im Indischen Ozean, gefundenen Brocken Kryptonit einführen lassen um eine präventiv Waffe gegen Superman entwickeln zu lassen. Trotz eines Verbots von Senatorin Finch, die nichts von Luthors Plan wissen will, lässt er das Mineral importieren.
Auf einem Galaabend, veranstaltet von Lex Luthor, kommt es zur ersten Begegnung von Clark Kent (Superman) & Bruce Wayne. Lex kennt bereits beide.

Außerdem tritt eine mysteriöse Schönheit namens Diana Prince (Wonder Woman) auf den Plan. Sie stellt ebenso wie Wayne Nachforschungen über Luthor an und stiehlt Bruce ein Datenpad, welcher jener im Serverraum von Luthors Anwesen installiert hat.
Als Batman das Kryptonit von Luhtor stiehlt, spitzen sich die Ereignisse zu. Um Superman gefügig zu machen und Batman zu töten initiiert Lex einen Kampf zwischen den beiden. Er entführt Martha, Clarks Ziehmutter und droht sie zu töten, wenn Superman nicht binnen einer Stunde den dunklen Ritter tötet.
Nach einem brutalem Kampf, in dessen Verlauf sich beide als ebenbürtig erweisen, dank Batmans Waffen aus Kryptonit, legen beide ihre Streitigkeiten bei. Dies geschieht zum einen durch Lois Lane & zum anderen durch den Umstand das die beiden Mütter unserer Helden Martha heißen

Nach einer brutalen Rettungsaktion seitens Batman, machen sich beide auf den Weg zu Lex Luthor, welcher in den Überresten des kryptonischen Raumschiffs, siehe Man of Steel, an einer neuen Waffe gebastelt hat.

Aus der Leiche von General Zod und seiner DNA erschafft Lex das schreckliche Monster Doomsday.
Zusammen mit Wonder Woman stellt sich die Trinity (Diana, Bruce & Clark) dem Monster Doomsday zur Entscheidungsschlacht.
Der Kampf ist lang, brutal, episch & sieht wunderbar aus. Die Kräfte, welche hier freigesetzt werden münden in einem gnadenlos übertriebenen Effektfeuerwerk. Zur Optik & den Effekten später mehr.
Am Ende der Schlacht herrscht Stille. Doomsday ist tot, jedoch hat auch Superman sein Leben gelassen. Nach dem Begräbnis, an dem unter anderem Lois, Martha, Bruce & Diana teilnehmen beschließen die beiden letztgenannten andere ihrer Art (eher wie Diana) zu finden.


Dawn of Justice sieht wie seine Genrekollegen Man of Steel, Wonder Woman, zu weiten Teilen auch Suicide Squad, aus wie ein filmgewordener Comic. Durch die verschiedenen Kamerawinkel, schnellen Schnitten und Spiel von Licht & Schatten wirken in vielen Szenen wie Comicpanels.

Die Choreografie der Kämpfe ist sehr gelungen und besonders Batmans rohe Faustkämpfe wirken, dank den dynamischen Kamerafahrten, imposanter als jemals zuvor.

Auffallend ist die düstere Stimmung, der Film erinnert stark an die düstere & brutale Comicverfilmung Watchmen, auch von DC & unter der Regie von Zack Snyder entstanden.


Es muss aber auch Platz für Kritik sein, da Dawn of Justice ebenso, wie sein Nachfolger Suicide Squad ein paar Probleme hat. Mein größtes Problem ist Lex Luthor. Der Schauspieler Jessy Eisenberg liefert eine solide Performance ab aber der Charakter wird eher wie eine alternative Version des Jokers dargestellt. Lex Luhtor aus dem Film hat bis auf den Namen & das Aussehen nichts mit seiner Comicvorlage zu tun.
Als nächstes kommt die Rolle von Wonder Woman im Film dran. Dass Gal Gadot die perfekte Wonder Woman ist, steht außer Frage. Ihre Rolle im Film ist jedoch zu klein, um mehr zu erzeugen als einen Ersteindruck. Sie agiert am Rand, ohne groß aufzufallen und dann mischt sie, als einzige wirklich erfolgreich, in der Schlacht gegen Doomsday mit. Mir ist bewusst, dass es immer schwer ist, in einem Film mehr als eine wichtige Figur zu etablieren jedoch schafft Marvel dieses Kunststück in jedem Film. Es wäre vermutlich besser gewesen die wirren Träume von Bruce zu streichen und etwas mehr über Diana Prince aka Wonder Woman zu erzählen.
Dem gegenübersteht, eine starke Leistung von Amy Adams als Lois Lane, die versucht Superman aus der Schusslinie zu bringen & Jeremy Irons welcher als Bruce Waynes Butler auftritt. Er unterstützt Bruce bei seiner Tätigkeit als Batman, scheut aber nicht davor zurück ihn für seine Taten zu kritisieren.

Henry Carvill schlüpft erneut in die Rolle des Mannes aus Stahl. Er möchte helfen, wo immer es möglich ist, stößt aber auch auf massive Ablehnung. Viele sehen in ihm einen Schutzengel während andere eine unberechenbare Gefahr zu erkennen glauben.
Ben Affleck bringt uns den düstersten, brutalsten & abgehärtetsten Batman, der jemals im Film zu sehen war. Mit einer fast schon fanatischen Zielstrebigkeit bekämpft er das Verbrechen und scheut nicht vor brachialer Gewalt zurück

Besonders im Kampf gegen Superman kennt er keine Gnade und hätte den Mann aus Stahl fast getötet. So nah war noch niemand an der Comicvorlage dran wie Ben Affleck.


Zusammengefasst ist Dawn of Justice ein düsteres Helden-Epos mit Schwächen im Bereich der Charaktere & der Dramaturgie. Der Film zeigt uns düstere Helden in einer düsteren & brutalen Welt. Man merkt die großen Ambitionen jedoch wollte der Film etwas zu viel. Allein die Optik ist sehr beeindruckend, schwingt sich im Finale aber in gnadenlos übertriebene Höhen auf. Ich war von der Schlacht zwischen der Trinity & Doomsday begeistert kann aber eine gewisse Reizüberflutung nicht leugnen. Untermalt wird die Epik vom Soundtrack aus der Feder von Hans Zimmer.
Kann ich Batman v Superman: Dawn of Justice empfehlen? Ja, auf jeden Fall, denn DC versucht zumindest aus dem schablonenhaften Konzept der Comicverfilmungen auszubrechen. Dass das Ergebnis nicht jedem Gefällt ist logisch.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

4 Kommentare
  1. Unsere Meinung laufen bei BvS deutlich enger zusammen als bei Suicide Squad ;-)! Der Film hatte sehr viele gute Ideen aber auch einige Schwächen und war insgesamt viel zu überladen. Allein um die Traumsequenzen zu verstehen musste ich mich durch unzähligen Fanforen durchlesen wo sich teilweise nicht mal die Hardcore-Nerds über manche Details einig werden konnten….war aber echt cool und spannend das alles nach zu recherchieren, mit diesem ganzen Hintegrundwissen konnte ich dann nämlich vieles im Film ganz anders würdigen 😉

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