I am Mother | Review

Science-Fiction mit starken Frauenrollen sind leider sehr selten aber dafür etwas Besonderes. Sei es nun Terminator mit Sarah Connor, Alien mit Ellen Ripley oder Captain Marvel mit der gleichnamigen Heldin.

Umso bedauerlicher finde ich es, dass der Streaming-Dienst Netflix den Science-Fiction Thriller I am Mother nicht im deutschsprachigen Raum veröffentlicht. Sei’s drum, ich habe diesen Film inzwischen gesehen und bin schwer beeindruckt aber lasst mich weiter ins Detail gehen.


Kernfakten zum Film

Titel: I am Mother

Originaltitel: I am Mother

Regie: Grant Sputore

Laufzeit: 114 Minuten

Genre: Science-Fiction, Thriller

Erscheinungsjahr: 2019


Nachdem die Menschheit ausgestorben ist, nimmt ein Roboter in einer geheimen Anlage, die zur Wiederbesiedelung der Erde dient, einen der dortigen Embryos und legt ihn in einen Inkubator. 24 Stunden später ist das Kind ausgereift und wird vom Roboter großgezogen. Im Glauben, dass die Erde unbewohnbar ist, wächst das Mädchen, genannt Tochter, in der Anlage zu einer jungen Frau heran und lernt viele Dinge von Medizin über Anatomie bis zu Medizin.

Als sich eines Nachts, die einzige Zeit, in der sich das Mädchen frei bewegen kann, in die Anlage schleicht kommen erste Fragen über eine möglicherweise besuchbare Außenwelt auf. Mutter entledigt sich jedoch rasch des kleinen Besuchers, aber als eine verletzte Frau die Station aufsucht eskaliert die Situation und das Weltbild der jungen Frau gerät völlig aus den Fugen …


Das erste große Lob verdient sich I am Mother mit der ebenso ruhigen wie extrem dichten Atmosphäre. Wegen eines eher begrenzten Settings mit engen Gängen in einem riesigen Laborkomplex ensteht ein gewisses Gefühl der Isolation und dezenten Klaustrophobie, was durch den Roboter Mutter weiter verstärkt wird, von dem man nie weiß, wo sie(?) als Nächstes auftauchen wird oder gerade ist. Dies erinnert mich sehr stark an den Film Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt und das Videospiel Alien: Isolation, was äußerst positiv ist.

Neben der Atmosphäre gefällt auch die Geschichte des Films, die gewichtige Themen der Ethik behandelt, aber dabei gleichzeitig seine Figuren ebenso simpel wie tiefgründig hält, da der Zuseher niemals die Namen der Figuren erfährt. Das Konzept wie die Menschheit auf lange Sicht gerettet werden soll ist sehr interessant und erinnert an eine weiterentwickelte Form der Robotergesetze von Asimov, wobei das einzelne Individuum zugunsten des großen Ganzen in den Hintergrund rückt.

Die Leistung der Schauspieler gefällt ebenfalls und überzeugt durch ein gewisses Misstrauen da alle drei Figuren Geheimnisse haben und dies zwangsläufig zu einer gewissen Unehrlichkeit führt. Ein wahres Highlight bildet auch die Optik des Films, wobei die Darstellung des Roboters Mutter das definitive Glanzstück bildet. Man muss dem Androiden eine ganz eigene Ästhetik zusprechen, die mich erneut positiv an den ersten Film des Alien Franchise erinnert, und eine gewisse Bindung zur Maschine aufbauen kann, da gewisse Ansätze von Menschlichkeit vorhanden sind.


Zusammengefasst ist I am Mother ein sehr guter Film, der durchaus Potenzial hat, zum modernen Kultfilm avancieren, trotz eines bekannten Settings, welches jedoch zu einer ganz eigenen Art der Perfektion geführt wird. Es ist ganz angenehm einen Science-Fiction der ruhigeren Art zu sehen, der durch die Handlung sowie die Atmosphäre und nicht durch brachiale Action glänzt.

Ich vergebe für I am Mother die Wertung sehenswert und bin gespannt was der Regisseurs dieses Werks als nächstes macht!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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