Sex Education (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Ich liebe britische Dramedys und ich mag Big Mouth. Wie passend, dass Sex Eductation quasi eine Mischung aus beiden, ist aber sein eigenes Ding macht!

Kernfakten zur Serie:

Name: Sex Education

Originaltitel: Sex Education 

Staffeln: 1

Episoden: 8 in 1 Staffeln

Sender: Netflix

Genre: Coming of Age, Dramedy

Rezensionen zu Big Mouth & britischen Serien:


Handlung: Sextherapeut wider Willen

Im Zentrum Handlung steht Otis, dessen Mutter eine bekannte Sexualtherapeutin ist, aber er selbst ist noch eher unerfahren und sehr scheu. Als er einem Mitschüler bei einem Sexproblem helfen kann, zieht er, zusammen mit der als „Schlampe“ verschrienen Maeve, einen Sextherapiedienst für die Mitschüler der Moordale Secondary auf.

Im Laufe des Schuljahrs, in dem die Handlung spielt, müssen Otis und Meave nicht nur die Sexprobleme ihrer Mitschüler lösen, sondern sich zusammen mit Eric (Otis bester Freund), dem Bully Adam und Jackson (der in Meave verliebt ist) ihren eigenen Dämonen stellen.

Meine Meinung zu Serie

Obwohl sexuelle Handlungen, Witze und Probleme im Fokus der liegen, das kann man bereits dem Titel entnehmen, ist Sex Education alles andere als eine obszöne Serie für notgeile Netflix-Nutzer. Die Grundaussage, liebe dich selbst und deinen Körper um andere lieben zu können, wird einem zwar nicht direkt ins Gesicht gerieben, ist jedoch klar erkennbar und macht aus der Sexualisierung ein Stilmittel. Daneben werden Themen wie Homosexualität und Liebe stark in den Fokus gerückt, ohne sie jedoch zu überzeichnen. Sex Education nimmt sich Zeit für die Figuren zum Entwickeln und gibt dem Zuseher die Chance alle Protagonisten kennenzulernen. Lobend muss ich das Taktgefühl erwähnen. Wie man es von Dramedys gewohnt ist wechselt sich der Humor der ersten beiden Drittel mit einem dezent melancholischen Ton im letzten Drittel ab, mit dem nicht nur die Menschlichkeit der Protagonisten hervorgehoben wird, sondern auch die Tragweite innerer Konflikte vermittelt wird.

Aber egal wie toll eine Serie geschrieben ist, ohne eine qualitative Besetzung funktioniert das gesamte Konzept nicht. Ein Großteil der Schauspieler stammt aus dem Vereinten Königreich, Australien oder Frankreich und das merkt man an der hervorragenden Qualität des Schauspiels, jedoch darf eine lobende Erwähnung von Gillian Anderson (Agent Scully in Akte X) als Jane Milburne, die Mutter von Otis, nicht fehlen. Allgemein lässt sich der Cast als sehr hochwertig und handverlesen bezeichnen.

Ebenso ist die deutsche Synchronisation sehr gut, was gerade bei britischen Serien nicht die Regel ist, bezugnehmend auf den Humor.

Zum Schluss muss ich den Look der Serie erwähnen, der mit Besonders am besten beschrieben wird. Sex Education spielt in einem Örtchen, dass sowohl in den USA als auch im Vereinten Königreich der 80er Jahre spielen könnte und durch den Einsatz von beispielsweise Smartphones klar in der Gegenwart angesiedelt ist.

Fazit

Sex Education gehört definitiv zu den qualitativ hochwertigeren Serien von Netflix und bringt trotz des plakativen Einsatzes von Sex sehr viel Tiefgang mit der gut geschriebene Figuren ermöglicht. Dazu kommt eine hervorragende Botschaft, die den gesamten Ton der Serie bestimmt und eine starke Besetzung, sowie ein außergewöhnlicher Look. Wer eine britische Dramedy sucht, kann bei Sex Education gern einen Blick riskieren. Ich vergebe die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

3 comments

  1. Ich war ebenfalls positiv überrascht – das Ding hätte auch ein totaler Flop werden können, angesichts der Gurken, die in letzter Zeit im Netflix-Programm dominieren. Aber tatsächlich wurde das Thema überraschend seriös (und das trotz der Komik) behandelt.

    Gefällt 1 Person

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