Philip K. Dick‘s Electric Dreams S01/E03: Menschlich ist … | Review

Ich finde es faszinierend, wie lange ich dafür brauche, mir jeweils eine Folge von Electric Dreams anzusehen. Dabei ist die Serie wirklich gut aber Anthologie-Serien haben einen Segen der auch gleichzeitig als Fluch fungiert, man muss nicht dranbleiben, um die Handlung zu verstehen, da jede Folge für sich steht und ich bin mir sicher bis zur Winterpause habe ich alle Folgen gesehen (hoffentlich)!


In einer dystoptischen Zukunft stehen die Menschen des Planeten Terra am Abgrund. Der unnahbare Colonel Silas Herrick begibt sich auf eine Mission zum Planeten Rexor IV, um dort eine lebenswichtige Ressource zu bergen. Als er diese Mission knapp überlebt und nach Terra zurückkehrt, ist er anders. Seiner Frau Vera Herrick verhält er sich liebevoll und menschlich gegenüber, was sie stutzig macht, da die Ehe der beiden nicht gerade von Herzlichkeit geprägt ist.

Schnell regt sich der Verdacht, dass Silas von einem Rexorianer ausgetauscht wurde, was das „seltsame“ Verhalten erklären würde. Interessant an dieser Folge ist die Frage, was Menschlichkeit ausmacht. Der Verdacht, was Silas Menschlichkeit angeht, wird angezweifelt weil er sich freundlicher verhält als vor seinem Aufbrauch. Ist es also Menschlicher keine Emotionen zu zeigen und unnahbar zu sein?

Themen wie Menschlichkeit, Transhumanismus und Menschlicher als der Mensch sind ohnehin sehr beliebt im Science-Fiction Genre und geben dem Zuseher/Leser/Spieler die Möglichkeit zum Nachdenken.


Die große Stärke der Episode Menschlich ist … liegt allerdings, neben der Besetzung, in der Technik an sich. Durch die Kameraarbeit, die mal auf lange Szenen und mal auf schnelle Schnitte setzt, erhält die Folge eine gewisse Ästhetik. Unterstrichen werden Szenen, in denen die Menschlichkeit verdeutlicht wird, zb bei den Aufnahmen von Silas und Veras Gesichtern, durch elektronische Musik. Diese schwankt zwischen dunkler Mystik und dezenter Melancholie in einer Welt, die am Abgrund steht.

Bryan Cranston, Hauptdarsteller dieser Episode, hat ohnehin genau das richtige Gesicht um Gefühlskälte aber auch Menschlichkeit auszustrahlen.


Alles in allem ist die dritte Folge von Electric Dreams seht solide, glänzt durch eine gelungene Kameraarbeit und spricht das Thema Menschlichkeit auf den Menschen selbst bezogen genau richtig an, um sich von anderen Science-Fiction Geschichten etwas abzuheben. Wer Gefallen an dezent ästhetischen Szenen findet, kann ruhig einen Blick auf Menschlich ist … werfen. Daher auch die verdiente Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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