Spider-Man: Far From Home (MCU) | Gedankenspiel

Into the Spider-Verse ist der beste Spider-Man aller Zeiten! Hinter dieser Aussage stehe ich immer noch aber mit Far From Home hat mein Liebkind ganz schön Konkurrenz bekommen!

Wie immer in den Beiträgen zu Comicverfilmungen lassen sich leichte Spoiler schwer vermeiden aber ich werde wie immer darauf achten niemandem den Film zu versauen.


Marvelhafte Fakten zum Film:

Titel: Spider-Man: Far From Home

Originaltitel: Spider-Man: Far From Home

Regie: Jon Watts

Laufzeit: 130 Minuten

Genre: Comicverfilmung

Erscheinungsjahr: 2019


8 Monate sind seit der entscheidenden Schlacht mit Thanos und dem anschließenden „Blip“, durch den Thanos Genozid am Universum rückgängig gemacht wurde, vergangen. Der Blip hat nicht nur die fünfjährige Zeitspanne zwischen Avengers Infinity War und Endgame in 8 umgewandelt, sondern auch alle, die aufgelöst wurden wiederbelebt. Einziges Manko ist die Zeitdifferenz, da jene die „starben“ nicht alterten, aber jene die Überlebten taten es (Comicverfilmungen und Zeitreisen/schleifen, Paradoxa …. lassen wir das lieber).

In New York beginnt das neue Schuljahr und in Peter Parker’s, seines Zeichens Spider-Man, Klasse wird eine Klassenfahrt nach Europa angesetzt. Peter schmiedet einen perfiden Plan um mit seiner Flamme M. J. Watson zusammenzukommen. Erster Stop ist Venedig in Italien. Dort trifft Peter auf Nick Fury, den einstigen Chef von Shield, der seit längerer Zeit versucht die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft zu erreichen. Fury will Spider-Man für eine Mission rekrutieren um die Erde vor den Elementals, lebenden Naturgewalten, zu retten. Peter muss sich entscheiden. Will er Iron Man’s Wille fortführen und dessen Erbe antreten oder ein normales Leben führen? Aus großer Macht folgt große Verantwortung, aber am Ende kommt alles anders man denkt …

Far Form Home kommt den Comics so nah wie kaum eine MCU Verfilmung zuvor und fängt dabei den Flair der Spider-Man Comics sehr stimmig ein. Tom Hollands verleiht Peter Parker so viel Charme und verleiht dessen Probleme sowie dem inneren Konflikt sehr viel Glaubwürdigkeit. Dazu schafft es der Film gekonnt die Frage „Wer wird der nächste Iron Man?“ in die Handlung einzubinden und damit Peter weiterzuentwickeln. Er ist der Erbe von Tony Stark, steht aber trotzdem noch am Anfang seiner Karriere. Hier greift auch wieder die Performance von Tom Holland als Jugendlicher, der nach all den Kämpfen eine Pause will und seinen Verlust verarbeiten muss.

Mein persönliches Highlight war Jake Gyllenhaal als Quentin Beck aka Mysterio. Auch dieser gute Mann hat sichtlich Spaß an seiner Rolle als „interdimensionaler Superheld“ wobei das nur die halbe Wahrheit ist. Besonders Fans der Comics wissen was es mit diesem Charakter auf sich hat und mit welchen Tricks er arbeitet.

Kleiner Trivia am Rande: Man kann Quentin bei einer Lüge ertappen, wenn er die Bezeichnung für die MCU Erde nennt.

Loben muss ich auch die Verbindung von Mysterio zu Iron Man und die Brücke zu alten MCU Filmen, die dank dieser Figur geschlagen wird.

