Lloronas Fluch | Review

Lloronas Fluch hat eine interessante kleine Hintergrundgeschichte. Ursprünglich als völlig regulärer Mainstream Horrorfilm angekündigt entpuppt sich das Machwerk nach dem Release als Teil des Conjuring Franchise heraus und stellt den sechsten von bisher sieben erschienen Filmen dar.


Kernfakten zum Film

Titel: Lloronas Fluch

Originaltitel: The Curse of La Llorona

Regie: Michael Chaves

Laufzeit: 94 Minuten

Genre: Horror

Erscheinungsjahr: 2019


Weitere Conjuring Beiträge:


Der Film startet im Jahr 1673. Eine Frau namens Llorona ertränkt ihre beiden Söhne in einem Fluss, um ihren untreuen Ehemann zu bestrafen und um ihn dessen teuersten Besitz zu nehmen. Als sie erkennt, was sie getan hat, begeht sie Selbstmord und ihr Geist irrt daraufhin umher, um „Ersatz“ für ihre Kinder zu finden …

300 Jahre später im Jahr 1973 wird die Familienbetreuerin Anna Tate-Garcia zu Patricia Alvarez geschickt, da deren Kinder nicht zur Schule gegangen sind. Patricia ist davon überzeugt ein Weinen zu hören und das sowohl sie als auch ihre Kinder von Llorona heimgesucht werden. Da das Einsperren von Kindern in einem Regelfall selten gut aufgenommen wird werden Patricias Söhne in eine christliche Einrichtung gebracht. In der Nacht werden die beiden Kinder von Llorona heimgesucht und ertränkt.

Durch einen dummen Zufall entdeckt Anna’s Sohn Chris unweit des Todesortes der beiden Kinder die weinende Llorona und wird von ihr berührt, was in einer Art Brandmal mündet. Nachdem auch Anna und Sam (die Tochter von Anna) den weinenden Geist gesehen haben werden die drei von Llorona heimgesucht …


Böse Zungen können behauptet, dass Lloronas Fluch ein generischer Verteter des Conjuring Universums ist und das stimmt auch, bis zu einem bestimmten Grad ABER der Film besticht durch ein erfrischendes Setting sowie eine äußerst solide Inszenierung. Die Nutzung einer mexikanischen Legende halte ich für eine sehr gute und erfrischende Idee, um mit den üblichen Thematiken zu brechen.

Leider nutzt der Film seine Vorlage nur in der ersten Hälfte wirklich gut und verfällt in der zweiten Hälfte den gern genutzten Horrorfilmmechanismen, sprich dem Einbauen zahlreicher Jump Scares und gruseliger Gesichter. Dies ist eigentlich auch kein großes Problem aber so leiden die Handlung sowie die Atmosphäre unter dem Gewicht der lauten Schreckmomente.

Für ein Regiesebüt macht Lloronas Fluch trotzdem vieles richtig und wird über weite Strecken sehr gut inszeniert. Hier verdient auch der Cast Lob, der sich glaubwürdig verhält und besonders Linda Cardellini glaubt man die Rolle der besorgten Mutter. Schön ist auch die Verknüpfung zum restlichen Franchise, die nicht gezwungen wirkt, sondern eher als angenehme Überraschung des Weges kommt.


Zusammengefasst ist Lloronas Fluch ein ebenso solider wie generischer Horrorfilm, der als Ableger des Conjuring Franchise funktioniert, aber auch gleichzeitig genug Eigenständigkeit mitbringt, um nicht sofort ins Abseits zu geraten. Trotz seiner kleineren Schnitzer in der zweiten Hälfte verdient der Film viel Lob für sein Setting und die verarbeitete Sage. Wer also einen soliden Horrorfilm für zwischendurch sucht, der sich traut vom regulären „Dämonenhorror“ wegzugehen findet in Lloronas Fluch neues Futter.

Ich vergebe für Lloronas Fluch die Wertung sehenswert- und bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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