Outlaw King (Netflix Original) | Review

Einer der Netflixfilme, die ganz oben auf meiner Watchlist stehen, ist Outlaw King, ein Historiendrama, dass sich mit dem Kampf von Robert the Bruce (König von Schottland) gegen den englischen König Edward I. beschäftigt. Da es sich hierbei um einen Spielfilm und keine Dokumentation handelt, ist die historische Genauigkeit des Films nicht Gegenstand der Rezension. Somit wünsche ich euch viel Spaß!

Kernfakten zum Film

Titel: Outlaw King

Originaltitel: Outlaw King

Regie: David Mackenzie

Laufzeit: 117 Minuten

Genre: Historiendrama

Erscheinungsjahr: 2018


Handlung: Ein geächteter König, ein Tyrann und ein besiegtes Reich

Nach der Niederlage der schottischen Clans im Krieg gegen König Edward I. von England wird Schottland erneut unter die Regierungsgewalt von England gestellt und die Clanführer zur Erneuerung ihrer Eide gezwungen. Robert Bruce/Robert the Bruce kann die Schmach durch die Engländer nicht hinnehmen und nutzt seine Abstammung um sich als König der Schotten legitimieren zu lassen. Im Zuge dieser „Dreistigkeit“ und eines von ihm begangenen Mordes wird Robert the Bruce, nun Robert I. vom englischen König zum Gesetzlosen und Geächteten erklärt. Englische Heerscharen durchforsten Schottland nach Robert, der mit seinen wenigen Getreuen einen blutige Guerillakrieg startet, um Burg für Burg zurückzuerobern. Robert ist jedoch klar, dass eine Entscheidungsschlacht auf offenem Feld unabdingbar ist um seine Herrschaft zu festigen und seine Heimat zu befreien.

Meine Meinung zum Film

Outlaw King erzählt eine spannende Geschichte, die trotz des bekannten Ausgangs wie es in Historienfilmen immer der Fall ist, die sowohl Höhen als auch Tiefen von Roberts blutigem Kampf um die Freiheit seines Volkes und seiner Heimat zeigt. Dabei wird viel mit der Mimik und Gestik der Schauspieler gearbeitet, besonders Chris Pine kann die innerliche Wut von Robert hervorragend durch das Gesicht darstellen, wenngleich ich mir etwas mehr Dialog gewünscht hätte um die Beweggründe und Gedanken aller Figuren noch besser erfahren zu können.

Ein weiteres Merkmal des Films ist der, im weiteren Handlungsverlauf, ansteigende Gewaltgrad. Während zu Beginn noch Ritterlichkeit vermittelt wird, tritt diese immer weiter in den Hintergrund und gipfelt schließlich, in einer brutalen Schlacht in der weder Platz für Glorifizierung noch für Menschlichkeit ist. Die finale Konfrontation von Schotten und Engländern ist ohnehin der visuelle Höhepunkt von Outlaw King, da sich hier rein auf die Schlacht und die damit verbundene Gewalt fokussiert wird, jedoch verliert sich der Film nicht in einem hirnlosen Gemetzel, sondern erhebt die Gewalt und Rohheit zum Stilmittel, wie es ähnlich beim Kampf der Bastarde in Game of Thrones der Fall war.

Inszenatorisch ist der Film ein wahrer Augenschmaus und lädt quasi zu einem Besuch nach Schottland ein, da das Land in seinen unterschiedlichen Facetten gezeigt wird. Dabei wird besonders die Wildheit des Landes und die damit verbundene Sturheit/Eigensinnigkeit seiner Bewohner symbolisiert. Diese Eigenschaft wird auch durch die Schauspieler symbolisiert und auch wenn die Besetzung eines schottischen Königs mit einem US-Amerikaner etwas seltsam ist, so spielt Chris Pine seine Rolle hervorragend und da ich den Film auf Deutsch gesehen habe sind mir auch mögliche Unterschiede in der Aussprache unbekannt!

Fazit

Outlaw King ist am Ende des Tages ein hervorragendes Historiendrama, dessen Thematik noch nicht zu sehr im Medium Film ausgeschlachtet wurde. Die Handlung wird im Vergleich zu anderen Werken, die das gleiche Thema behandelten, wenig glorifiziert und die Figur des Robert wird nicht als Figur ohne Ecken und Kanten dargestellt. Gleichwohl der Film im Kino wahrscheinlich untergegangen wäre bei der starken Konkurrenz ist Outlaw King kein schlechter Film, sondern ein unterhaltsames Mittelalter Epos mit so ziemlich allem was dazugehört. Ein tyrannischer König, ein mutiger Rebell, Intrigen und Kämpfe, die hervorragend inszeniert sind. Garniert wird das Ganze dann mit tollen Schauspielern und wunderschönen Landschaften. Somit erhält Outlaw King von mir die Wertung sehenswert. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Stepnwolf sagt:

    Oh, eine Fortsetzung zu „Braveheart“. 😉

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    1. DerStigler sagt:

      Kann man fast so sagen. 😁

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  2. Ich glaube, dass der Film durchaus eine Chance im Kino gehabt hätte. Chris Pine ist ja kein Unbekannter und die Bilder hätten die große Leinwand defintiv gerechtfertigt

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    1. DerStigler sagt:

      Zwei sehr gute Punkte aber ob Outlaw King trotzdem eine Chance gehabt hätte ist fraglich. Es gibt sehr viele sehr gute Netflix Original Filme mit einer hervorragenden Besetzung und starken Bildern aber die Konkurrenz in den jeweiligen Genres ist enorm groß. Auf der großen Leinwand hätte der Film aber definitiv nochmals ganz anders gewirkt. 🤔

      Meiner Meinung nach hätte es The Ballad of Buster Scruggs ins Kino schaffen müssen, da es kaum moderne Western gibt. 😅

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      1. Joa, den hätte ich jetzt nicht unbedingt auf der großen Leinwand gebraucht…
        Was meinst du mit modernen Western? Wenn du damit aktuelle Produktionen meinst: Doch, davon gibt es schon so einige. Mir fällt da zuletzt Feinde ein, den ich recht großartig fand.

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      2. DerStigler sagt:

        Es ist aber nicht so das der Western so prominent bedient wird wie andere Genres. 😉

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      3. Das will ich nicht in Abrede stellen ^^

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