Altered Carbon – Das Unsterblichkeitsprogramm (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Was kommt dabei raus, wenn man Ghost in the Shell, Blade Runner und Deus Ex mischt? Richtig, ein sehr interessanter Hybrid und genau das ist Altered Carbon, sowie eine Serie, für die ich leider viel zu lange gebraucht habe!


Altered Carbon spielt im 24. Jahrhundert in einer dystopischen, futuristischen Welt, in der es durch den technologischen Fortschritt möglich ist, sein Bewusstsein mitsamt allen Erinnerungen in einem sogenannten Stack zu speichern und in andere Körper einzusetzen.

Im Zentrum der Handlung steht Takeshi Kovacs, ehemaliges Mitglied der terroristischen Bewegung Nvoi und Elitesoldat. Er wird 250 Jahre nach seinem physischen Tod in einen neuen Körper transferiert, um den Mord am wohlhabenden Laurence Bancroft aufzuklären. Bancroft gehört der elitären Klasse der Meth, in Anlehnung an Methusalem, an, welche abgeschottet leben und durch das Kaufen oder Klonen von jungen Körpern ein beträchtliches Alter erreichen.

Der Auftrag, den Mord aufzuklären, bildet jedoch nur den Auftakt zu einer viel größeren Verschwörung, die Kovacs in die dunkelsten Nischen der Gesellschaft und Abgründe der Menschheit eintauchen lässt.

Selbst wenn die Handlung etwas Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen, entwickelt Altered Carbon ab der fünften beziehungsweise sechsten Folge eine enorme Sogwirkung, die den Zuseher bis zum Finale nicht mehr loslässt.


Die Sogwirkung entwickelt sich jedoch nicht nur aus der Handlung, sondern auch den interessanten und vielschichtigen Figuren.

Takeshi Kovacs wird in seinem aktuellen Körper von Joel Kinnaman (Suicide Squad) und in den Rückblenden von Will Yun Lee verkörpert, wobei beide sehr gut spielen und den Hauptcharackter vielschichtig präsentieren. Als Mensch aus einer anderen Zeit muss er sich mit dieser neuen, dystopischen Welt auseinandersetzen und wird gleichzeitig von seiner Vergangenheit heimgesucht.

Takeshi erhält Unterstützung von der K.I. Poe (Chris Conner), der menschlicher als der Mensch wirkt, obwohl er nur eine Maschine ist und der Polizistin Kristin Ortega (Martha Higareda), die sich an Takeshis Fersen heftet und im Laufe der Zeit eine besondere Beziehung zum Protagonisten entwickelt. Der Vierte im Bunde ist Vernon Elliot (Ato Essandoh), der zunächst nur widerwillig mit Kovacs zusammenarbeitet.

Interessant an dieser bunt zusammengewürfelten Gruppe ist der Umstand, dass sie sich zu Beginn nicht wirklich leiden können, aber im Laufe der Handlung eine enge Bindung schmieden, wenn auch eher unterbewusst.

Aber nicht nur die Figuren sondern auch die Welt selbst wirkt faszinierend. Die Schere zwischen arm und reich klafft gewaltig auseinander, was sich in den Slums auf der Erde und den Wohnhäusern der Meths über den Wolken manifestiert. Der Handlungsort von Altered Carbon verkörpert perfekt das Genre Cyberpunk und würde problemlos in einer Deus Ex, oder Blade Runner Geschichte Platz finden.

Ebenso schillernd wie die Schauplätze ist die Vielfalt an behandelten Themen. Transhumanismus, Leben nach dem Tod, Unsterblichkeit, Göttlichkeit & Erleuchtung sind einige der Themen, mit denen Altered Carbon spielt.


Zusammengefasst gehört Altered Carbon zu den besten modernen Vertretern des Cyberpunk Genres und zu den besten Netflix Serien im Jahr 2018. Die Handlung nimmt langsam Fahrt auf und sobald der Funke übergesprungen ist, will man nicht mehr aufhören, bis die Serie endet. Ich vergebe für Altered Carbon das Prädikat sehenswertund hoffe sehr auf eine zweite Staffel.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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