Heilstätten oder der göttliche Crinch | Review

Wow … okay ich mag ja trashige Horrorfilme, aber selbst für mich gibt es Grenzen. Ich wusste bereits im Vorfeld, dass Heilstätten kein guter Film ist, aber ich hatte ziemlich eine ähnliche unterhaltsame Gurke wie den trashigen Grave Encounters Film erwartet. Fehlanzeige, dieser Film unterbietet sogar Grave Encounters und seinen grausigen Nachfolger …


Kernfkaten des Grauens

Titel: Heilstätten

Originaltitel: Heilstätten

Regie: Michael David Pate

Laufzeit: 89 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Horror


Die Handlung ist schnell erklärt. Eine Gruppe Youtuber möchte die ultimative Challenge bestreiten und eine Nacht in den Beelitz-Heilstätten verbringen. Dort wurden, während der NS-Zeit grause Verbrechen begangen und seither gilt das Gelände als verflucht.

Als die Nacht anbricht beginnt der Horror für die jugendlichen Internetstars …


Die Prämisse von Heilstätten ist eigentlich ganz interessant und passt perfekt in die Kategorie der „Verlassenen Krankenhaus/Nervenheilanstalt“ Horrorfilme aber leider hebt sich Heilstätten nicht aus der breiten Masse heraus und ist fast 1:1 der gleiche Film wie Grave Encounters, nur mit dem Unterschied, dass die offenkundige Vorlage ein paar bessere Jump Scares zu bieten hatte.

Loben muss ich die Leistung der Schauspieler, die durchaus glaubhaft reagieren, trotz oder vielleicht wegen der Tatsache, dass ein Großteil der Dialoge improvisiert sind. Dazu kommen einige tolle Aufnahmen des Schauplatzes, was der Atmosphäre durchaus guttut, aber leider nicht dazu beiträgt eine dichte oder gar spannende Atmosphäre aufzubauen. Ich erkenne durchaus die Mühen einen gruseligen Horrorfilm zu erschaffen aber leider ohne wirkliches Merkmal, um aus dem Einheitsbrei herauszustechen oder einem Händchen für eine Atmosphäre, die nicht nur durch ein Jump Scare Feuerwerk zerstört wird.


Zusammengefasst ist Heilstätten ein total generischer Horrorfilm, der sich nicht aus dem Einheitsbrei durch irgendwas hervorhebt und dank der nicht vorhandenen Spannung teil des Bodensatzes ist. Ein paar nette Details müssen erwähnt werden aber alles in allem sehe ich keinen Grund diesen Film wirklich zu empfehlen.

Daher vergebe ich für Heilstätten die Wertung bedingt sehenswert –, da der Film in die gleiche Kerbe schlägt wie alle anderen „Asylum“-Horrorfilme aber ohne besonderen Merkmal.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. „Eine Gruppe Youtuber möchte die ultimative Challenge bestreiten und eine Nacht in den Beelitz-Heilstätten verbringen.“ Allein dieser Satz sagt schon alles über die Qualität des Films aus… Nicht gesehen, aber möglicherweise eine Option für einen Abend mit seeeeehr viel Bier ^^

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    1. DerStigler sagt:

      Ja mit Stoff im Tank amüsiert man sich bestimmt besser als im nüchternen Zustand. 😂

      Ich würde aber trotzdem eher zu Grave Encounters raten. ^^

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    2. Ma-Go sagt:

      Kannst ja Marius einladen… 😉

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  2. Stepnwolf sagt:

    Fernab vom nur wenig vorhandenen Horroraspekt fand ich den Film in Bezug auf die Prämisse Social Media Nutzung und deren Relevanz für eine faktenreiche vs. fiktionale Berichterstattung durchaus ziemlich interessant. In diesem Kontext ist auch der Twist im Film ein gelungenes Exempel für das Thema ‚Glaubwürdigkeit von Medien‘. Mir hat „Heilstätten“ jedenfalls Spaß gemacht. Ich kenne aber auch nicht den erwähnten „Grave Encounter“, dessen Thematik ja anscheinend gleich ist…

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    1. DerStigler sagt:

      Ein interessanter Ansichtspunkt der dem Film durchaus eine andere Note verleihen kann. 😁

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