Big Mouth (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Das Genre Coming-of-Age hat sich in den letzten Monaten zu einem meiner absoluten Lieblingsgenres gemausert und Werke wie The Rain, Stephen King‘s ES oder Your Name. kann ich sehr empfehlen. Big Mouth habe ich bereits seit geraumer Zeit auf dem Schirm, aber erst mein letzter Besuch in Wien hat mich dazu gebracht, die Serie intensiv zu sehen. Daher ein großes Danke an die liebe Sarah, welche mir den Anstoß gab!


Im Zentrum der Handlung stehen Andrew und Nick, die den alltäglichen Wahnsinn des Erwachsenwerdens in einem Vorort von New York erleben. Dabei ist ein triebgesteuertes Hormonmonster der ständige Begleiter des pubertierenden Andrew während Nick noch nicht in die Pubertät gekommen ist. Neben diesen beiden Hauptfiguren bilden die Schulfreunde der beiden Jessy & Jay sowie der Sportlehrer Steve, Missy (Andrews heimliche Liebe) und das weibliche Hormonmonster den erweiterten Figurenkreis.

Die Serie ist wie eine Sitcom aufgebaut, allerdings sind die Folgen miteinander verknüpft, was für eine gewisse Komplexität sorgt, die aber nicht den Humor ausbremst. Alle Ereignisse und Gedanken der Pubertät werden in humoristischen sowie surrealen Szenarien präsentiert, was unweigerlich in Peinlichkeiten mündet. Der Humor ist in erster Linie vulgärer Natur, passt aber perfekt zum Setting der Serie.

Wenn man von der Sitcom absieht, versteckt sich hinter Big Mouth eine äußerst clevere Serie, die die behandelten Themen (Sexualität, Entwicklung, Liebe) schonungslos aufarbeitet und keine Rücksicht auf die Zerbrechlichkeit der Figuren nimmt. Man kann Big Mouth auch wie folgt beschreiben; eine Coming-of-Age-Sitcom, die die Pubertät unromantisch zeigt.

Die Serie selbst basiert auf den Erlebnissen der beiden befreundeten Autoren Nick Kroll und Andrew Goldberg, was Big Mouth fast schon autobiografische Elemente verleiht aber eben nur fast.

Stilistisch erinnert mich Big Mouth entfernt an Family Guy aber wirklich nur entfernt. Die Serie macht grundlegend ihr eigenes Ding, gefällt aber durch eine hohe Qualität und die grundlegende Surrealität, was fast alles möglich macht. Dies beweisen unter anderem auch die abwechslungsreichen Lieder der Serie.


Alles in allem gehört Big Mouth zu den interessanteren Originals von Netflix und auch zu den witzigsten. Dank viel Humor, einer gesunden Portion Wahnsinn und viel Kreativität ist beiden Machern eine äußerst unterhaltsame Serie gelungen, die bis auf das Verlangen von mehr Episoden, kaum Wünsche offen lässt. Ich vergebe für die Big Mouth Staffel 1 die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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