Detroit Become Human | Review [Playstation 4]

Die Abstimmung auf Instagram hat entschieden, dass sich die Mehrheit für Detroit Become Human anstatt für Agony entschieden hat. Danke für die rege Teilnahme!

Ich mag interaktive Filme sehr und besonders die Playstation 4 nutzt dieses Genre mit Heavy Rain & Beyond Two Souls Ports sowie dem Horrorfilm Until Dawn und den PlayLink Spielen Hidden Agenda und Planet of the Apes: Last Frontier stark aus.

Bei Detroit Become Human handelt es sich um den aktuellsten Titel aus dem Studio Quantic Dream. Das Setting ist dieses mal wesentlich futuristischer. Also begeben wir uns nach Detroit in naher Zukunft!


Wir schreiben das Jahr 2038. Dank des Konzerns Cyberlife hat sich die Welt grundlegend verändert. Androiden erleichtern das Leben der Menschen in allen belangen, sorgen aber auch für mehr Armut und den Verlust von Arbeitsplätzen. Besonders in Detroit, der Androidenstadt, ist die Lage schlimm. Die Geschichte verfolgt primär die Schicksale von drei Androiden.

Zum einen hätten wir Connor, ein Androide der geschaffen wurde, um sogenannte Abweichler aufzuspüren. Ein Abweichler ist ein Androide, der plötzlich Gefühle entwickelt und menschlich wird, also genau jene Entwicklung, die bereits in vielen anderen Science-Fiction Werken verwendet wurde. Seine Reise führt ihn auf einen Pfad der Selbstbestimmung, an dem er sich schließlich für eine Seite entscheiden muss.

Als nächstes spielt Markus, ein ehemaliger Hilfs-Androide, der durch seinen alten Besitzer jene Werte vermittelt bekommt, damit er einen freien Willen entwickelt und eine Entscheidung treffen kann. Freiheit oder Tod? Seine Reise führt ihn in die Revolution der Androiden.

Die dritte Hauptfigur im Bunde ist Kara, eine ehemalige Haushalts-Androidin, die mit dem kleinen Mädchen Alice auf der Flucht ist und sie um jeden Preis beschützen will. Kara‘s Weg führt sie zu moralischen Fragen, was sie bereit ist zu opfern um für sie das Wichtigste zu retten.

Auch wenn es anfangs nicht so aussieht, sind die drei Handlungsbögen eng miteinander verwoben und bilden die Rahmenhandlung. Anstatt, wie in anderen Videospielen, dem Spieler ein klares Ziel vorzusetzen, hängt in Detroit Become Human der Verlauf von den Handlungen des Spielers ab und jede Aktion führt zu Reaktion was den weiteren Verlauf entschieden beeinflusst.


Was will ich damit sagen? Detroit Become Human ist das bisher komplexeste Spiel des Entwicklers Quantic Dream. In jedem Kapitel gibt es mehrere Lösungswege und Detail zu entdecken, die eine ungeahnte Tragweite haben können.

Jedes Kapitel, auch Szene genannt, verfügt über ein eigenes Ablaufdiagramm mit Checkpoints, an denen der Spieler wieder einsteigen kann, um ein Detail der Handlung zu verändern. Hierbei muss ich anermerken, dass es zuerst sinnvoll ist, die Haupthandlung einmal komplett durchzuspielen bevor man die Alternativen austesten.

Quantic Dream setzt mit Detroit Become Human auf eine ausgewogene Mischung zwischen Handlung & Gameplay. Beide Elemente ergänzen sich harmonisch, um den Spieler in die Welt eintauchen zu lassen. Dazu gibt es die Möglichkeit Magazine zu sammeln beziehungsweise zu lesen, was die Spielwelt gewaltig vertieft und viel Subtext zutage fördert, da die Welt im Jahr 2038 am Abgrund steht.


Technisch setzt der Entwickler mit Detroit Become Human auf bekannte Stärken um dem Spieler eine möglichste realistische Darstellung der Welt sowie der Protagonisten, menschlich wie mechanisch, zu präsentieren. Weiters wurde sehr viel wert auf eine filmreife Inszenierung gelegt, was hervorragend funktioniert. Der Kamerawinkel kann auf Knopfdruck geändert werden, wodurch die Szenen dynamisch präsentiert werden. Allgemein legt die Präsentation, wie auch der Rest des Spiels, viel wert auf Balance. So halten sich ruhige Momente und schnelle Szenen die Waage um den Spieler das volle Ausmaß der Prämisse erleben zu lassen.

Belustigenderweise traten auch im letzten Drittel immer wieder kleinere Macken auf, wobei die extrem selten sind und kaum ins Gewicht fallen, da Detroit Become Human ein sehr solides, technisches Grundgerüst bietet.

Die Vertonung ist ebenso wie der Soundtrack gewohnt hochwertig und hier nutzt Quantic Dream eine ihrer großen Stärken. Handverlesene Sprecher, wie die deutsche Stimme von Daniel Redcliff als Connor, und eigene Stücke für jeden Handlungsstrang machen die akustische Untermalung von Detroit Become Human sehr hochwertig.


Zusammengefasst ist Detroit Become Human das wohl wichtigste PS4 exklusive Spiel im ersten Halbjahr 2018. Die Handlung nutzt bereits bekannte Elemente, zb aus I Robot, interpretiert diese aber neu und erzählt einen dramatischen Epos aus der Sicht von drei unterschiedlichen Androiden. Durch den komplexen Aufbau ist der Wiederspielwert extrem hoch und dank des Ablaufdiagramms kann man sich in jedem Kapitel leichter zurechtfinden was getan werden muss/sollte oder nicht. Auch auf technischer Ebene gibt es kaum was zu meckern, da die Spiele von Quantic Dream einen hohen Standard haben.

Detroit Become Human ist eine faszinierende Erfahrung, die jeder Besitzer einer Playstation 4 machen sollte denn so schnell werden wir wohl keinen interaktiven Film von diesem Kaliber bekommen. Daher vergebe ich für Detroit Become Human die Wertung besonders spielenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag, ich gehe jetzt Agony spielen!

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2 Kommentare

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