Winchester | Review

Winchester ist ein Horrorfilm, über den ich mich Vorfeld kaum informiert habe. Allerdings war mein Interesse geweckt, als ich erfahren habe, dass der Film im Winchester-Haus, einem realen „Spukhaus“ spielt.

Ob mich Winchester begeistern konnte, oder der Film ein Rohrkrepierer ist, möchte ich euch nun erzählen.


Der Arzt Eric Price wird von der Rechtsabteilung der Winchester Company beauftragt ein medizinisches Gutachten über die geistige Verfassung von Sarah Winchester zu erstellen, damit geprüft werden kann ob sie für die Leitung der Firma noch geeignet ist.

Im Winchester-Haus gehen mysteriöse Dinge vor sich. Tag & Nach finden Bauarbeiten statt die durch Sarah Winchester veranlasst werden, da diese sich durch die Geister der durch ein Winchester Gewehr Ermordeten verfolgt fühlt. Glaubt Erik Price an eine in Mitleid gezogene Verfassung bedingt durch den Tod von Sarah Winchesters Mann & einzigem Kind wird schon bald klar, dass hier böse Mächte am Werk sind und nicht jeder Tote ewigen Frieden finden will.

Die Geschichte von Winchester nutzt den klassischen Aufbau einer Geistergeschichte, glänzt allerdings durch einen sehr kreativen Schauplatz. Dazu kommt eine sehr dichte Atmosphäre, die zum einen durch das Spiel von Licht & Schatten, aber auch durch die zu Beginn häufigeren und später seltener werdenden Schockmomente entsteht. Die Handlung bekommt neben dem Hauptstrang, das Gutachten über Sarah Winchester, etwas Subtext. Besonders der Hauptcharakter Eric Price ist sowohl mit dem Haus, als auch mit der Geisterwelt verbunden, was besonders zum Schluss zum hin relevant wird.

Optisch gefällt Winchester, was an dem bereits erwähnten Spiel mit Licht & Schatten liegt, aber auch die Maske der Geister überzeugt. Sie wirken sowohl gruselig als auch mitleiderregend, da sie durch unvollendete Aufgaben an das Haus gebunden sind.

Der Cast ist leider etwas durchwachsen, aber besonders Jason Clarke gefällt in seiner Rolle als Dr. Eric Price der es schafft lustig, ernst, innerlich verletzt und manchmal etwas manisch zu sein. Er ist es auch, der den Film trägt, da zu Beginn die Familie Winchester (Sarah, Marian Marriot & Henry) eingeführt wird, aber Clarke ganz klar das meiste Charisma versprüht und sich der Film meist auf ihn und seine Arbeit mit der etwas unheimlichen aber innerlich gebrochenen Sarah Winchester (Helen Mirren) konzentriert.


Alles in allem hat mich Winchester positiv überrascht. Ich habe kaum Erwartungen an den Film gesetzt, aber Handlung, Atmosphäre, Hauptcharakter und die allgemeine Inszenierung überzeugen. Der Film geht eher in Richtung Gruselfilm, was im Vergleich zu den üblichen modernen Horrorfilmen sehr erfrischend wirkt. Ich gebe Winchester das Prädikat sehenswert und wünsche mir in Zukunft mehr Horrorfilme, die auf subtilem Horror aufbauen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

4 Kommentare Gib deinen ab

    1. DerStigler sagt:

      Der Beitrag zum Award kommt nächste Woche! 🙂

      Gefällt 1 Person

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