Big Fish und Begonia | Review

Von Big Fish und Begonia habe ich im Vorfeld wenig gehalten und selbst als der Trailer ein gewisses Interesse weckte, war ich etwas Skeptisch. Nach der Sichtung war die Skepsis verflogen und durch Erstaunen ersetzt worden. Warum das so war, erfahrt ihr jetzt!

Kernfakten zum Film

Titel: Big Fish und Begonia

Originaltitel: 大鱼海棠

Regie: Liang Xuan & Zhang Chun

Laufzeit: 105 Minuten

Genre: Anime

Erscheinungsjahr: 2016


Handlung: Eine Liebesgeschichte und eine Welt jenseits der Ozeans

In einer Welt, jenseits des Meeresbodens, die von magisch begabten Wesen bewohnt wird, lebt das Mädchen Chun, die an ihrem siebzehnten Geburtstag einen Initiationsritus vollzieht der den Übergang zum Erwachsen sein darstellt.

Im Zuge dieses Rituals muss Chun, als roter Delfin, eine Woche in der Menschenwelt leben, um diese besser kennenzulernen. Kurz vor ihrer Rückkehr in ihre eigene Welt gerät Chun in einen Sturm und verfängt sich in einem Fischernetz. Sie wird von einem jungen Mann gerettet, der jedoch für seine heldenhafte Tat stirbt. Von Schuldgefühlen geplagt bittet Chun den Hüter der Seelen darum den Mann wieder ins Leben zurückzuholen. Als Preis gibt Chun dafür ihre Seele her, muss jedoch den Mann, den sie Kun nennt, großziehen damit er eines Tages in seine Welt zurückkehren kann.

Da Chuns Tat ein schweres Verbrechen in ihrer Welt darstellt, muss sie Kun vor den anderen Bewohnern verstecken aber ihre Welt an sich zürnt über Chuns Verbrechen …

Meine Meinung zum Film

Big Fish und Begonia ist eine Art Mischung aus Arielle die Meerjungfrau und Chihiros Reise ins Zauberland, wobei der Film nur grobe Elemente der Vorlagen nutzt und dank des chinesischen Einflusses (der Film kommt ja aus dem Reich der Mitte) eine eigene Identität hat. So werden keine Elemente des Buddhismus, sondern Elemente aus dem Konfuzianismus und Taoismus verarbeitet.

Die Handlung entwickelt sich langsam aber stetig und erzählt innerhalb von 105 Minuten eine Liebesgeschichte, ein Drama und ein Fantasyabenteuer, dass sehr spannend ist, aber an manchen Stellen etwas gehetzt wirkt wegen kleinerer Zeitsprünge. Es ist jedoch großteils problemlos möglich der Geschichte zu folgen und die Beweggründe der Figuren zu verstehen.

Ein großes Lob muss für den Zeichenstil und die Animation aussprechen, die der Konkurrenz aus Japan in nichts nachstehen. Besonders auf optischer Ebene punktet Big Fish und Begonia mit starken Bildern, die besonders im letzten Akt eine epische Note erhalten, um die Gefahr für die mystische Welt zu verdeutlichen aber auch dazu dient, um besser in diese Welt einzutauchen.

Überraschend hochwertig fällt auch die deutsche Synchronisation aus, wobei ich mich frage, ob ein Übersetzungsfehler aus den Delphinen und Walen im Film Fische statt Säugetiere macht oder ob die marinen Kreaturen nur an Wale/Delphine angelehnt sind. Abseits dieses „Mysteriums“ machen die Sprecher durch die Bank weg einen guten Job und wissen, wen beziehungsweise worüber sie sprechen.

Fazit

Zusammengefasst ist Big Fish und Begonia ein hervorragender Animationsfilm aus dem der Reich der Mitte, dessen Stärken klar in der etablierten Welt, dem Soundtrack und der Präsentation liegt. Die Handlung weiß zu gefallen und wird mit sehr viel Gefühl erzählt. Wer einen asiatischen Animationsfilm sucht, der der Konkurrenz aus Japan nichts nachsteht darf gern einen Blick riskieren. Ich vergebe für Big Fish und Begonia die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

2 comments

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