Aller guten Dinge sind drei? | John Wick: Kapitel 3 | Review

Seit geraumer Zeit gehöre ich auch zu den coolen Leuten, die alle drei John Wick Filme gesehen haben. Meine anfängliche Befürchtung gegenüber dem dritten Teil, meist die Schwächsten einer Filmreihe, hat sich bereits als unbegründet herausgestellt, als der Abspann lief, aber lasst mich weiter ausholen …


Weiterführende Beiträge zu den Vorgängern

John Wick

John Wick Kapitel 2


Nachdem John der russischen Mafia massive Personalprobleme (siehe Joh Wick 1) bereitet hat und ein Mitlglied der Hohen Kammer im Continental Hotel ermorderte, ist er auf der Flucht. Wegen seines Verbrechens exkommuniziert, mit einem Kopfgeld von 14 Millionen Dollar und ohne Unterstützung versucht sich John von seinen Verletzungen zu erholen und aus New York zu fliehen. In Marokko versucht er den Ältesten, der über der Hohen Kammer steht, zu finden und sein Leben ein wenig zu verlängern, um sich die Liebe an seine verstorbene Frau zu bewahren.

Zur gleichen Zeit ist in New York eine Richterin der Kammer eingetroffen, welche über Winston (Besitzer des Continental Hotels), der Direktorin eines Musikteathers und den Bowery King richtet, da alle drei John unterstützt haben …


John Wick Kapitel 3 baut nicht nur die etablierte Welt der beiden Vorgängerfilme weiter aus, sondern bildet eine nahtlose Fortsetzung an Kapitel 2. Die Handlung des Films an sich ist wesentlich simpler als im Vorgänger, erreicht jedoch ein ähnliches hohes Tempo, wie im ersten Teil der Reihe. Tempo ist auch das Stichwort, da sich Expositionsmassaker mit den zahlreichen Actionszenen, die hervoragend sind, abwechseln.

Generell lebt der dritte John Wick Film von seiner Action und der simplen Frage, wie man die vorangegange Szene noch überbieten will. Nun der Film schafft es mit Bravur, sich mit jedem Schlagabtausch/Schusswechsel zu steigern und dabei verdammt cool zu sein!

Interessant ist auch die Ästhetik der Actionszenen, die durch eine große Varianz glänzen, sei es nun beim Schauplatz, den verwendeten Waffen, oder den räumlichen Gegebenheiten. Nichts wirkt recycelt, sondern immer auf die Situatuon von John zugeschnitten. Je weiter die Handlung voranschreitet, umso roher werden die Kämpfe, verlieren sich jedoch nie in stupider Gewaltdarstellung. Dazu kommt ein gewisser Unterhaltungswert durch die hervorragende Choreografie und die teils genutzte Überinszenierung.

Abseits der Action ist auch die Besetzung gewohnt stark und besonders Keanu Reeves trägt den Film durch seine Rolle als Titel-Anti-Held John Wick. Auch Halle Berry als Neuzugang Sofia weiß als Gegenpart zu John zu überzeugen. Weiters kehren Laurence Fishburne als Bowery King, Ian McShane als Winston und Lance Reddick in ihre altbekannten Rollen zurück, welche stark ausgebaut wurden.


Zusammengefasst ist John Wick: Kapitel 3 eine äußerst solide Fortsetzung der Reihe und ein hervorragender vorläufiger Höhepunkt. Die Action funktioniert tadellos, ist manchmal überstilisiert, aber immer unterhaltsam und der Cast weiß ebenso zu überzeugen, wie die Handlung, welche grundlegend simpel, aber spanned ist.

Ich vergebe für John Wick: Kapitel 3 die Wertung sehenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi

3 comments

    1. Ich fand die Länge grundlegend ganz angenehm. Mich stören lange Actionfilme nicht, wenn sie mir möglichst viel Abwechslung bieten, egal in welcher Form und das war bei John Wick 3 der Fall. 🤔
      Klar auf das wesentliche kürzen geht immer, musste bei dem Film aber nicht sein. 😁

      Gefällt 1 Person

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