Fast & Furious: Hobbs & Shaw | Review

Ach ja Fast & Furious, eine Reihe mit der ich aufgrund von Desinteresse null Berührungspunkte habe. Zumindest solange bis ich das Spin-off Hobbs & Shaw zusammen mit Felix im Imax genossen habe. Hat der Film mein Interesse Franchise geweckt? Nein definitiv nicht aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen hat mir dieser Actionfilm so gefallen!


Kernfakten zum Film

Titel: Fast & Furious: Hobbs & Shaw

Originaltitel: Fast & Furious Presents: Hobbs & Shaw

Regie: David Leitch

Laufzeit: 137 Minuten

Genre: Action

Erscheinungsjahr: 2019


Die Handlung startet mit dem Einsatz eines MI6-Black Ops Teams, dass ein gefährliches Virus namens Schneeflocke sicherstellen soll. Brixton, ein ehemaliger Agent, lässt die Mission jedoch scheitern in dem er das Team ausradiert. Einzig MI 6 Agentin Hattie Shaw kann entkommen und sich das Virus injizieren, allerdings wird sie von Eteon, eine Organisation für die Brixton arbeitet, weltweit als Verräterin gebrandmarkt. Hattie bleibt nicht viel Zeit bis sich das Virus in ihr ausbreitet und durch ihre Kontamination eine Pandemie entsteht.

Deckard Shaw (Jason Statham) und Luke Hobbs (Dwayne Johnson) werden angeheuert, um das Virus sicherzustellen und die offenkundige Verräterin in Gewahrsam zu nehmen. Da beide absolut nicht als Team agieren können und Brixton sowie Eteon übermächtige Feinde sind, wird die Rettung der Welt noch schwerer, als sie ohnehin schon ist …


Fast & Furious: Hobbs & Shaw erzählt eine Geschichte voller Klischees aber das ist bei weitem weniger schlimm als es klingen mag, da sich Cyber-Terroristen, extreme Transhumanisten, muskelbepackte Geheimagenten und die Kultur des Staates Samoa zu einem interessanten Mix kombinieren lassen.

Der Fokus liegt klar auf dem Zusammenspiel von Hobbs (Dwayne Johnson) und Shaw (Jason Statham), allerdings wirkt diese Kombi weniger harmonisch als in anderen Buddy-Actionfilmen, da beide Figuren dominante Alphamännchen sind mit grundlegend sehr ähnlichen Vorgehensweisen, selbst wenn Hobbs eindeutig der muskelbepackte Haudrauf und Shaw der etwas „gewitztere“ Agent ist. Ich muss den beiden aber einen gewissen Charme zusprechen und die zahlreichen infantilen Wortgefechte erinnerten mich etwas an Killers Bodyguard nur bedeutend weniger blumig. Neben diesen beiden Figuren muss Vanessa Kirby als MI 6 Agentin Hattie Shaw erwähnt werden. Diese Figur erinnert angenehm an Lorraine aus Atomic Blonde, nur bedeutend weniger kaltblütig aber dafür menschlicher und eine Abwechslung zum Testosteron der beiden Protagonisten.

Als Bösewicht steigt Idris Elba (Der dunkle Thor, Thor 1 bis 3) als kybernetisch verbesserter Superman Brixton in den Ring und ach gut meine Güte, was für ein genialer Bösewicht! Man merkt Elba wirklich an, wie viel Spaß er dabei hat den Bösewicht zu spielen und mit viel Elan er den beiden Hauptfiguren regelmäßig aufs Fressbrett gibt. Dieser Charakter gibt dem Film auch einen gewissen Tiefgang in der Handlung. Okay keine unauslotbaren Tiefen aber zumindest ein kleiner Hauch Philosophie.

Neben den Figuren muss auch die Action erwähnt werden, die gnadenlos übertrieben ist und vom Film wie eine Trophäe stolz präsentiert wird. Gerne hängen sich Autos an Helikopter, wilde Verfolgungsjagden durch die Londoner Innenstadt sind quasi an der Tagesordnung und Faustkämpfe sind ohnehin die Norm. Das alles gipfelt schließlich in einen durchaus epischen Endkampf mit netten Kamerawinkeln und Slow-Motion Effekten, um die rohe Kraft von Hobbs, Shaw und Brixton zu zelebrieren. Kombiniert man dies mit der Sympathie, die durch die beiden „Helden“ ausgestrahlt wird, fiebert man bei jedem Gefecht mit!


Alles in allem ist Fast & Furious: Hobbs & Shaw ein unterhaltsamer, actiongeladener Film mit toller Besetzung, simpler aber trotzdem interessanter Handlung und einem hervorragenden Soundtrack. Eine gewisse Epik kann ich dem Film nicht absprechen, besonders da die Action sowohl bildgewaltig inszeniert als auch gnadenlosen übertrieben ist. Für das Zusammenspiel der titelgebenden Protagonisten hätte ich mich etwas mehr Tiefgang gewünscht aber dies wird von den Figuren um die beiden herum erledigt. Für mich als nicht Fan/Kenner des Franchise war der Film definitiv ein Highlight und gerade, weil ich die restliche Filmreihe nicht kenne ging recht unvoreingenommen in den Film.

Ich vergebe für Fast & Furious: Hobbs & Shaw die Wertung sehenswert und habe irgendwie das Gefühl, dass dieses Franchise nicht zum letzten mal auf DerStigler thematisiert wurde …

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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