Ein Blick auf Killing Floor 2 | Gedankenspiel

Ich bin ein großer Fan von ausgefallenen Ego-Shootern. Mit Reihen wie Call of Duty oder Battlefield kann ich nur bedingt viel anfangen (habe von beiden Reihen einige Ableger gespielt), wobei ich eher Spiele wie Left 4 Dead, Bulletstorm, Doom oder die wunderbare moderne Wolfenstein Serie bevorzuge!

Heute geht es mir um Killing Floor 2, einem sehr interessanten Ego-Shooter, der gleichzeitig eines der wenigen Onlinespiele ist, die ich sehr gern spiele. Damit herzlich willkommen zu Ein Blick auf … !


Killing Floor 2 ist, wie bereits ein Ego-Shooter, der von Tripwire Interactive entwickelt wurde und einen Monat nach den Ereignissen von Killing Floor angesiedelt ist. Es gibt zwar eine Handlung, aber die kann man getrost ignorieren, da der Fokus von Killing Floor 2 klar auf dem Gameplay liegt, was nichts Schlechtes ist aber das Spiel leider etwas mager wirken lässt.

Primär konzentriert sich das Gameplay von Killing Floor 2 und ebenso alle Spielmodi auf dem Bekämpfen von Zeds (so die Namen der Gegner), die als Wellen auftreten. Zwischen jeder Welle gibt es eine kurze Pause in der Munition, Waffen und Schutzwesten erworben werden können da die Gegner mit jeder Welle mehr und vielfältiger werden. Der Fokus liegt klar auf dem kooperativen Zusammenspiel von bis zu sechs Spielern, die sowohl zufällig als Team zusammengewürfelt werden oder zusammen mit Freunden ein Team erstellt werden kann. Für jeden getöteten Feind gibt es Geld für die Pausen zwischen den Wellen, sowie für das Freischalten von Lootboxen (für kosmetische Items) und Erfahrungspunkte um die einzelnen Klassen aufzuwerten, welche unterschiedliche Fähigkeiten, Funktionen und Grundausrüstungen haben. Es ist, aber beinah egal, welche Klasse man wählt, da die Ausrüstung zwischen jeder Welle individualisiert werden kann aber es gibt Klassen spezifische Boni, die man im Hinterkopf haben sollte.

Auch wenn es unfassbar unterhaltsam ist die gegnerischen Horden in blutige Klumpen so monoton und repetitiv kann das Gameplay nach ein paar Stunden werden. Leider fehlt es dem Spiel an abwechslungsreichen Spielmodi oder einer Kampagne, ähnlich wie in Left 4 Dead. Ebenso ist die Anzahl an Feinden und Bossen recht überschaubar, was einen die komplette Galerie an Feinden bereits nach kurzer Spielzeit gezeigt hat. Dem gegenüber steht ein großes Arsenal an diversen Schießeisen und es sorgt für einen recht hohen Unterhaltungswert die Gegner mit unterschiedlichen Totmachern in ein vorzeitiges Grab zu befördern.

Man merkt schon, dass das Gameplay sowohl der Segen als auch der Fluch von Killing Floor 2 ist. Das Gunplay (Gefühl der Waffen) ist sehr gut, das Movement ist etwas träge aber man „spürt“ quasi das Gewicht der Ausrüstung und das grundlegende Spielprinzip macht trotz der Monotonie viel Spaß. Mehr wäre aber definitiv nicht schlecht gewesen, da die Entwickler immer wieder Kreativität beweisen. Sei es nun beim Waffenarsenal, beim Design der Gegner oder den Themen der einzelnen Maps. Trotzdem mangelt es dem Spiel an Maps und darauf abgestimmten Spielmodi. Da ändert selbst der nachträglich eingefügte Versus-Modus nur wenig daran. Eine Kampagne (wahlweise allein, mit CPU Partnern oder online mit richtigen Spielern) wäre ebenso sinnvoll gewesen wie eine Art richtiger Survival-Modus (beispielsweise mit dem Bau von Barrikaden) oder eine Art Deathmatch (wahlweise mit Zeds vs Zeds oder Menschen vs Menschen).

Kann ich also Killing Floor 2 empfehlen? Nun eigentlich nur bedingt. Das Spiel hat viele Stärken aber ebenso viele kleine Problemchen, die den Gesamteindruck trüben. Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, ob dieses Spiel mit einem kompatibel ist oder nicht. Am Ende bleibt mir eigentlich nur das langweilige Standardfazit der Fachpresse: Genrefans von multiplayerbasierten Horde-Shootern greifen zu, alle anderen spielen Probe!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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