Tomb Raider (Verfilmung 2018) | Review

Videospielverfilmungen sind ein eher wenig ruhmreiches Genre. Das liegt an mehreren Aspekten, am gravierendsten finde ich jedoch den Mangel an einer vorlagennahen Umsetzung der Geschichte. Es gibt natürlich Ausnahmen, wie den Angry Birds Film, oder den ersten Mortal Kombat Film. Bei Tomb Raider von 2018, nicht zu verwechseln mit dem 2018 erscheinenden Videospiel (Shadow of the Tomb Raider) ist allerdings der Publisher Square Enix beteiligt, was bereits ein positiver Punkt ist. Ob Tomb Raider (2018) was kann, will ich euch nun mitteilen.


Die junge Lara Croft arbeitet als Fahrradkurier im Londoner East End. Sie vernachlässigt ihr Studium und weigert sich, ihr Erbe anzutreten, da sie nicht an den Tod ihres seit Jahren verschwundenen Vaters Richard Croft glaubt. Als sie auf dem Stammsitz ihrer Familie einen geheimen Raum entdeckt, erfährt sie mehr über die Mission ihres Vaters. Richard war auf der Suche nach Himiko, einer legendären japanischen Königin mit übersinnlichen Kräften. Ihre letzte Ruhestätte wird auf Yamatai, einer Insel mitten im Teufelsmeer, vermutet. Mithilfe des Kapitäns Lu Ren begibt sich Lara auf die Suche nach Yamatai, jedoch erleiden beide bei der Entdeckung der Insel Schiffbruch und geraten in die Hände des zwielichtigen Mathias Vogel. Dieser kaltblütige Kerl sucht ebenfalls nach Himikos Grab und scheint für den militanten Trinity-Orden, der über das Übernatürliche herrschen will, zu arbeiten.

Lara muss ihr Potential nutzen und den gnadenlosen Überlebenskampf auf Yamatai überleben, um Trinity das Handwerk zu legen.

Die Handlung von Tomb Raider entspricht im Großen & Ganzen dem Videospiel von 2013, nutzt allerdings bereits Elemente aus der Fortsetzung, wie den Trinity-Orden oder Laras Stiefmutter Ana. Durch diesen Umstand wirkt die Handlung etwas schlüssiger, als im Videospiel. Was mir ebenfalls gefällt, ist die Nutzung des Titels Tomb Raider, zu Deutsch Grabräuber und Lara schleicht besonders im Finale des Films durch ein altes Grab, was sehr gefällt.


Der Film ist sehr actionlastig und nutzt auch in diesem Punkt seine moderne Vorlage. Das Tempo des Films ist konstant hoch, vernachlässigt dabei jedoch nicht die Handlung. Besonders gefällt die Darstellung von Alicia Vikander. Sie schafft es, die unerfahrene Abenteurerin, aber auch die knallharte Überlebenskämpferin zu verkörpern und ist dabei immer noch menschlich. Lara frisst Dreck, wird mehr als einmal verletzt und dominiert nicht jeden Kampf, aber genau darin liegt etwas Heldenhaftes. Die junge Lara muss über sich hinausgehen und Gegner bezwingen, die körperlich überlegen sind und wesentlich kaltblütiger agieren.

Walton Goggins schlüpft in die Rolle des Mathias Vogel, der auf Yamatai gefangen ist, bis er seine Aufgabe, das Grab von Himiko finden, erfüllt hat. Der „Schurke“ wirkt beinahe tragisch da er, wie alle anderen Personen auf Yamatai, ein Gefangener ist und es keine Möglichkeit gibt, die Insel zu verlassen. Der dritte im Bunde ist Dominic West als Richard Croft, der Lara erst nach seinem Verschwinden über seine Mission aufklärt, aber nicht den Wunsch hegt, seine Tochter in diesen Kampf hineinzuziehen.

Wie bereits erwähnt ist der Film sehr actionlastig, was an vielen Verfolgungsjagden und äußerst rohen Kämpfen liegt. Dabei vernachlässigt der Film allerdings nicht die Interaktion zwischen den Figuren und die Etablierung des Tomb Raider Universums.


Alles in allem merkt man Tomb Raider (2018) an, dass man es hier mit einem ersten Teil einer Reihe zu tun hat, was allerdings nichts Negatives nicht. Der Film funktioniert sehr gut und fängt den Geist der modernen Vorlage hervorragend ein. Ich vergebe für Tomb Raider (2018) das Prädikat sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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