The Dark Knight Returns (Part 1 & 2) | Review

The Dark Knight Returns gehört zu den ikonischsten Geschichten um Batman und was Frank Miller mit dieser Serie geschaffen hat war zur damaligen Zeit bahnbrechend, aber auch heute macht die dystopische Zukunft des dunklen Ritters eine gute Figur und ist immer noch eine Pflichtlektüre für jeden Neuling oder Veteranen im Batman-Universum.

Heute geht es mir aber nicht um den Comic, von denen gibt es inzwischen genug Rezensionen auf diesem Blog, sondern um die zweiteilige Verfilmung des Comics. Ich werde aber beide Filme als eine Einheit rezensieren, um mich so auf die Handlung sowie die anderen Aspekte des Films zu konzentrieren.

Nach Jason Todds brutaler Ermordung zieht sich Bruce Wayne als Batman zurück und lebt in Abgeschiedenheit. 10 Jahre später wird Gotham City von einer brutalen Straßenbande namens „Mutanten“ terrorisiert, die mit äußerster Brutalität vorgeht. Während Bruce dies mitansieht führt der Joker ein katatonisches Dasein im Arkham Asylum während Harvey Dent aka Two-Face nach einem plastischen Eingriff und seiner Entlassung aus Arkham spurlos verschwindet. All diese Ereignisse veranlassen Bruce Wayne wieder, als Batman aktiv zu werden und der massiv steigenden Kriminalität Einhalt zu gebieten.

Dabei steht ihm der dreizehnjährige Kelly als neuer Robin zur Seite.  Doch kaum sind Two-Face und der Anführer der Mutanten bezwungen erwartet Gotham City eine noch größere Gefahr. Der Joker kehrt aus einer Katatonie zurück und bringt erneut Terror über Gotham City. Nach einem brutalen Gefecht zwischen Batman & Joker tötet sich letzterer selbst wobei die Polizei Batman verdächtigt. Gleichzeitig verhindert Superman den Einschlag einer Atomrakete der Sowjetunion auf der fiktiven Insel Corto Maltese, erleidet dabei schwere Verletzungen und erzeugt einen EMP, der die USA schwer trifft. Als in Gotham Chaos ausbricht rekrutiert Batman die ehemaligen Mitglieder der Mutanten Gang und stellt die Ordnung in seiner Stadt wieder her. Der Präsident der USA ist erzürnt über Batmans vorgehen und sieht dessen Autorität untergraben. Ein genesener Superman soll den dunklen Ritter stoppen. Es kommt zur epochalen Schlacht zwischen Superman und Batman sowie dessen Verbündeten Robin und Green Arrow …

Ich mag die dystopische Welt des DKR-Universums. Eine Welt, in der es quasi keine Helden mehr gibt und jene die noch da sind arbeiten für eine brutale, korrupte Regierung hat schon einen gewissen Reiz, aber eine Sache zeigt dieses Universum ganz deutlich auf. Batman erschafft seine eigenen Schurken. Okay die Mutanten sind auch ohne ihn gekommen, aber als Bruce Wayne erneut das Cape trägt kehren Two-Face und Joker zurück. Hierbei finde ich besonders den Joker interessant, der nicht nur absolut sadistisch agiert, sondern auch ein manipulatives Genie ist. Er lässt seinen Psychiater im Glauben ein Opfer des dunklen Ritters zu sein, was dieser nutzt um seine These (Batman erschafft seine eigenen Schurken) zu untermauern.

Ein Punkt in dem mich der Film überrascht hat, ist die Brutalität. Klar Geschichte mit und um Batman sind im Regelfall immer düster und brutal aber hier ufert die Gewalt manchmal etwas aus, besonders wenn Batman gegen den Joker kämpft. Beide schenken sich nichts und sind bereit bis zum äußersten zu gehen, da der Witz endgültig vorbei ist. Wir haben hier quasi eine Art Vorläufer der Endgame Storyline von Scott Snyder aus der New 52 Zeitlinie. Der gesamte Handlungsstrang mit dem Joker ist meiner Meinung nach auch das absolute Highlight des Films, da hier auch einiges auf der Meta-Ebene passiert. Auch wenn der Kampf gegen Superman super inszeniert und animiert wurde, so fühlt sich dieser Strang fast wie ein Anhängsel an, anstatt wie der Abschluss der Storyline zu dienen.

Erzählerisch baut sich der Film sehr gelungen auf und die Spannungskurve steigt bis zum Finale mit dem Joker kontinuierlich an. Ein Grund für die fehlende Wirkung des „Superman Strangs“ dürfte in Differenz in der Zeit liegen. Damit meine ich, dass die Vorlage im Jahr 1986 erschien, als sich die Welt im Kalten Krieg befand und der Präsident des Comics als eine Karikatur von Ronald Reagan angesehen werden kann. Es könnte aber auch simpel daran, dass der „Joker Strang“ spannender erzählt wird und sich wie ein Psycho-Thriller anfühlt. Dies passt auch besser zu Batman als ein Kampf in einem fetten Exoskellet.

Zum Schluss muss ich noch ein Lob für die gelungene deutsche Synchronisation brechen, die durch hervorragende Sprecher glänzt, die es schaffen den Figuren durch die Stimme eine ganz eigene Persönlichkeit einzuhauchen, was sehr gut zum düsteren Setting des Films passt. Stilistisch gefällt der Film ebenso wie auf Animationsbasis.

Alles in allem ist The Dark Knight Returns eine sehr gelungene Comicverfilmung, die durch eine spannend erzählte Handlung und ein angenehmes Tempo glänzt, wenn die Laufzeit von knapp 3 Stunden berechnet. Ein cleverer Kniff ist die Struktur des Films als Zweiteiler, der aber problemlos als komplettes Paket genossen werden kann. Wer sich auch nur ein bisschen für Animationsfilme und/oder Batman begeistern kann, sollte diesem Film eine Chance geben.

Ich vergebe für Batman The Dark Knight Returns die Wertung sehenswert. Hier haben wir tatsächlich eine der besten animierten Verfilmungen der alten Fledermaus seit langer Zeit!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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