Die Re-Animator Trilogie | Gedankenspiel

Herzlich willkommen zu diesem Beitrag und dem Pilot für ein neues Projekt als Ergänzung zum Format Kultfilm (ja da kommen auch wieder neue Beiträge aber ich lasse mir offen wann es weitergeht). Im heutigen Beitrag möchte ich euch die Re-Animator Trilogie vorstellen. An dieser Stelle ein großes DANKE an die Mitarbeiter des Capelight Verleihs für die Bereitstellung des Pressematerials!


Die Re-Animator Trilogie besteht (logischerweise) aus drei Filmen mit einem Hauch Edeltrash und basiert auf der Kurzgeschichte Herbert West – Der Re-Animator von meinem Boy H. P. Lovecraft. Ergänzend zu den Filmen gibt es ein Musical, welches scheinbar sehr populär war.

Alle drei Filme waren massiver Zensur, Indizierung oder dem Einbau von humoristischen Elementen unterworfen, um für ein breites Publik verdaulich zu sein.


Re-Animator

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Kernfakten zum Film

Titel: Re-Animator

Originaltitel: Re-Animator

Regie: Stuart Gordon

Laufzeit: 86 Minuten (Unrated), 104 Minuten (Integral)

Genre: Horror

Erscheinungsjahr: 1985


Fangen wir mit dem Film an, der auch gleichzeitig zum Kultfilm avancierte und als Musical umgesetzt wurde. In Re-Animator verfolgen wir das Leben des jungen aber sehr verschlossenen Medizinstudenten Herbert West, der in der Schweiz ein neuartiges Serum erfunden hat, mit dem sich totes Gewebe reanimieren lässt. Nach einem Zwischenfall flüchtet West mit einem Stipendium an die Miskatonic Universitätsklinik, um sein Studium am menschlichen Gehirn fortzusetzen zu können. Dabei nistet er sich beim Medizinstudenten Dan Cain, der eine geheime Liebschaft zur Tochter des Dekans pflegt. Wegen seiner eigenbrötlerischen Art ist Herbert West weder bei der Tochter des Dekans, noch bei Prof. Dr. Hill, der ein Gehirnspezialist ist und die Ausbildung der Student über hat, wirklich beliebt. Insgeheim hat Herbert ein Serum entwickelt mit dem er totes Gewebe reanimieren kann, je frischer, desto besser. Sein erstes Versuchsobjekt ist die Katze von Megan, Dan’s Freundin. Allerdings reagiert der Probat extrem aggressiv weswegen Herbert und David, der zum (unfreiwilligen) Assistenten wurde, das Tier erneut töten müssen. Als die beiden Studenten der Fakultät verwiesen werden, Dr. Hill vom Serum erfährt und Megan Zeugin der Reanimation wird eskalieren die Ereignisse da das dynamische Duo Herbert & Dan ihre Versuche auf Menschen ausweiten und immer rücksichtsloser werden. Das Chaos mündet schließlich in einem Scharmützel zwischen dem Untoten Prof. Dr. Hill mit seiner Zombietruppe und den beiden Ex-Studenten.

Dr. Hill
Dr. Hill’s Kopf agiert als Bösewicht des Films.

Es überrascht mich ehrlich gesagt nicht, dass gerade dieser Film den Kultstatus erlangt hat. Zum einen ist dieser Film mit äußerst hoher Wahrscheinlich die hochwertigste Adaption einer Geschichte von H. P. Lovecraft und zum anderen hat dieser Film ein sehr angenehmes Tempo. Im Verlauf der Geschichte verschwimmt die Grenze zwischen Leben und Tod immer weiter bis sich dieses Drama in einem grotesken Finale auflöst oder sich zumindest teilweise auflöst. Schließlich gibt es zwei Fortsetzungen.

Effekt technisch weiß Re-Animator ebenfalls zu überzeugen, trotz seines stolzen Alters von über 30 Jahren entsteht ein gewisser Ekel, wenn der Horror richtig einsetzt.

Alles in allem kann ich diesen Film sowohl für Genrefans als auch für experimentierfreudige Liebhaber empfehlen, die einen blutigen und alten Horrorfilm sehen wollen.


Bride of the Re-Animator

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Kernfakten zum Film

Titel: Bride of the Re-Animator

Originaltitel: Bride of the Re-Animator

Regie: Brian Yunza

Laufzeit: 97 Minuten

Genre: Horror

Erscheinungsjahr: 1989


Was passiert, wenn man Re-Animator mit Frankensteins Braut und humoristischen Elementen mischt? Man erhält eine groteske Horrorkomödie, die den 1985er Re-Animator fortsetzt und dabei eine Art Parodie auf Frankensteins Braut sein soll. Funktioniert das? Naja sagen wir’s so, der Fokus von Bride of the Re-Animator liegt eher auf den Splatter/Gore Effekten, die der Film vorbildlich ausreizt.

Worum gehts in Bride of the Re-Animator?

