Der Junge und das Biest | Review

Mein Interesse an Animes ist dieses Jahr so stark, wie schon lange nicht mehr. Neben Devilman Crybaby, B: The Beginning und Your Name. habe ich endlich das Fantasyabenteuer Der Junge und das Biest gesehen.

Falls es jemand verpasst hat; hier geht es zum unboxing der Collectors Edition.


Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter soll der neunjährige Ren zu seinen Pflegeeltern ziehen, da sein Vater wegen der Scheidung seiner Eltern nicht auffindbar ist. Ren will jedoch nicht zu seinen Pflegeeltern ziehen, reißt aus und Shibuya.

Zur gleichen Zeit beschließt der König (Großmeister) von Jūgengai, dass es Zeit für einen Nachfolger wird, da er als Gott wiedergeboren werden möchte. Zur Auswahl stehen zwei Kandidaten. Zum einen Iōzen, ein ebenso mächtiger wie weiser Krieger und Vater zweier Söhne sowie der sehr starke aber allein lebende Kumatetsu. Der Großmeister rät Kumatetsu sich einen Schüler zu suchen um bessere Chancen zu haben der nächste Großmeister zu werden.

Als Kumatetsu durch Tokio wandert, entdeckt er zufällig Ren, den er zu seinem Schüler machen will, was der Junge aber ablehnt. Dennoch folgt Ren dem grimmigen Kumatetsu heimlich nach Jūtengai, dem Köngreich der Biester. Nach einigem hin und her wird Ren, der mit Kyūta einen neuen Namen erhält, der Schüler von Kumatetsu. Obwohl sich beide nicht wirklich verstehen, wird in den Jahren bis zum Entscheidungskampf der Nachfolge ein enges Band geschmiedet.


Der Junge und das Biest erinnert in den Grundzügen an die Harry Potter-Geschichten, da in beiden Fällen ein Junge aus seinem tristen Leben in unserer Welt in eine Fantasywelt gebracht wird. Ren muss lernen was es heißt erwachsen zu werden und seinen Platz in gleich zwei Welten finden. Interessant ist ebenfalls die Entwicklung von Kumatetsu. Zuerst ein rüpelhafter Einzelgänger muss er sehr schnell lernen wie es ist sowohl Lehrer als auch Vater zu sein. Kyūta wird der Mittelpunkt seiner Welt und spiegelt auch Kumatetsus Weg zum Erwachsenen wieder. Beide müssen ihren Platz finden, haben sich aber gegenseitig als Stützen.

Generell bedient sich der Film vieler Stilmittel und Thematiken. So sind drei der populärsten Elemente japanischer Filme (zerstrittene Teenager, Fabelwesen und epische Kämpfe) vorhanden. Die Kämpfe des Films werden dynamische und bildgewaltig inszeniert, was unter anderem an der hochwertigen Animationsqualität liegt.

Die wahre Stärke von Der Junge und das Biest liegt jedoch in den ruhigen Momenten, wenn Themen wie Liebe, Einsamkeit, Akzeptanz und Familie zum tragen kommen. Dann entfaltet der Film sein wahres Potenzial und nimmt den Zuseher auf eine emotionale Reise mit. Ein cleverer Kniff ist der Zeitraum der Handlung, da der Film über mehrere Jahre spielt, sieht man die Protagonisten wachsen und sich zu verändern, was aber auch auf die Nebenfiguren zutrifft.


Bevor ich mich in endlosen Details verliere, ziehe ich mein Fazit. Der Junge und das Biest ist ein hochwertiges, dramaturgisch wertvolles Fantasyabenteuer, das trotz seines Setting geerdet bleibt und im Kern eine Geschichte über Familie, Akzeptanz und das Erwachsenwerden ist. Dies wird so charmant und glaubhaft inszeniert, wie es nur wenige Filme schaffen. Ich halte Der Junge und das Biest für ein modernes Meisterwerk, welches sich neben anderen Größen wie Your Name. Akira,, Chihiros Reise ins Zauberland und Prinzessin Mononoke einreihen darf. Von mir erhält Der Junge und das Biest oder auch Bakemono no Ko das Prädikat besonders sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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