Fullmetal Alchemist (Ein Netflix-Film) | Review

Fullmetal Alchemist ist ein populärer Manga aus Japan, der bereits mehrmals als Anime-Serie & -Film umgesetzt wurde. 2017 wurde in Zusammenarbeit zwischen Square Enix & Oxybot Inc. der Fullmetal Alchemist Realfilm produziert. Dieser Dark-Fantasy-Science-Fiction-Abenteuer Hybrid umfasst jedoch „nur“ die ersten vier Bände der originalen Haupthandlung, was jedoch bei einem so umfangreichen Werk kein Fehler ist.


Als die Brüder Ed & Al als Kinder mit der Alchemie experimentieren, um ihre verstorbene Mutter ins Leben zurückzuholen, verlor Ed seinen kompletten Körper während Al einen Arm & ein Bein verlor.

Viele Jahre später haben die beiden, inzwischen erwachsenen Brüder eine Ausbildung zu staatlichen Alchemisten absolviert und suchen den Stein der Weisen, um ihre Körper wiederherzustellen. Dabei gerät das Duo nicht nur in eine Verschwörung des Militärs, sondern auch ins Visier der Humunculi, künstlich geschaffener Menschen.

Der Fullmetal Alchemist verfolgt eine recht überschaubare Geschichte, die jedoch mit einem angenehmen Tempo erzählt. Humor, Action und Drama wechseln sich als erzählerische Elemente ab, was der Geschichte Charme verleiht.

Charme hat ebenfalls die Besetzung wobei ich die Nebenfiguren, wie die Homunculi Lust, oder den Soldaten Though Marcoh, irgendwie mehr mag, als die eigentlichen Hauptfiguren. Dabei ist Al ein faszinierender und sehr tragischer Charakter, schließlich fehlt ihm der komplette Körper und seine Seele muss in einer leeren Rüstung leben. Von ihm hätte ich gern viel mehr gesehen, wobei auch von Ed und seiner, fast schon fanatischen Suche nach dem Stein der Weisen, eine gewisse Faszination ausgeht.

Die Effekte sind für eine japanische Produktion sehr solide und zeitweise sehr bildgewaltige. So sieht das Finale äußerst imposant und die anfängliche Verfolgungsjagd dank der eingesetzten Alchemie sehr bildgewaltig aus. Dazu kommt ein hörenswerter Soundtrack und eine überraschend hochwertige deutsche & englische Lokalisierung. Klar der O-Ton ist immer autenthischer, aber dennoch funktionieren die anderen Sprachen sehr gut, auch wenn nicht alles optimal übersetzt wurde.


Ich mag den Fullmetal Alchemist Realfilm, was nicht überrascht, da ich viele Mangaverfilmung mag. Natürlich wäre handlungstechnisch viel mehr drinnen gewesen, aber wie jeder andere Film ist auch Fullmetal Alchemist an seine Laufzeit gebunden. Daher bleibt ein Blick in den Manga/Anime oder in Wikipedia nicht erspart, um alles zu verstehen, was die Welt betrifft. Ich halte den Film für sehenswert, muss jedoch ein bedingt sehenswert vergeben, wenn man noch nie in Kontakt mit der Vorlage gekommen ist.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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9 Kommentare
  1. Yay, ich habe den Film auch schon auf´m Schirm. Ich schaue ja gerade zum wiederholten Male den ersten Anime. Danach wollte ich den Film schauen, danach „BROTHERHOOD“. Ich freue mich und ich denke, dass ein „bedingt sehenswert“ nur für die Unerfahrenen gilt. Für Kenner sollte da genügend bei rausspringen, oder?

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