Wenn die Gondeln Trauer tragen | Review

Ein Film der schon lange auf meiner Liste steht, ist „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ aus dem Jahr 1973. Vor ein paar Tagen habe ich endlich diesen britisch-italienischen Gruselfilm gesehen und hier ist meine Review dazu!


Der Restaurator John Baxter lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern auf dem Land in England. Seine Tochter Christine stirbt beim spielen im Garten durch ertrinken trotz eines Rettungsversuchs von John.

Später reist John mit seiner Frau Laura nach Venedig, um die Kirche San Nicoló zu restaurieren. Der Sohn der Baxters bleibt auf einer Internatsschule in England zurück. In Venedig lernen die Baxters die Geschwister Wendy & Heather kennen, wobei letztere das zweite Gesicht besitzt, sprich sie kann mit Toten reden und in die Zukunft blicken. Diese Gabe vermutet die blinde Heather auch bei John, der an so was nicht glaubt.

Zur gleichen Zeit geht eine seltsame Mordserie in Venedig um, und als John eine kleine Gestalt in einem roten Mantel, wie ihn auch seine Tochter an ihrem Todestag trug, erblickt verwischen dank weiterer Visionen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion.

Wenn die Gondeln Trauer tragen erzählt eine interessante Geschichte, die mit Themen wie Vorsehung & Trauer spielt aber keine ansteigende Spannungskurve erzeugen kann. Die Figuren sind interessant und einige Szenen wirken sehr gut, besonders der Anfang & das Finale, jedoch lässt sich die Spannung in der Mitte schon sehr bitten.


Bemerkenswert ist der Einsatz der Farbe Rot im Film, welche immer dann ersichtlich ist wenn etwas Schreckliches passiert oder ein Unglück kurz bevorsteht. Zu Beginn fällt einem dieses Detail kaum auf aber je weiter der Film voranschreitet umso deutlicher wir dieses Detail erkennbar.

Weiters wird die Musik sehr gut eingesetzt, um düstere Szenen zu untermalen oder dramatische Höhepunkte zu unterstützen. In Kombination mit dem gelungenen Schnitt und dem sowohl schönen als auch dreckigen Venedig ergibt sich so eine ganz eigene Atmosphäre.

Ein weiteres Thema ist das „Sehen“. Damit ist das Sehen in eine andere Dimension gemeintm die separat zu unserer existiert aber nur von bestimmten Personen (Heather und eventuell John) erblickt werden kann.


Alles in allem ist „Wenn die Gondeln Trauer“ tragen ein Film der Probleme mit der Spannungskurve hat aber interessante Themen behandelt und aktiv eine bestimmte Farbe als Stilmittel nutzt. Die beiden Schwerpunkte Vorsehung und die Mordserie wollen nicht ganz als Geschichte zusammenpassen. Ich vergebe das Prädikat bedingt sehenswert, da der Film interessante Aspekte hat aber kein Streifen ist, den man unbedingt sehen muss.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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