Tekken 7 | Review [PS4]

Tekken gehört zu den Lizenzen, die mich Jahre lang nicht interessiert haben. Die meiste Erfahrung habe ich mit Tekken 3 zu Playstation 1 Zeiten gesammelt, aber danach entdeckte ich Dead or Alive für mich und jedes andere Beat’em up wurde uninteressant. Im Vorfeld des Erscheinungstermins wurde mein Interesse geweckt, da Tekken 7 hervorragend aussah. Gekauft habe ich es trotzdem nicht. Es gibt jedoch in meinem Freundeskreis eine liebe Person, namens Sarah Schuh die so freundlich war und mir Tekken 7 geliehen hat. Diese Review ist dir gewidmet!


Tekken 7 erschien am 2.6.2017 für PS4, Xbox One & PC. Das Spiel ist der neunte Hauptteil der Serie und das Erste Tekken, welches auf der Unreal-Engine entwickelt wurde. Im Juli 2016 erschien außerdem eine erweiterte Fassung der Arkade-Version (das Original erschien 2015) für den japanischen Markt.


Nach dem Ende von Tekken 6, als Jin Kazama das Monster Azazel getötet und die Welt gerettet hat, entwickelt sich der Krieg den Konzernen Mishima Zaibatsu und G Corporation zu einem weltweiten Konflikt.
Die Geschichte wird aus der Sicht eines Reporters erzählt, dessen Familie durch den Krieg umgekommen ist. Jin Kazama gilt als vermisst und die Zaibatsu wird von Nina Williams als Stellvertretung geleitet. Diese Rolle hat sie jedoch nur kurz inne, da Heihachi Mishima die Leitung über seine Firma zurückfordert.
Was nun folgt, ist eine lange & teils arg geschwollene Geschichte über Familie, Verrat und Krieg. Am wichtigsten ist jedoch die Mishima Familiefehde zwischen Heihachi & Kazuya. Der Krieg wird enden und nur einer der besten wird überleben.
Für ein Prügelspiel hat Tekken 7 eine sehr epische Erzählung. Leider hält sich die Spannung in Grenzen, dennoch unterhält das Finale der Tekken-Saga bis zum Schluss.


Tekken 7 spielt sich besser als seine Vorgänger, was auch so sein soll, ist jedoch im Vergleich zu Genrekollegen wie Dead or Alive etwas langsamer.

Das hat den Vorteil, dass sich die Angriffe wesentlich wuchtiger anfühlen aber dem gegenübersteht der Nachteil, dass den Kämpfen die Dynamik fehlt.
Es gibt Ausnahmen, wie beispielsweise Lars, jedoch ist der Großteil der Kämpfer eher langsam aber dafür wuchtig. Was mich am meisten stört, ist die fehlende Taste zum blocken. Es gibt zwar die Möglichkeit Angriffe abzuwehren, auf dem Digikreuz immer in die entgegensetzte Blickrichtung gedrückt halten, eine fixe Taste wäre jedoch komfortabler.  Loben muss ich dafür die Verteilung von Tritten & Schlägen. Es gibt für beide Arten von Angriffen zwei Tasten. Einmal als hohen & einmal als niedrigen Angriff.

Neben der Hauptgeschichte gibt es noch einige andere Spielmodi wie Charakterepisoden, die sich durch die Abwesenheit von Kreativität auszeichnen, den Treasure Kampf, in dem man kosmetische Items für die Charaktere & spielinternes Geld freischalten kann, einen Arcade Modus, einen Online Modus sowie den klassischen offline Versus Kampf & einen VR Modus.

Es gibt zwar auch einen Tekken Bowling Modus, ganz unten im Hauptmenü angepriesen, da es sich aber hierbei um ein DLC, um 13€, handelt kann ich zu diesem Modus nichts sagen, außer das der Preis recht happig ist. In Yakuza 0 bekommt man ein Bowling-Minispiel gratis.


Die größte Stärke ist ganz klar die Technik & die Optik. Tekken 7 sieht fantastisch aus, besonders die Zwischensequenzen sind filmreif aber ohne spannende Handlung leider nur ein Effektfeuerwerk. Die Ingame Grafik sieht ebenfalls schick aus, besonders die Figuren sind sehr detailliert. Weiter’s muss ich den Übergang von Zwischensequenz zu Ingame loben. Dieser Übergang funktioniert in den meisten Fällen sehr und ich wurde von diesem Feature mehr als einmal überrumpelt.

Neben dem soliden technischen Gerüst, stabile Bildrate & schöner Optik, gibt es auch was auf die Ohren. Die Sprache der Synchronisation variiert, je nach Nationalität der Kämpfer und der Soundtrack ist sehr stimmig zum Szenario.


Alles in allem ist Tekken 7 ein solides Beat’em up, jedoch kein Spiel, welches mich für Monate beschäftigen könnte. Dafür bietet es leider nicht genug Tiefgang in der Hauptgeschichte & das Gameplay ist mir zu träge. Ich bin froh es gespielt zu haben, jedoch würde ich es mir nicht kaufen. Dafür fehlt einfach die Langzeitmotivation. Zum Schluss bleibt mir nur das langweilige Standardfazit der Fachpresse:

Fans der Serie greifen zu, alle anderen spielen Probe.

Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

7 Kommentare
  1. Tekken ist jetzt grundsätzlich keine Reihe, die mich gesteigert interessiert. Meine Erfahrungen damit sind natürlich auch nur stark limitiert (ebenso wie du habe ich Tekken 3 auf der PS1 und den einen oder anderen Ableger auf der PS3 gespielt!). Darüber hinaus gibt es einfach unendlich viele Spiele, die es bei weitem besser und vielfältiger machen, als Tekken.
    Mir haben es insbesondere zwei andere Genre-Vertreter angetan.
    Wie sehen denn deine Erfahrungen mit „Soul Calibut IV“ (PS3) und „Injustice: Gods Among Us“ (PS3) aus?
    Kennst du auch schon „Injustice 2“ (PS4) und kannst du dazu eine Bewertung abgeben?

    Gefällt 1 Person

    • Das Problem an Tekken ist, wie du richtig sagst, die starke Konkurrenz (Dead or Alive, Mortal Kombat, …).

      Soul Calibur 4 habe ich nie gespielt aber vom zweiten & dritten Teil war ich sehr positiv angetan.

      Injustice: Gods among us habe ich geliebt & liebe es immer noch. Dieses Spiel habe ich auf PS3, PS4 & PS Vita sehr gern gespielt.
      Injustice 2 steht auf meiner Liste und wird definitiv noch nachgeholt. 🤔

      Wie ist deine Meinung zu Injustice 2 & Soul Calibur 4? 🙂

      Gefällt 1 Person

      • Injustice 2 habe ich noch nicht gespielt, es interessiert mich aber brennend. Soweit ich weiß gibt es mehr Charaktere, allerdings sind viele davon im DC-Universum eher unbekannt bzw. nur „Nebenrollen“. Ich bin gespannt mit welchen Fähigkeiten sie ausgestattet sind und wie sie sich spielen lassen. In meinen Augen ergibt es wenig Sinn eine Figur namens „Supergirl“ zu integrieren, wenn sie sich genau so spielen lässt wie den bereits vorhandenen „Superman“. Ich hoffe auch, dass die Story ein bisschen ausgeweitet wird (vielleicht auch mit Entscheidungen die das Ende beeinflussen?!).

        Soul Calibur IV: Ich liebe dieses Spiel, finde es aber schade, dass man in der Charaktererstellung den Stil von den bereits vorhandenen Figuren nehmen kann. Jetzt habe ich zwar meinen eigenen Charakter, der aber so kämpft wie Kilik. Schade. Mit Sicherheit kostet es unglaublich viel Programmierarbeit und Zeit, damit der Spieler einen Individuellen Kampfstil für seinen eigenen Charakter auswählen/verwenden kann, aber das wäre definitv eine lohnenswerte und spannende Sache.
        Auch finde ich es schade, dass man auf der PS3-Version Darth Vader, und auf der XBox360-Version Yoda, hat. Die Charaktere sind dann auf der jeweiligen anderen Plattform zwar erhältlich, allerdings muss man dafür bezahlen.

        Auch der Unterschied zwischen Soul Calibur IV und V ist immens. In IV hat die „Story“ noch halbwegs Sinn ergeben und Spaß bereitet, auch die Steuerung war intuitiv und logisch (Griffe, Schläge, Blocken, Kombinationen). In Teil V war ich vom Design und vom Handling enttäuscht. Ich habe es damals als Vollpreis gekauft, durchgespielt und direkt verschenkt, weil es mich nicht so sehr angefixt hat, um es nochmal durchzuspielen.

        Gefällt 1 Person

      • Soweit ich weiß kommen zum Injustice 2 Kader unter anderem Captain Cold, Black Canary, Black Manta, The Atom, Darkseid und einige mehr hinzu. Es wird somit viel mehr aud die Mini-Universen der anderen Helden eingegangen als im Vorgänger.

        Es würde den Mehrwert auf jeden Fall erhöhen wenn man den Charakter noch weiter individualisieren kann.
        Ja das ist mal wieder eine typische Mikrotransaktion wie man sie von Bandai-Namco gewohnt ist. 😅

        Das ist immer ätzend wenn man sich zum Vollpreis den neuen Teil einer geschätzten kauft und dann enttäusch. So ging es mir mit Metal Gear Solid 5, Resident Evil 6 und Pokemon Mond.

        Gefällt 1 Person

      • Ja, ich hoffe nur, dass es irgendwann ein gut ausbalanciertes Prügelspiel gibt, wo auch die Charaltererstellung Spaß bereitet und die Individualisierung bis ins letzte Detail funktioniert.

        Das mit den Vollpreistiteln, die dann nicht begeistern ist immer so eine Sache, aber das kann man meistens vorher nicht ahnen, außer man informiert sich bis ins letzte Detail.

        Gefällt 1 Person

      • Das wird mit Sicherheit irgendwann kommen. Ich wäre auf jeden Fall dafür! 🤔

        Selbst wenn man sich bis ins kleinste Detail informiert ist man nicht gegen eine Enttäuschunh gefeilt. In The Last of Us für PS3/4 hatte ich große Erwartungen gesetzt und ich bin vom Ergebnis so dermaßen enttäuscht gewesen.

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s