Abseits dieser Figuren taucht auch S.H.I.E.L.D. auf allerdings scheint diese Organisation nur mehr aus zwei Personen zu bestehen, die aber zahlreiche Kontakte und Verbündete auf der ganzen Welt unterhalten. Leider geht die Figur der Maria Hill (Cobie Smulders) erneut etwas unter als rechte Hand Nick Furys aber der sympathische, paranoide Träger der Augenklappe taucht in einer größeren Nebenrolle auf, sorgt aber auch für einige der größten Lacher des Films. Was ebenfalls etwas untergeht, ist die Beziehung zwischen Peter und M.J., was weniger an der Handlung oder der Besetzung von M.J. (Zendaya) liegt, sondern an der Charakterisierung. Klar es handelt sich hierbei nicht um DIE MJ aus den Comics aber diese eher pessimistische, sozial nicht besonders talentierte Figur, nimmt mich weniger mit als die anderen „Love Interests“ für den Wandkrabbler. Trotzdem sind beide Figuren ein süßes Paar zum Ende des Films hin.

Dafür ist die Beziehung zwischen Tante May (Marisa Tomei) und Harold „Happy“ Hogan (Jon Farveau) wesentlich sympathischer sowie mit wesentlich mehr Humor versehen. Die Darstellung Tomei’s als Peter’s „heiße“ Tante ist ohnehin ein erfrischender Aspekt des MCU.

Spider-Man: Far From Home schafft es eine harmonische Mischung aus Action, Humor und Drama zu bieten, wobei alle drei Eigenschaften sich angenehm abwechseln. Die Kämpfe zwischen den Helden und den monströsen Elementals wissen sehr zu gefallen, was auch an der optischen Abwechslung liegt. Erde, Wind, Feuer und Wasser sind die Basis für je ein Elemental.

Trivia: Die vier Elementals wurden nach den Vorbildern klassischer Spider-Man Schurken wie Sandman oder Hydro Man geschaffen.

Dazu kommen viele unterschiedliche Schauplätze, was dem Film erneut viel Abwechslung beschert. Peter ist in Italien, Österreich, Großbritannien, den Vereinigen Staaten, den Niederlanden sowie der Tschechischen Republik. Es fühlt sich aber nicht unpassend an, wenn Spider-Man die Skyline New Yorks gegen alte Kirchtürme und historische Gebäude tauscht.


Alles in allem ist Spider-Man: Far From Home eine sehr gute Comicverfilmung und ein würdiger Epilog der Infinity-Saga. Den gefallenen Helden wird gedenkt, und Spider-Man wird spürbar in Richtung „glorreichster Held der Erde“ gerückt wobei sein Weg noch sehr lange ist, aber genau da liegt die Glaubwürdigkeit. Nach den zahlreichen Kämpfen ist Peter Parker immer noch ein Teenager mit den altersbedingten Problemen und einem gigantischen Erbe. Neben dem Titelhelden bekommen alle anderen wichtigen Figuren ebenfalls viel Screentime. Seien nun Peter’s Tante, seine Mitschüler, Nick Fury oder Quentin Beck der sich das Rampenlicht mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft teilt.

Erzählerisch weiß der Film fast komplett zu überzeugen aber auch Inszenatorisch gefällt der Film sehr, dank der grandiosen Performance der Besetzung, besonders Tom Hollands physis als Spider-Man begeistert. Auch das Tempo ist sehr hoch, jedoch nimmt sich der Film ausreichend Zeit für alle Figuren ohne gehetzt oder langatmig zu wirken. Einzig die Liebesgeschichte zwischen Peter und MJ wirkt im Mittelteil weniger harmonisch, als sie zu Beginn aufgebaut beziehungsweise am Ende zum ersten Höhepunkt geführt wird.

Kann ich den Film empfehlen? Ja definitiv, da man sich hier sehr eng an die Vorlage hält aber auch das eigene Filmuniversum miteinbezieht, um ein stimmiges Gesamtpaket zu schaffen, dass als Epilog aber auch als Fortsetzung sehr funktioniert. Ich vergebe für Spider-Man: Far From Home die Wertung sehenswert+ und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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