Zuletzt gesehen #3: Grizzly, Sinister & The Babysitter | Gedankenspiel

Zuletzt gesehen geht in die dritte Runde und heute habe ich drei Horrorfilme für euch. Viel Spaß!


Grizzly (1976/USA/89 Minuten)


Den Anfang macht Grizzly aus dem Jahr 1976. Hier handelt es sich um einen Vertreter des „ehrwürdigen“ Tierhorrorfilms.
Die Handlung dreht sich um einen riesigen, prähistorischen Grizzlybären, der in einem Nationalpark Menschen, vornehmlich Frauen, angreift & tötet.
Parkranger Michael Kelly (Christopher George) und sein Team müssen den Bären erlegen, um die Mordserie zu beenden.

Die große Stärke von Grizzly ist der Soundtrack des Films. Mit hellen & fröhlichen Klängen begrüßt der Film den Zuseher, jedoch wird die Musik im Verlauf des Films immer düsterer. Die Bedrohung durch den Bären steigt und somit auch die Opferzahl.
Leider schafft es Grizzly nicht, einen anhaltenden Spannungsbogen aufzubauen wie Jaws (Der weiße Hai) aus dem Jahr 1975.
Was ich loben muss, ist die Kameraarbeit. Grizzly schafft es, ansprechende Panoramen einzufangen und die Szenen aus der Sicht des Bären erinnern, rückwirkend betrachtet, stark an Horrorfilme wie Freitag der 13te & Halloween 1.
Der Gewaltgrad ist, bis auf einige sehr drastische Szenen,  äußerst moderat.

Grizzly ist kein Meilenstein im Horrorgenre und will es auch nicht sein. Ich mochte den Film wegen seiner Musik, dem sympathischen Hauptdarsteller Christopher George und der Kameraarbeit.

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Sinister (2012/USA-Großbritannien/105 Minuten)

Sinister ist ein 2012 erschienener Horrorfilm, der unter der Regie von Scott Dericksson entstanden ist.
Ein Schriftsteller (gespielt von Ethan Hawk – Die glorreichen Sieben) mit finanziellen Problemen zieht mit seiner Familie in ein Haus ein, um an einem neuen Buch zu schreiben. Das Buch handelt von einer Familie, die in eben jenem Haus gelebt hat und auf mysteriöse Weise verstorben ist.
Ellison, so der Name des Autors, findet auf dem Dachboden einen alten Filmprojektor. Durch diesen Projektor geraten Ellison und seine Familie in den Einfluss eines alten Dämons, der in seinen Abbildern (den Filmrollen) haust.
Je präziser Ellision die Filme analysiert, umso enger zieht sich die Schlinge zu.

Sinister ist ein sehr spannender Horrorfilm, der eher auf Atmosphäre & der Angst vor dem Unbekannten setzt als auf Jump-Scares. Das schleichende Grauen spitzt sich immer weiter zu, bis sich alles in einem Höhepunkt entlädt.
Ich schaue Sinister immer wieder gern, da neben der Atmosphäre, dem Cast und der Soundkulisse die Kameraarbeit gelobt werden muss. Im Film werden immer wieder schnelle Schnitte, in kurzer Abfolge, verwendet, ähnlich wie in Requiem for a Dream.

Wer auf der Suche nach einem spannenden Horrorfilm ist, wird mit Sinister viel Freude haben!

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The Babysitter (2017/USA/85 Minuten)

Laut der lieben Frau Wieselberg, welche mir unter anderen bereits Vikings & Nerve empfohlen hat, ist The Babysitter ein offenkundig unterhaltsamer Netflix Original Film. Tja die gute Frau hatte recht, The Babysitter ist wirklich sehenswert.

Der zwölfjährige Cole Jonhson wird von seinem Nachbarn Jeremy gemobbt. Babysitterin Bee rettet Cole vor seinem Peiniger. Am nächsten Tag fahren Coles Eltern in ein Hotel, um dort zu übernachten. Bee soll auf Cole aufpassen und beide verbringen einen tollen Tag zusammen. Als Cole ins Bett gehen muss, wird er per SMS von seiner besten Freundin aufgefordert herauszufinden, was Bee tut, wenn er schläft.
Bee und einige ihrer Freunde spielen Flaschendrehen und Wahrheit oder Pflicht. Als Bee einen Typ namens Samuel küssen, rammt sie ihm zwei Dolche in den Schädel. Es stellt sich heraus, dass Bee und ihre Freunde Max, John, Allison & Sonya Teil eines dämonischen Kultes sind. Für ihr Ritual brauchen sie das Blut eines Unschuldigen und Cole soll diese Rolle übernehmen.

The Babysitter schafft es geschickt, Horrorfilm & Komödie zu vermischen. Der Film hat ernste Momente und teilweise wirklich grausige Stellen, aber da sich der The Babysitter nicht ernst nimmt, ist die Grundstimmung relativ locker. Manche Einlagen haben fast schon einen Slap-Stick-Charakter. Ich wurde etwas an Tucker & Dale vs Evil erinnert, was positiv ist.
An was mich der Film ebenfalls erinnert, war Ash vs Evil Dead. Diese Kombination aus fast schon drastischer Gewalt und Situationskomik trifft genau meinen Geschmack.

Alles in allem ist The Babysitter zwar keine überaus hochwertige Horrorkomödie, aber der Film weiß, was er sein möchte (laut, überzeichnet, lustig) und das macht ihn durchaus sehenswert. Ich hatte meine Freude mit diesem Film.


Das war die dritte Folge von zuletzt gesehen. Ich hoffe, dem einen oder anderen einen Filmtipp gegeben zu haben und wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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