Mein Name ist Somebody | Review

Letzte Woche habe ich Mein Name ist Somebody, den neuen Film von und mit Terence Hill gesehen. Da ich bei der Premiere war, konnte ich den Star auch persönlich treffen und jetzt kommt meine kurze Rezension zum Film!

Kernfakten zum Film

Titel: Mein Name ist Somebody

Originaltitel: Il mio nome è Thomas

Regie: Terence Hill

Laufzeit: 97 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Roadmovie, Drama


Thomas ist ein Aussteiger, der in die spanische Wüste reist, um die Einsamkeit zu suchen und um ein Buch zu lesen. Kurz nach dem Antritt seiner Reise trifft er auf die junge Frau Lucia, die ebenfalls nach Spanien reist, um bei ihrer Tante zu leben. Mehr ungewollt als gewollt reisen die beiden gemeinsam und begeben sich auf einen Pfad zur Selbstfindung sowie der Frage nach dem Sinn des Lebens.

Mein Name ist Somebody ist wesentlich düsterer sowie melancholischer, als andere Filme mit Terence Hill, was auch daran liegt, dass der Film ein Requiem für seinen langjährigen Freund und Kollegen Bud Spencer, leider inzwischen verstorben, ist.

Der Film hat mich an manchen Stellen an Arthur & Clair erinnert, allerdings konnte mich Mein Name ist Somebody nicht so mitnehmen wie gewünscht, da die Motivation von Lucia sowie ihre Vergangenheit etwas zu kryptisch wiedergegeben wird und so manche Stimmungsschwankung eine Bindung an die Figur erschwert.


Dies führt mich zu den Schauspielern. Wie man es von Terence Hill aka Mario Girotie kennt, kommt auch Mein Name ist Somebody mit zwei Figuren im Fokus aus. Neben Terence Hill, der den schweigsamen, beinah schüchternen Thomas spielt, sieht man Veronica Bitto als die junge, aufbrausende Frau Lucia. Beide Figuren sind komplett gegensätzlich und es dauert relativ lange um einen Draht zu diesem Duo zu finden. Wie bereits erwähnt ist es Lucias Art, die diesen Charakter schwierig macht, aber sobald man ihr trauriges Schicksal kennt, wächst die Anteilnahme.

Was Mein Name ist Somebody interessant macht, ist die phasenweise sehr kunstvolle Inszenierung. Gewisse Szenen werden mit einem Chors unterlegt, dessen schwere Musik manchen Einstellungen massives Gewicht verleiht. So wird selbst aus einer langwelligen Wüste ein Ort voller Emotionen und Erinnerungen, was man Terence Hill auch anmerkt.


Alles in allem ist Mein Name ist Somebody kein Meilenstein aber ein solider Mix aus Drama und Roadmovie, der besonders in der Wüste sein volles Potenzial entfaltet, aber ansonsten leider kaum Spannung erzeugen mag. Es schadet nicht den Film gesehen zu haben aber wer lieber eine alte Komödie mit Terence Hill und Bud Spencer sehen möchte ist genauso gut beraten.

Daher vergebe ich für Mein Name ist Somebody die Wertung bedingt sehenswert, da dieses Jahr bereits wesentlich intensivere Dramen erschienen sind.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. ainu89 sagt:

    Ich muss ja gestehen, dass ich es total schade fand als ich herausfand, dass es sich bei dem Film um reine Fiktion und nicht um eine Art Dokumentation handelt. Da war dann auch plötzlich die Lust drauf ins Kino dafür zu gehen stark gesunken. Ich mein, klar, wir hatten erst vor kurzem eine Doku die sich unter anderem um die Kultfigur Bud Spencer und den schrulligen Mann dahinter drehte aber ganz ehrlich, ich hätt auch nix gegen eine Doku aus der Sicht von Hill gehabt und der Titel ließ mich irgendwie auf sowas hoffen, wegen der Anspielung auf seinen Film „Mein Name ist Nobody“

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