Alles Geld der Welt | Review

Ridley Scott ist einer der größten Schöpfer aus Hollywood und hat uns mit sehr vielen Kultfilmen wie Alien, Legende, Blade Runner oder Gladiator beglückt. Nach Prometheus & Alien: Convenant wurde meine Liebe für Scotts neue Filme etwas getrübt. Dennoch setze ich in Alles Geld der Welt große Hoffnungen und ob sich diese Hoffnungen bezahlt machten, erfahrt ihr jetzt!


John Paul Getty III., Enkel des reichen Milliardärs J. P. Getty, wird in Rom entführt. Die Entführer fordern 17 Millionen Dollar Lösegeld. Gail Harris, ehemalige Getty und Mutter von J. P. dem Dritten, wendet sich in ihrer Not an ihren Ex-Schwiegervater. Der Alte mit dem Geld, wie er liebevoll genannt wird, ist jedoch nicht bereit die geforderte Summe zu bezahlen, da er kein Geld erübrigen kann. Er beauftragt den ehemaligen CIA-Vermittler Fletcher Chase diesen Fall zu untersuchen und Pauls Freilassung zu erwirken.

An dieser Stelle muss ich jedoch die Handbremse ziehen, um nicht zu viel zu verraten. Alles Geld der Welt erzählt eine vielschichtige Geschichte, die nicht nur mehrere Zeitebenen, sondern auch unterschiedliche Sichtweisen behandelt. Durch Rückblenden erfährt man mehr über die Familie Getty, was besonders Getty Senior als faszinierenden Charakter auftreten lässt. Die Spannungskurve bleibt stets aufrecht und hält den Zuseher mit einem angenehmen Tempo in Atmen hält.


Das liegt aber nicht nur am spannenden Drehbuch von David Scarpa, sondern auch an der starken Besetzung. In der Rolle von John Paul Getty Senior war ursprünglich Kevin Spacey vorgesehen, dieser wurde jedoch aus dem Film gestrichen wegen den Vorwürfen der sexuellen Belästigung. Ob Spacey die Rolle besser gespielt hätte, kann und will ich nicht beurteilen aber ich kann sagen, dass Christopher Plummer einen hervorragenden Job macht und den geldgierigen Öl-Tycoon äußerst glaubhaft mimt.

Unterstützt wird Plummer durch Mark Wahlberg in der Rolle als CIA Vermittler Fletcher Chase, der beweist, dass er auch in Filmen ohne viele Explosionen eine gute Figur macht und Michelle Williams, die als sorgende Mutter ebenfalls eine gute Figur macht. Dieses Trio hat eine sehr gute Chemie und trägt fast die gesamte. Handlung. Ergänzt wird das Trio durch Charlie Plummer als J. P. Getty III und Romain Duris der den Entführer Cinquanta spielt.


Alles Geld der Welt hat mich äußerst positiv überrascht. Ridley Scott beweist, dass er immer noch sein Handwerk versteht und knüpft an seine großen Erfolge an. Die Geschichte ist spannende inszeniert, hat ein angenehmes Tempo und wird durch die starke Besetzung getragen. Mein einziges Manko sind manch kleine Löcher in der Handlung, durch die gewisse Taten oder Umstände etwas unschlüssig erscheinen. Ich vergebe für Alles Geld der Welt ein wohlverdientes sehenswert, da wird es hier mit einem sehr spannenden Historiendrama & Thriller zu tun haben.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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