Titans (Netflix Exclusive) Staffel 2 | Review

Alte Titans, neue Titans, Projekt Cadmus, Connor, Trigon, Deathstroke und vieles mehr bietet die zweite Staffel von Titans und das ist einerseits gut, aber andererseits auch wieder weniger vorteilhaft!

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Dick Grayson, der ehemalige Sidekick Batmans, trifft auf die junge Ratchel Roth, welche von Zuhause geflohen ist und von diversen Häschern verfolgt wird. Zusammen mit Koriand’r (Starfire) und Gar Logan (Beast Boy) nimmt sich Dick der Hilfesuchenden an, erhalten dabei jedoch Unterstützung von Hawk, Dove and Jason Todd, dem aktuellen Robin. Bald kristalliert sich der Dämon Trigon als Schurke heraus, der schließlich auch auf der Erde beschworen wird …


Nach dem siegreichen Kampf gegen Trigon will Dick Grayson in San Francisco ein neues Titans Team aufbauen. Bruce Wayne unterstützt Dick, wenn dieser den rebellischen Jason Todd trainiert. Als die Gruppe, ohne Koriand’r, in San Francisco den Titans Tower bezieht und kurz darauf auf die Tochter von Deathstroke trifft, holt die alten Titans (Dick, Hawk, Dove & Donna Troy) deren schlimme Vergangenheit mit dem Söldner ein. Zur gleichen Zeit entkommt Projekt 13 aka Connor (Superboy) aus den Cadmus Laboren. Den Titans stehen viele schwere Prüfungen bevor …


In den 13 Episoden der zweiten Titans Staffel gibt es zahlreiche Handlungsstränge und viele Miniabenteuer. Allerdings lassen sich zwei rote Fäden erkennen. Zum einen gibt es die Fehde zwischen Deathstroke und den Titans, zum anderen den Weg der Buße/Selbstfindung von Dick Grayson, der den Mantel von Robin endgültig aufgegeben hat. Ergänzt werden diese beiden Hauptstränge durch viele kleine Nebenhandlungen und Flashbacks, was das Titans Universum zwar massiv vergrößert, aber auf Kosten des Erzähltempos geht. Über weite Strecken tritt Titans auf der Stelle und braucht lange, bis der Spannungsbogen wieder Fahrt aufnimmt, was zwar großartig ist, wenn es soweit ist, aber auch ziemlich ernüchternd wirkt, wenn die Serie wieder ins alte Muster fällt.

Der Cast von Titans wächst mit Staffel zwei massiv an, was zwar gut für die Abwechslung ist, aber nicht gerade förderlich für die Entwicklung der Figuren. Besonders Rachel & Beast Boy bleiben über weite Strecken ungenutzt und auch Aqualad ist nicht mehr als ein Auftritt im Flashback. Wer hingegen sehr gut etabliert/geschrieben wurde, ist Wade Wilson aka Deathstroke, dessen Fehde mit den Titans, besonders mit Dick, sehr detailliert beleuchtet wird. Als Gegenspieler funktioniert Deathstroke allerdings immer sehr gut. Ebenso ist Jason Todd in dieser Staffel der Interessantere der beiden Schützlinge Batmans, da sein Weg noch völlig offen ist und er erst lernen muss, seinen Zorn zu kanalisieren. Jedoch weiß Jason, wer er ist, was Dick besonders schwer fällt und erst zum Staffelfinale hin geklärt wird.

Wie bereits in Staffel eins ist Titans sehr actionlastig und die zahlreichen Kämpfe sind über weite Strecken auch sehr wertig choreografiert, was allerdings nicht auf das CGI zutrifft, das gern einen billigen Look aufweist und nicht stimmig wirken will, trotz Ausnahmen, wie die Fähigkeiten von Rachel oder Starfire.


Obwohl ich, besonders über die Charaktere, noch wesentlich mehr schreiben kann, fasse ich die Staffel lieber kurz und knackig zusammen. Titans Staffel 2 ist grundlegend eine solide Serie und eine sehr solide Fortsetzung, die jedoch wie eine Achterbahn wirkt und erzählerisch permanent ein auf und ab ohne klar erkennbare Richtung in den meisten Folgen ist. Mal abgesehen vom wirklich grausigen Einstieg mit dem schnell besiegten Trigon, macht Titans bis zum Einsetzen der Flashbacks viel Spaß, baut danach ab und wirkt punktuell wieder richtig gut, bis das unterhaltsame Finale einsetzt. Der Cast gefällt ebenfalls, krankt aber leider an der bereits genannten teils schwachen Entwicklung der Figuren.

Trotzdem schadet eine Sichtung von Titans Staffel zwei nicht, da die Serie, trotz ihrer Schwäche, zu gefallen weiß und immer wieder ihre starkem Momente bietet. Daher vergebe ich für Titans Staffel zwei die Wertung sehenswert- und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi, JamesVermont

5 comments

  1. Ich würde sagen, dass ich deiner Meinung/Wertung zustimme. Ich finde, es gibt zu viele Handlungsstränge und zu viele Figuren und das ist ziemlich verwirrend und man verliert den Überblick. Als Zuschauerin fragt man sich oft, ob die Nebenhandlungen etwas mit den Haupt-Erzählsträngen zu tun haben und wann die Erzählung eigentlich wieder zu letzteren hinführt. Insbesondere der Exkurs über Superboy war sehr verwirrend, da es sehr lange dauert, bis man versteht, was er überhaupt mit dem Rest zu tun hat bzw. bis er dann zur Haupt-Handlung kommt.
    Zwischendurch werden dann bestimmte Charaktere zu lange ignoriert und auch gar nicht mehr richtig thematisiert.
    Die Staffel ist schon ganz gut, verliert aber öfter den Faden und beinhaltet einfach zu viel.

    Gefällt 1 Person

    1. Das stimmt allerdings. Einige Stränge hätte man straffen oder weglassen können oder gleich für Staffel 3 aufheben. Auch der Anfang war sehr gehetzt mit Trigon. 😅

      Ich hoffe die bekommen das in Staffel 3 besser hin. 🙈

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  2. Auch im Hinblick auf Black Lighting, die zwar auch eine super gute Serie ist bzw. interessante (kulturelle/politische) Themen enthält, aber der auch noch ein Funken fehlt, muss ich sagen, dass die Marvel-Serien bei Netflix qualitativ hochwertiger wirken.

    Gefällt 1 Person

    1. Bei Black Lightning habe ich nur Staffel 1 gesehen, fand die aber sehr gut. Von den Marvelserien konnte mich bisher nur Jessica Jones Staffel 1 begeistern. 🤔
      Vielleicht schafft es der Punisher ja noch. 😄

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