The Witcher (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Okay bitte nicht hassen, ABER ich bin kein großer Fan von The Witcher/dem Hexer. Die Bücher konnten mich nicht wirklich überzeugen und die Spiele wussten mich ebenfalls nicht so richtig zu unterhalten. Mir ist bewusst, welchen Einfluss die Spiele hatten/haben und ja die Trilogie besteht aus drei wirklich hochwertigen Spielen, aber für mich ist das nichts, trotz vieler interessanter Ansätze als Anhänger von JRPG‘s.

Vielleicht ist es mir auch deshalb möglich gewesen, relativ unvoreingenommen an die Netflix Serie heranzutreten und einen Vergleich mit Game of Thrones werde ich mir in dieser Review sparen. Gehen wir also endlich auf die Serie ein!

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Im Zentrum der Handlung stehen der Hexer Geralt von Riva, die mächtige Magierin Yennefer und das Mädchen Ciri. Die Charaktere sind miteinander verbunden, was durch die einzelnen Folgen erzählt wird. Während Geralt gegen Bezahlung Monster jagt, wird Yennefers Werdegang von einer missgebildeten Magd zur mächtigen Zauberkundigen geschildert und Ciri muss aus ihrer Heimat flüchten, als dieses vom Imperium Nilfgaard erobert wird. Die militärischen Agressionen dieses Reiches bilden auch einen Teil der Rahmenhandlung, während die Handlung auf mehreren Zeitebenen erzählt wird, welche alle zum Finale hin zusammenlaufen.

Loben muss ich die Umsetzung der Vorlage, da die erste Staffel nicht nur auf einem Buch basiert, sondern diverse Kurzgeschichten, sowie Teile des ersten Romans das Erbe der Elfen. Die behandelten Kurzgeschichten stammen aus den Bänden Der letzte Wunsch und Das Schwert der Vorsehung. So eine nicht direkt chronologische Nutzung tut der Serie sehr gut, denn die erste Staffel dient in erster Linie zur Etablierung der wichtigsten Hauptfiguren und Plotpunkte, was sinnvoll ist, da das Witcher-Universum groß und komplex ist.

Inszenatorisch ist die Staffel hochwertig und die einzelnen Handlungsstränge können auch gut für sich allein stehen, da Geralt, Ciri und Yennefer genug Potenzial haben, um Hauptfigur ihrer jeweils eigenen Serie zu sein. Das liegt aber nicht nur an den guten Drehbüchern, sondern auch der tollen Besetzung. Jede Serie mit britischen Schauspielern scheint die Grundeigenschaft zu bieten, qualitativ hochwertiger zu sein, als die Konkurrenz. Henry Cavill verkörpert nicht nur Superman ideal, sondern auch den weißen Wolf Geralt, der kaltschnäuzig wirkt, aber ein gutes Herz hat … fast wie Guts aus Berserk.

Anya Chalotra (Yennefer), Freya Allan (Ciri) & Anna Shaffer (Triss) bilden die Frauenpower der Serie und mimen hervorragend die drei weiblichen Hauptfiguren, wobei Anya Chalotra mein Favorit der drei Damen ist, da sie als Yenner von Wengeberg in ihrer Rolle völlig aufgeht, aber auch die meiste Screentime bekommt!

Erwähnenswert ist auch noch Joey Batey als Rittersporn, der für den Humor in der Serie sorgt.

Abseits der Inszenierung, der tollen Besetzung und der interessanten Handlung verfügt The Witcher auch über starke Effekte, sowie eine orddentliche Brandbreite an schön schaurigen Monstern, die teils (oder großteils) aus der osteuropäischen Mythologie stammen aber am besten in der Dunkelheit bleiben, da das CGI selten zu 100% hochwertig ist.

Zusammengefasst ist die erste The Witcher Staffel ein mehr als würdiger Einstieg in die Serie und etabliert die wichtigsten Elemente für eine große Fantasy-Saga. Die Handlungen wissen zu gefallen und bilden zusammen einen großen Plot, der viel Potenzial bietet sich in kommenden Staffeln zu entfalten. Ebenso gefällt der Cast und das Trio Geralt, Ciri und Yennefer bilden das Herzstück.

Für Fans von Fantasyserien bietet The Witcher so einiges, aber auch Kenner der Spielen können einen Blick riskieren, da die Serie, bedingt durch die Nutzung der literarischen Vorlage, einen Mehrwert mit sich bringt. Ich vergebe für The Witcher Staffel 1 die Wertung sehenswert und freue mich auf die nächste Staffel!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi

3 comments

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