The Rain (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Das Programm auf Netflix steigt stetig an. Es gibt inzwischen Serien aus Japan, Korea, den USA, Deutschland, Britannien und aus Dänemark?! The Rain ist eine Serie mit postapokalyptischem Szenario aber ohne Zombies oder Vampire, dafür mit Coming of Age Elementen. Ob das funktioniert?


6 Jahre sind seit dem Ausbruch eines tödlichen Virus, der sich über Regen/Regenwasser verbreitet, vergangen. Die Geschwister Simone & Rasmus haben die letzten 6 Jahre in einem Bunker verbracht, um dort auf ihren Vater zu warten, der versprochen hat, sie zu holen. Als dieser Fall nicht eintritt, beschließen die Geschwister, den Bunker zu verlassen, um ihren Vater zu suchen. Dabei treffen die beiden auf die Gruppe um den ehemaligen Soldaten Martin, der sie zunächst als Gefangene mitnimmt, da sie seinen Leuten einen weiteren Bunker mit Vorräten zeigen können. Diese anfängliche Prämisse ist allerdings nur der Auftakt zu einer Reise, um den Vater der Geschwister zu finden und aufzudecken, was es mit dem Virus auf sich hat.

The Rain erfindet sein Subgenre nicht neu, erzählt aber die Geschichte aus der Sicht von Jugendlichen, die sich auch in der postapokalyptischen Welt ihren Dämonen stellen müssen, sowohl Alten wie Neuen. Es existiert immer noch Liebe, Menschlichkeit und das Erwachsenwerden in dieser neuen Welt, aber diese Werte sind schwer zu erhalten, wenn alles verloren scheint.

In diesem Zusammenhang muss ich die clever geschriebenen Drehbücher und die Besetzung aus unbekannten Schauspielern loben. Das Hauptziel der Reise wird nie ausser Acht gelassen, allerdings wird genug Zeit für die Beziehung zwischen den Figuren und deren eigenen kleinen Rückblenden eingebaut. Das macht die Figuren nicht nur glaubhaft, sondern ermöglicht auch eine emotionale Bindung zu den Charakteren neben Simone & Rasmus.

Das Erzähltempo ist etwas langsamer als bei anderen Serien mit postapokalyptischen Setting. Dafür werden, wie bereits erwähnt, einige interessante erzählerische Kniffe verwendet und selbst die obligatorische Kannibalen-Episode wird kreativ erzählt.


Alles in allem erfindet The Rain das Rad definitiv nicht neu aber die Herangehensweise, eine postapokalyptische Welt mit einer Coming of Age Geschichte zu verbinden, ist sehr kreativ und die Bedeutung der Tröpfcheninfektion wird mit dieser Serie auf jeden Fall neu interpretiert (die Witze lassen wir lieber). The Rain wirkt erfrischend, wie ein Regenschauer (wirklich?) und macht Spaß. Ich vergebe für The Rain die Wertung sehenswert, da bekannte Genres zu einem interessanten Hybriden verschmolzen werden!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

17 Kommentare
  1. Danke für den Beitrag, die Serie hatte ich schon im Blick und war mir aber nicht ganz sicher weil ich schön langsam übersättigt scheine von dem immer selben Setting rund um postapokalyptische Serien aber dank deiner Review werd ich ihr doch mal eine Chance geben weil sie sich doch etwas anhört als die null acht fünfzehn Serie😉

    Gefällt 1 Person

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