The Big Lebowski | Gedankenspiel [Kultfilm #3]

Herzlich willkommen zur dritten Ausgabe meines Formats Kultfilm. Pro Ausgabe werden wir einen Film vorstellen, der in die Halle der Kultfilme aufgenommen wurde. Wer wir sind? Ich & und die liebe Mara aka Ainu89. Wie es im Titel steht widmen wir uns heute dem Big Lebowski von den Coen Brothers.


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Bevor ich mich auf den Film selbst stürze kommen ein paar harte Fakten. The Big Lebowski ist eine Filmkomödie aus dem Jahr 1998. Regie führten die Coen Brüder, die man von Filmen wie The Ballad of Buster Scruggs oder Fargo kennt.


Markant für den Film ist unter anderem die sehr starke Besetzung bestehend aus größeren wie kleineren Namen in Hollywood. Fast jeder Schauspieler der Besetzung besetzt gewaltigen Wiedererkennungswert und besonders Jeff Bridges in seiner Rolle als Dude ist legendär. Der potrauchende, sandalen- und bademanteltragende Dude mag zu Beginn wie ein Loser wirken, hat jedoch eine völlig unkoventionelle Sichtweise, die ihm viel Ärger einbringt aber auch durch so manche Situation hilft. An seiner Seite stehen seine Freunde Donny und Walter, gespielt von den großartigen Steve Buscemi und John Goodman. Besonders letzterer schafft es gekonnt einen militant-paranoiden Durchschnittstypen zu verkörpern. Dude und seinen Freunden ist eine Liebe zum Bowling gemeinsam, die die inszenatorisch stärksten Szenen des Films bildet aber dazu später mehr.

Allgemein lässt sich der Cast als groß und vielfältig beschreiben, vollgestopft mit markanten Figuren. Egal ob der Dude und seine Kumpane, die drei deutschen Nihilisten, der titelgebende Big Lebowski (ein millionenschwerer Unternehmer, der im Rollstuhl sitzt) oder die feministische Maude Lebowski. Dank der breiten Palette an faszinierenden und schillernden Persönlichkeiten bleibt jedem eine bestimmte Szene oder eine Figur im Gedächtnis hängen.


Okay jetzt wissen wir etwas über die Figuren aber worum geht es eigentlich in The Big Lebowski? Der Dude lebt ein gemütliches Leben, raucht Pott in der Badewanne, trägt gemütliche Klamotten, geht nicht arbeiten und spielt liebend gern Bowling. Eines Tages wird er zu Hause jedoch von zwei Schlägern attackiert, da seine Frau, die er nicht hat, weil der Dude ledig ist, massive Schulden hat. Im Zuge des „Besuchs“ uriniert einer der Schläger auf seinen Teppich. Darüber relativ erbost spricht der Dude beim „richtigen“ Mr. Lebowski vor, weil er Schadensersatz für den Teppich haben will (der hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht).

Mr. Lebowski zeigt sich jedoch nicht einsichtig und schickt den Dude weg. Im Zuge dieses Treffens wird Bonny, die Frau von Mr. Lebowski entführt und der Dude landet in einer verworrenen Geschichte voller neuer Gesichter, offenen Fragen, skurrilen Situationen und dem zentralen Wunsch nach seinem Teppich.

Die Handlung des Films ist eine Hommage an die Film Noir Geschichten, die in den 40er Jahren angesiedelt sind und durch zahlreiche Wendungen, Elemente einer Kriminalgeschichte sowie dem Wechselspiel der Figuren brillieren.

Schnell ist die zentrale Prämisse etabliert, aber drum herum steht ein Rattenschwanz an Problemen.


Neben der Handlung und den Figuren trumpft The Big Lebowski mit einigen hervorragend inszenierten Szenen sowie einem grandiosen Soundtrack. Inszenatorisch sind die Traumsequenzen des Dude und die Zelebrierung des Bowling ein wahrer Augenschmaus. Hier steckt so viel Liebe & Herzblut in den Szenen, dass allein daraus ein eigener Film hätte gemacht werden können. Lange Aufnahmen, Zeitlupen und Fokussierungen auf sowohl die Spieler als auch den Sport selbst machen Szenen so wertig.

Die Traumsequenzen des Dudes glänzen mit einer ebenso hochwertigen Inszenierung als auch mit einer gesunden Portion Surrealismus.

Unterlegt wird der gesamte Film mit einem grandiosen Soundtrack, der perfekt den damaligen Zeitgeist einfängt, stimmig ist und sich, dem teils arg abgedrehten Setting perfekt anpasst.


Alles in allem ist The Big Lebowski ein hervorragender Film, der einfach zeitlos ist. Sowohl im Setting als auch in der Handlung der zugrunde liegenden Prämisse. Der Dude mag kein strahlender Held sein, ist jedoch äußerst sympathisch und dient beinah als universelle Identifikationsfigur. Die wesentlichen Stärken & Besonderheiten des Films habe ich bereits weiter oben beschrieben. Am Ende bleibt mir nur eine klare Empfehlung für diese zeitlose Komödie auszusprechen, die meiner Meinung nach zurecht als Kultfilm angesehen wird!

Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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