8 Monate sind seit dem Massaker an der Miskantonic Universität vergangen. Herbert West und Dan Cain arbeiten in einem Krisengebiet, als Ärzte um ihre Forschungen weiter auszubauen. Zurück in Arkham setzen beide ihre Forschungsergebnisse in die Tat um, was sowohl in grotesken Mutanten aber auch in einem großen Projekt resultiert. Um Megan, die im ersten Teil verstarb, ins Leben zurückzuholen bauen Herbert und Dan ihr einen neuen Körper, der quasi wie Frankensteins Monster, aus vielen Leichenteilen besteht. Zu allem Überfluss kehrt Dr. Hill ebenfalls ins Leben zurück und möchte mit einer kleinen aber schlagkräftigen Truppe Rache nehmen. Wie man es von der Trilogie gewohnt ist, endet das „Drama“ in einem blutigen Höhepunkt.

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Dr. Hill kehrt zurück!

Bride of the Re-Animator hat den Zusatztitel „H. P. Lovecrafts“ ebenso wie Teil 1 verdient, da ein paar Fragmente der Kurzgeschichte ihren Weg in den Film gefunden haben wie die eingesperrten Zombies im Sanatorium. Die Handlung entwickelt sich, wie im ersten Teil relativ langsam aber man merkt, deutlich wie sich das Grauen immer weiter aufbaut, um sich schlussendlich in einem blutig morbiden Finale zu entladen.

Überraschend hochwertig fallen die praktischen Effekte aus, die trotz ihres stattlichen Alters immer noch einen gewissen Ekelfaktor aufweisen. Auf äußerst morbide Art faszinieren die Effekte, die zeitweise eine groteske Note erhalten, wenn beispielsweise Herbert West seine „Mutanten“ erschafft.

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Die titelgebende Braut.

Alles in allem erfindet Bride of the Re-Animator das Genre nicht neu, gefällt aber durch die relativ interessante Geschichte, der guten Performance von Jeffrey Combs als Herbert West und den gelungenen Effekten. Wer auf der Suche nach einem morbid blutigen Horrorspaß ist, kann gerne einen Blick in den Film werfen!


Beyond Re-Animator

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Kernfakten zum Film

Titel: Beyond Re-Animator

Originaltitel: Beyond Re-Animator

Regie: Brian Yunza

Laufzeit: 92 Minuten

Genre: Horror

Erscheinungsjahr: 2003


So einer noch. Beyond Re-Animator erschien im Jahr 2003 unter der Regie von Brian Yunza und wie so oft sind die dritten Teile eines Franchise die Schwächsten, was auch auf diesen Film zutrifft.

Nach den Ereignissen im zweiten Teil, in dem sich Herbert West eine Frau basteln wollte ähnlich wie in Frankenstein, landet der wahnsinnige Doktor im Gefängnis. Am Ort des damaligen Geschehens war nur ein kleiner Junge, der sich eine Spritze mit dem grünen Serum einsteckte. Die Handlung setzt dreizehn Jahre später an. Herbert West sitzt immer noch im Gefängnis, setzt seine Experimente aber an Ratten fort und scheint kurz vor dem entscheidenden Durchbruch zu stehen. Der Junge von damals ist inzwischen ein Erwachsener und als Arzt tätig. Wegen seiner Faszination für das Mittel von West lässt er sich als Gefängnisarzt in die Anstalt versetzen, in der auch Herbert West ist. Beide setzen die Experimente fort. Als jedoch ein toter wiederbelebt wird und zur gleichen Zeit ein großer Gefangenenaufstand ausbricht nehmen beide Katastrophen Kurs aufeinander, um sich in einem gigantischen Desaster zu entladen.

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Alter Protagonist, neuer Gehilfe.

Storytechnisch fügt Beyond Re-Animator der Trilogie nichts Neues hinzu, sondern erzählt eine abgewandelte Form der Geschichte des ersten Teils. Man merkt sehr schnell in welche Richtung der Film geht, aber das ist in diesem Fall nichts Schlechtes, da man so sehr gut nachvollziehen kann wie sich das Chaos entwickelt.

Was Beyond Re-Animator sehr gut macht sind die Effekte, die den altbekannten Ekel erzeugen und in Kombination mit dem Teils abgedrehten Humor eine ziemlich groteske Note bekommt.

Zusammengefasst ist Beyond Re-Animator sicherlich der schwächste Teil der Trilogie glänzt aber durch die Spezialeffekte und die grotesk-humoristische Note.


Das wars mit einem kleinen Exkurs über die Re-Animator Trilogie. Alles in allem machen die drei Filme viel Spaß und glänzen durch die leicht unterschiedlichen Ausrichten. Wer sich mal richtige Oldschool Horrorfilme ansehen möchte macht bei dieser Trilogie eigentlich nichts verkehrt!

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns im nächsten Beitrag!

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. ainu89 sagt:

    Irgendwie hört sich der erste Teil wie ein warmer Aufguss von Frankensteins Monster an, oder irre ich mich da 🤔

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    1. DerStigler sagt:

      Nun ich vermute, dass sich Großmeister Lovecraft etwas bei der guten Frau Shelley orientiert hat. 🤔

      Gefällt 1 Person

      1. ainu89 sagt:

        Jaja, so sind sie die Künstler 😅😉

        Gefällt 1 Person

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