Ein emotionaler Spaziergang! | Drowning | Gedankenspiel

Walking-Simulatoren sind ein tolles Genre, in denen die Geschichte und die Atmosphäre im Vordergrund steht und das Gameplay deshalb in den Hintergrund rückt. Natürlich kann man diesen Spielen die mangelnde Interaktivität negativ ankreiden und diese Kritik hat auch seine Berechtigung, aber Spaß kann man trotz allem mit diesem Genre haben.

Heute geht es mir um den minimalistischen Walking-Simulator Drowning, der in abwechslungsreichen low-polygon Umgebungen eine tragische Geschichte erzählt.

Wie eingangs erwähnt ist, Drowning ein simulierter Spaziergang, bei dem man in die Rolle eines Jungen schlüpft und verschiedene Jahre seines Lebens durchquert. Dabei lernt man die Depressionen des Jungen kennen und wie er lernt damit umzugehen oder auch nicht, da das Spiel über multiple Enden verfügt löst sich dieses Drama auf insgesamt vier verschiedene Arten auf. Erzählerisch ist die Geschichte sehr interessant, aber die Präsentation ist leider etwas arg minimalistisch, da die Handlung nur in Textform erzählt wird. Dank kurzer Sätze können selbst Lesemuffel den Spaziergang bewältigen, aber eine vertonte Erzählung wäre sicher interessanter gewesen. Als Entschädigung werden die Texte und der Spaziergang mit einen wunderschönen Soundtrack unterlegt, der auch die melancholische Stimmung des Spiels unterstreicht.

Wie bereits erwähnt bewegt man sich während des Spaziergangs durch unterschiedliche Gebiete, die alle einen eher minimalistischen aber eigenständigen Look bieten und mit weiterem Verlauf immer düsterer werden.

Trotz seiner kurzen Laufzeit von weniger als einer Stunde bietet Drowning einiges an Nebenbeschäftigungen. Abseits der alternativen Enden kann man versteckte Gegenstände, was zwar im Spiel keinen Vorteil bietet aber Trophäen freischaltet und somit für Trophäenjäger interessant.

Alles in allem ist Drowning ein interessanter wenngleich auch sehr minimalistischer Walking-Simulator, der eine interessante Geschichte in Textform erzählt und mit einem emotionalen Soundtrack aufwartet. Optisch gewinnt das Spiel zwar keinen Preis aber die low-Polygon Umgebungen haben einen ganz eigenen Charme. Wer sich an Walking-Simulatoren erfreuen kann, darf bei Drowning gern einen Blick riskieren, alle anderen investieren die 2,99 €, die das Spiel kostet, lieber anderweitig.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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