Seoul Station & Train to Busan | Double Feature Review

Heute begeben wir uns nach Südkorea und ergründen in zwei Filmen die Auswirkungen einer Zombieapokalypse auf der koreanischen Halbinsel. Viel Spaß!


Seoul Station ist ein südkoreanischer Animationsfilm aus dem Jahr 2016 (2017 für Europa), der unter der Regie Yeon Sang-ho entstanden ist. Der Film behandelt den Ausbruch einer Zombieapokalypse und bildet die Vorgeschichte zu Train to Busan.

Ein, scheinbar schwer verletzter, Obdachloser irrt durch die Straßen von Seoul. Hilfe bekommt er nur von einem befreundeten Obdachlosen. Trotz der Bemühungen des Freundes stirbt der Obdachlose, kehrt jedoch als Untoter zurück.
Zur gleichen Zeit zerstreitet sich das Pärchen Gi-ung & Hye-seon weil sich Hye-seon prostituieren soll um die Miete zu bezahlen. Im Ergebnis dieses Streits läuft Hye-seon fort. Zusammen mit Hye-seon’s Vater, Seog-ku, sucht Gi-ung nach seiner Freundin als das Chaos des lebenden Todes über Seoul hereinbricht.


Seoul Station setzt von Anfang an auf eine düstere Atmosphäre und ist mehr ein Sozialdrama als ein Zombiefilm. Die Themen Armut, Obdachlosigkeit & Prostitution stehen im Vordergrund, was die Missstände in Südkorea aufzeigt.
Das Chaos entwickelt sich langsam aber sicher, da sich die Infektion immer weiter ausbreitet und die Polizei mit der Lage überfordert ist. Als das Verteidigungsministerium mit dem Militär die Kontrolle über Seoul übernimmt, eskaliert die Situation endgültig.
Die Geschichte selbst wird durch die drei Hauptfiguren getragen die zusammenfinden wollen und dabei durch die Hölle gehen müssen.


Ein großes Lob geht an die Sprecher welche mit viel Emotion den Figuren eine Stimme verleihen. Dabei scheut Seoul Station auch nicht vor Kraftausdrücken zurück.
Die Animationsqualität, besonders die der Untoten, ist sehr hochwertig auch wenn die Mimik, der lebenden oftmals ein klein wenig hölzern wirkt. Mir ist jedoch klar, dass das meckern auf hohem Niveau ist.


Alles in allem lebt Seoul Station von seiner Handlung und wird in erster Linie von der bedrückenden Atmosphäre getragen. Die drei Hauptfiguren ergänzen dieses Drama dann komplett.
Bevor ich jedoch ein endgültiges Fazit ziehe, kommt nun die Review zu Train to Busan.


Während Seoul Station ein Animationsfilm ist, haben wir es bei Train to Busan mit einem Realfilm aus dem Jahr 2016 zu tun. Regie führte wieder Yeon Sang-ho.


Der Fondsmanager Seok-woo lässt sich von seiner Tochter Su-an überreden, an ihrem Geburtstag mit dem Schnellzug nach Busan zu fahren. Dort lebt Su-an’s Mutter, die sie seit der Scheidung ihrer Eltern kaum noch gesehen hat.
Kurz bevor der Zug von Seoul abfährt, gelangen zwei Personen an Bord. Zum einen ein Obdachloser und ein Mädchen, welches am Bein verletzt ist. Als besagtes Mädchen eine Zugbegleiterin anfällt, breitet sich das Zombievirus im Zug aus. Nach den ersten Konfrontationen bildet sich eine relativ große Gruppe von überlebenden um Seok-woo und seine Tochter sowie um Sang-hwa und dessen schwangere Frau Sung-Kyung.
Während die Überlebenden durch die Medien erfahren das es in Seoul zu Krawallen gekommen ist, erhält Seok-woo die Information das Busan sicher ist. Eine Zugfahrt durch die Hölle der Untoten beginnt.


Train to Busan setzt auf Action, ein hohes Tempo & fein gezeichnete Charaktere. Die Zombies in diesem Film sind äußerst agil und mehr als einmal brechen sie quasi als Welle über die Überlebenden herein. Dies unterstreicht die kollektive Gefahr, die von den Untoten ausgeht. Ein Zombie kann, leicht, überwunden werden aber als Welle sinken die Überlebenschancen gen Null.
Die Spannung von Train to Busan setzt sich aus der Kombination von Konflikten innerhalb der Überlebenden, des Platzmangels im Zug und der permanenten Gefahr durch die Untoten zusammen.
Der Cast überzeugt mit authentischem Schauspiel und zeitweiligem over acting, was jedoch nicht negativ auffällt.


Für sich genommen sind sowohl Seoul Station als auch Train to Busan sehenswerte Filme, die jeweils einen anderen Schwerpunkt haben. Seoul Station ist ein sozialkritisches Drama, dass Themen wie Armut & Prostitution behandelt während Train to Busan ein eher actionlastiger Zombiefilm, mit einem Hauch Familiendrama, ist. Ich kann beide Filme sehr empfehlen würde jedoch Train to Busan den Vorzug geben, wegen dem höheren Tempo und der besser gelungenen Spannungskurve.
Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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Weitere Beiträge zum Thema Seoul Station & Train to Busan:

Gestern Gesehen: ‚Train to Busan‘ (2016)

Filmlogbuch Nr.120 – Train to Busan

Kritik: Das koreanische Zombiespektakel Train to Busan.

6 Kommentare

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