Marco Polo Staffel 1 (Netflix Original) |Review

Marco Polo ist eine Abenteuer & Historienserie, die von der Weinstein Company produziert wurde und seit 2014 auf Netflix verfügbar ist. Die Serie wurde auf Grund der hohen Produktionskosten nach zwei Staffeln eingestellt.


Marco Polo wächst alleine bei seiner Tante auf, da sein Vater, Niccolo Polo (Pierfrancesco Favino), als Händler, Forscher & Abenteurer ständig auf Reisen ist. Widerwillig nimmt Niccolo seinen Sohn mit auf eine mehrjährige Reise durch China. Am Hofe des großen Kublai Khans, Enkel des Dschingis Khan, wird Marco als Pfand zurückgelassen, damit sein Vater nicht verbannt wird.

 

Kublai Khan herrscht über die Mongolei und gedenkt, seine Herrschaft über Südchina auszuweiten. Marco muss lernen, in dieser fremden Welt zu überleben und sich anzupassen. Politische Intrigen, von innen wie außen, Machtkämpfe & blutige Feldzüge bestimmen diese Welt.


Die erste Staffel etabliert neben Marco Polo & dessen Familie den Hofstaat des Khans, dessen Khaghanat (Staatsgebiet & Stämme, die vom Großkhan beherrscht werden) sowie den chinesischen Hofstaat unter dem intriganten Kanzler Jia Sidao (Chin Han).

Die Motive & Ziele der Hauptfiguren werden erst im Laufe der Geschichte klar und viele begonnene Handlungsstränge laufen zum Ende zusammen.

Die Darstellung der asiatischen Kultur samt deren Bräuche und Traditionen ist äußerst faszinierend und bietet einen angenehmen Kontrast zum Rest der (logischerweise) westlich geprägten Film- & Serienlandschaft. Ein cleverer Schachzug ist die Rolle von Marco Polo (Lorenzo Richelmy). Als ein Fremder aus Europa muss er diese fremde Kultur kennen & verstehen lernen, um zu überleben. Somit kommt sich der Zuseher nicht wie ein Trottel vor, dem man alles erklären muss, eher wie ein Schüler, der nach Wissen verlangt.

Die Leistung der Schauspieler ist sehr authentisch, was nicht nur daran liegt, dass der Cast zu 99% aus asiatischen Schauspielern besteht. Benedict Wong spielt als Kublai Khan einen mächtigen Krieger, der jedoch nicht frei von Selbstzweifeln ist. Remy Hii spielt als Prinz Jingim den ehrgeizigen Sohn des Khans, welcher alles für die Anerkennung seines Vaters tut. Lorenzo Richelmy spielt einen wissbegierigen, intelligenten Marco Polo, dessen europäische Ideale in der harten Welt der Mongolen scheinbar keinen Platz haben.

 

Dies waren jedoch nur ein paar Beispiele für die auffallend starke Besetzung der Serie. Der Hauptcast ist glaubwürdig, einprägsam und bleibt die ganze Staffel über interessant.


Ein paar Worte zur Choreografie der Kämpfe. Diese sind wie üblich bei Produktionen mit asiatischen Schauspielern sehr gelungen und wirken äußerst glaubwürdig. Besonders die waffenlose Kämpfe sind schnell, brutal & beeindruckend.
Alles in allem ist die erste Staffel von Marco Polo ein gelungener Einstieg, welcher besonders Fans von Historienabenteuern ansprechen wird. Wer sich etwas mit Geschichte auskennt, kann sich den Ausgang bereits denken. Das ändert aber nichts an einer spannenden Handlung, welcher in einer fremden Kultur angesiedelt ist, die sich so stark von unserer unterscheidet.

Das wars von meiner Seite. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit, wir lesen uns beim nächsten mal!

9 Kommentare
  1. Super…damit habe ich jetzt noch eine Serie auf meiner eh schon viel zu langen Liste ;-)! Ich finde es übrigens auch unglaublich angenehm, dass auch westliche Studios einfach mal asiatische Schauspieler für asiatische Rolle casten…das ist so revolutionär 😉

    Gefällt 1 Person

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