Last Day of June | Review [Playstation 4]

Zwischen all den großen Triple A Spielen muss auch Platz für die kleinen Spiele sein. Heute geht es mir um das emotionale Puzzle-Adventure Last Day of June, welches letztes Jahr für die PS4 und Windows erschienen ist.


Die Geschichte von Last Day of June ist schnell erklärt. Das Paar Carl & June verbringt einen wunderschönen Tag an einem See. Auf dem Heimweg gerät das Paar in einen Unfall, bei dem June stirbt und Carl fortan auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Eines Nachts betritt er Junes ehemaliges Atelier und kann mithilfe ihrer Bilder den letzten Tag seiner Frau aus der Sicht verschiedener Personen beeinflussen.

Der Titel Last Day of June wird somit das zentrale Element der Geschichte und des Spielprinzips.


Es liegt nun an Carl, die verschiedenen Erinnerungen der Mitmenschen des Paars zu erforschen und Junes letzten Tag auf der Erde abzuwenden. Dabei müssen aus vier verschiedenen Perspektiven diverse Rätsel gelöst werden. Die Schwierigkeit der Aufgaben ist nicht besonders hoch, jedoch wirkt sich ein Rätsel auf ein anderes aus und erzeugt einen neuen Unfall, der June das Leben kosten wird.

Last Day of June spielt dabei mit einer Art Schmetterlingseffekt, wodurch jede Handlung eine andere auslöst, das Ergebnis jedoch gleich bleibt.


Optisch glänzt Last Day of June mit einer Farbenpracht und grandiosen Inszenierung in Bezug auf Licht & Schatten. Dabei verfügen die Figuren über keine erkennbare Mimik, was auch dem etwas grotesken Design mit riesigen Köpfen und dünnen Extremitäten geschuldet ist. Die Spielwelt ist sehr malerisch, wirkt aber auch melancholisch.

Faszinierend ist bei der Präsentation die Erzählung der Hauptgeschichte und ein paar kleinen Nebengeschichten ohne Worte. Die gesamte Handlung wird nur durch Gestik und Bilder erzählt. Ein paar Laute der Frustration oder des Glücks ergänzen die jeweilige Szene.


Alles in allem ist Last Day of June ein kleines, emotionales Adventure, dass mit viel Charme und Gefühl die tragische Geschichte des Paars Carl und June erzählt, dabei jedoch aufzeigt, dass manche Dinge scheinbar nicht verhindert werden. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist eine relativ kurze Spielzeit von 2 bis 3 Stunden. Dennoch vergebe ich ein verdientes spielenswert, da die gelungene Präsentation und die emotionale Handlung viele der großen Spiele in den Schatten stellen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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