Dredd | Review | Die Filmreise Challenge #63

Zu Judge Dredd habe ich kaum Bezüge. Vor vielen Jahren habe ich das Spiel für die Playstation 2 gespielt und den alten Judge Dredd Film mit Stallone habe ich auch gesehen aber die neue Adaption habe ich aufgrund schlechter Kritiken gemieden. Kürzlich habe ich ihn gesehen und ich wurde überrascht.

Außerdem nutze ich diesen Film um erneut eine Aufgabe der Filmreise Challenge (weitere Infos hier) zu absolvieren. Aufgabe #63: Schaue die Verfilmung eines Comics.


Die Zukunft. New York, Boston & Washington sind zu einem gigantischen Moloch, genannt Mega City One, verschmolzen. In dieser 800 Millionen starken Metropole herrscht eine erschreckend hohe Kriminalitätsrate. Die Staatsmacht tritt in Form der Judges auf, welche Richter, Jury und bei Bedarf Scharfrichter in einer Person sind.

Judge Dredd bekommt nach einem Einsatz eine Rekrutin namens Cassandra Anderson zugeteilt, die bei der Prüfung zum Judge knapp durchgefallen ist, wegen ihren telepathischen Fähigkeiten, sie ist ein Mutant, eine zweite Chance bekommt. Dredd soll am Ende des Tages seine Beurteilung über sie abgeben.

Judge Dredd & Anderson werden zum Wohnblock Peach Trees beordert, da dort drei gehäutete Leichen gefunden wurden. Nachdem die beiden vor Ort einen Dealer festgenommen haben geraten sie in den Konflikt mit der Verbrecherbossin Mama, die den gesamten Peach Trees Block abriegeln lässt und Jagd auf die Judges macht.

Dredd besticht durch eine simple Handlung, die sich nicht in Kleinigkeiten verstrickt, sich auf das Wesentliche konzentriert. Das Ziel, die Bestrafung von Mama, wird schnell zum Hauptziel erkoren und konsequent verfolgt.


Der Film gefällt nicht nur wegen der simplen Handlung, sondern auch aufgrund der Effekte und der allgemeinen Optik.

Dredd nutzt gern Zeitlupen, was äußerst starke Bilder erzeugt und manchmal fast surreal wirkt. Außerdem scheut der Film nicht davor zurück brutal und schonungslos zu sein. Es sei jedoch angemerkt, dass Dredd nicht übertrieben ist, sondern genug Gewalt zeigt, um sowohl die düstere Atmosphäre zu unterstreichen als auch die allgegenwärtige Gefahr für die Judges aufzuzeigen.

Mein größtes Highligt ist jedoch die Optik an sich. Ich mag die dreckige, dystopische Welt von Judge Dredd. Die gigantische Großstadt lässt jede Hoffnung auf Ruhe im Keim ersticken und die Judges sind die einzige Truppe die etwas gegen die Kriminalität tun können. Dabei finde ich ein wesentliches Detail im Film interessant. Judge Dredd stellt mit seinem Helm, der nur den Mund zeigt, die Gesichtslosigkeit der Justiz dar während Cassandra Anderson keinen Helm trägt und die gnädige Seite der Justiz ist.

Zur Darstellung des Judge Dredd muss ich Hauptdarsteller Karl Urban loben der es mit Bravour schafft den Titelhelden ohne irgendeine markante Eigenschaft. Dennoch funktioniert Judge Dredd als wortkarge, weitestgehend emotionslose & disziplinierte Hand des Gesetzes hervorragend. Er ist kein Held, kein Schurke und auch kein Antiheld. Er ist das Gesetz.


Zusammengefasst ist Dredd eine düstere, brutale, dreckige aber auch sehr gelungene Comicverfilmung die ähnlich wie Deadpool, Logan oder Blade die üblichen Konventionen des Genres über Bord wirft und anders ist. Mit Judge Dredd betritt ein Charakter die Bühne, den man nicht lieben muss, der aber das Richtige tut. Sowohl die Optik als auch die Effekte wissen zu gefallen und die logische Folge ist ein wohlverdientes sehenswert, wer eine Art von Comicverfilmung sucht, wird hier fündig werden!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

9 Kommentare

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